Vierdten Buchö Erster Theil/ Wein-Garten.
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das Hirn nicht so eilfertig einnehmen und turbirenkönnen; so zwar etwas zur Sachen thut/ aber den-noch durch den Überfluß endlich vergeblich wird. BeyFürsten und grossen Herren / wo es allerhand ArtenWein gibt/ ist dieses das beste ?ropt^iaÄicum undl>5-elerv^tiv, daß man (wo man die Freyheit hat /wie es meistens gebräuchig) bey einerley Wem bleibt/und/ wo es seyn kan/ bey dem schwächesren / dannich habe vielmals gesehen / daß die jenigen/ so vonallen Weinen kosten und schlecken wollen / allzeit ehervoll werden / als die bey einem Trunck geblieben /so schadet es auch der Gesundheit weniger/ und dün-stet viel eher aus.
Zum Andern/ wo man weiß/ daß man orcjinariöstarck zu trincken pflegt/ soll man nicht vorher/ oderhernach/ sich abzukühlen/Bier undWein untereinanderrrincken/sondern lieber bey emem bleiben.
Drittens / welches wol das Vornehmste ist/ weilman an grossen Hösen meistentheils/ anfangs/ ehe die 5Glaser kommen/ in grossen Bechern eingeschenckt / solleiner/ der bestehen will/ so lang Durst leiden/als immermöglich / und sich auf die Gesund-Trüncke spahren /dann/ wer aus den Bechern vorhero nach Durst trin-cken will/ der wird (sonderlich wann der Wein gut undliedlich ist) den Wein offt eher imKopff empfinden/alseinmal einiger Gesund - Trunck angefangen wird/wel-ches bey grossen Leuten und vornehmen Gesellschaffrenein häßlicher Ubelstand ist/ und / wofern es an der Be-förderung nicht schadet/ dochanderHochhaltung einezimliche Verkleinerung nach sich ziehet/ so einem gutenGemüthe höchlich zu fliehen ist.
Und dieses wahrscheinlicher zu machen/ muß ich auskellci ?wero folgendes anziehen/ der bey jok. kuäol.
ptio Oamcrario in ^einorabi?. ^leclicin. Lcnt. 14. n.
9. also von sich selbsten schreibet: Ich werde offtermalenbefragt/weil ich fo vlelJahr her von vielen Patienten /Fürsten und Herren geholt/und bey welchem herchchund prachtig gelebt worden/ wie ichs doch machen kön-nen/ daß/ wann man mich/ dem Gebrauch nach/ mehrals der Durst erfordert/ zu trincken veranlastet hat/ ichgleichwol davon nicht kranck worden / sondern zu ei-nem hohen und frischen Alter gelangt habe. Darauffhabe ich (wie es dann die Warheit war) geantwortet:Daß ich im Anfang / in langwahrenden und auf vielStunde sich verziehenden Mahlzeiten/ eine Stund oderzw ovon dem Trunck mich enthalten können/und diesesdesto leichter/daß mich/ bis ich fast halb satt worden/derDurst nicht übermassig geplagthat / daher hat/ wannder Magen seine Speisen in sich genommen/ mir derdarauf nochwendig mit Lust genommene Tranck/ de-sto weniger schaden können/und schliesset also i^uvcj
cum slii c^uiciam. me suacicnle , teciiicnt; lc czuoquscontra ebriclalem eZrcZie sulllc prsmunitos, mikisunt
Zum Vierdten/ soll man sich auch dergleichen Be-gebenheiten / mit überflüssigen und Natur halber wi-derwärtigen auch übel zusammenstimmenden Speisn/als Fleisch/Fischen/Süsten/Sauren/Obst/und andernGeschleck nicht überladen/ sondern je weniger als esseyn kan/zu sich nehmen/ und die concoäion des Ma-gens damit nicht aufhalten/ sondern mehr befördern /weil alleSpeisen viel härter zu dauen/als derGetranck/welcher ein klm6um czuiciciam Ll psrmcalzilc, das Essenaber die gröste klorsm und Unlust/ wann es zu viel indem Magen / daher auch die grvsten Ungelegenheitenverursachet.
Bon dem äuro v-Z -riKiii und wachsendem Golde/so man zu Zeiten
in den Wein-Gärten in Ungarn/ auch anderwärts findet.
Goldes(so nie in kein Feuer kommen/und siebenDuca-ten gewogen hat) verehret; und eben bey ihr habe er einsolche^Goldstückgesehen/100. Ducaten schwer. DerFürst kiiäai ker-n?(schreibt er) hat mir solchesGoldeöz.Quintleingeschenckt/ und dabey vermeldet/ daß es/als es aus der Gruben genommen worden/ weich undfett sey gewesen/ wie ein Butter/als er aber hernach andie Lusst kommen / sey es hart worden/ wie ein andersGold.Jch habe(fäh:t er fort)ein solchesGold-Korn ge,habt/ so ich Herm ^lexsncicr I.utomavvskv, sekigemCrakauischen?aiatiiio.gegebe/das ich aus einerWein-Trauben genommen/ welches/ als es der Goldschmiedauf dem Probier-Stein gestrichen /27. Caratten gehal-ten. Neulich hat mir (schreibter ferner) Her? PeterWai / ein Ungarischer Edelmann / ein solches Wein-Körnlein gegeben / so er mit eigner Hand aus demWeinberg genommen hat/das hat4O.Gran des bestenGoldes gewogen/ist aber nicht formlich gestaltet. HerzGöci Paul versprach mir ein kleines goldnes Blätlein/das gleichermaßen an einem goldenen (suziieoio) Ne,ben-Schöslein gewachsen/ in gleichmassiger Gestaltund Form / als obs natürlich wäre/ weil eraber an der
/okl. pstcrlonus ^isclicus in OivitstcR rise Zupcriuz Lpcries, schreibet in ^ilcclla-nei» curioliz .anHenl). Sachsen nachBreß-lau/ daß man das /^urum vcAitsdlle m Hungarn indenWeingebürgen/ und sonstenofftermalö finde/ undberichtet/daß Her: ^cmcre I.gslco, Vicccomcs Lomi-tslug^emiincnsis habe ^nno l 670. in seinemWeinge-bürg eine Trauben gefunden/darinnen die Körnlein alleGold gewesen / und diese haben das Hautlein an denWeinbeeren/( tort -illig per atlritumKc azitZtioncmVcniorum )hingewetzt/daßman diegoldenenKörnleindurch die kleinen Löchlein sehr schön hatsehen und aus-nehmen können; dieses (siigt er ferner) hab er ihm ver,ehren wollen / weil aber seine Güter bald daraufvonden Kriegs-Völckern geplündert worden/ sey dieseGold-Trauben auch damit verlohren gangen.. Ebeneine dieser gleichen Traube hat auch gehabtHer: l-cr^-fclncr. der vor diesem Stadt-Richter Mperie8 gewe-sen. Und er O.p-te son überschickt v Sachsen einengoldenen Faden oder Zain / den ein Bauer im SandbeyeinerBronn-O.uellegefunden; sagtauch ferner /die alte FürstinRagohin hab ihm ein solches Stücklein
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