5t2 BeöZWelichendai
und daraus Zettel gemaä)t/ wolmit Weinstein gepul-pulvert und bestreuet/und wieder imOfen gcbacken/dißalles in einEymer-Faßlein gebrockt/ und Essig-Weindaran gossen/und an einem warmenOrt gehalten/auchwann ein Essig abstehen will/ so thue ein-oder etliche sol-cheZeltel hineinzoder brate ein Ey hart/oder z.Schnitt-lein Brod gebahet / mit gutem Essig besprengt/ undwarm hinein geworffen.
Item/nimm von einem warmen erst aus dem Back-Ofen genommen Brod/vder von zweyen/die Schmol-len/mit einem guten scharffen siedendenEssig also warmzu einem Taig gemacht/nimm darunter eine gureHandvoll gestossenen langen Pfeffer/ und so viel Weinstein/und andern Pfeffer / der nur ein wenig zerknirscht ist/und auch Ingwer / muß aber alles darunter kommen/ehe derTaig kalt wird/daraus macht manStrützei oderKügelein/ die zum Bail hineinkönnen/ bachtoderdöntsie wieder im Ofen /- die mag man ein gantzes Jahr be-halten ; und/ wann man Essig ansetzen will/ muß manvorher das Fässel mit scharffen siedendenEssig ausbren-nen/ und drey oder mehr Zeltel warm hinein thun/ dasFässel verbailen/und 8. Tage also leer stehen lassen/aberhernach mag man nachfüllen / doch auf einmal nicht zuviel/ und soll der Wem allzeit gewärmet seyn / biß esvoll ist.
Item/in ein Eymer-Faßlein/nehmt zwey oder dritt-halb Aechtring gut Wem-Läger/und lassets sieden/undeinö Gauffen voll Habernessel-Wurtzen/ langen Pfef-fer i. halb Loth / und?. Ingwer-Zähen darunter ge-than/ hinein gegossen und vermacht/ undüberz Tagvon scharffen warmen Essig ein Aechtring daran gegos-sen / und über 8. Tage mit warmen Wein-Essig allge-mach gefüllt.
Einen guten Essig von Regen-Wasser zu machen/nimmt man in ein Eymer-Fassel ein Aechtring Essig/darnach ein Lueder-Schäffel voll Wcin-Lager/ daraufgießt man so viel Regen-Wasser/ daß es ein Trag-Schaffvoll wird/läßt es also z.Tage stehen darnach sie-det mans eine halbe Stund in einemKessel / undlaßtswieder abkühlen/ biß es laulicht wird / dann geußt mandas Waffer vom Lager herab ms Faßlein/und wann duhernach füllen willt / so nimm ein Gelager/ und so vielWasser/sied es/und füll ihn wieder; so man kein Regen-Wasser hat / kan man Bach-Wasser nehmen/ soll einguter Essig werden; welches mich doch zweiffelhafftigbeduncker.
Item/ wer ein Essig-Pulvermachen will/ der nehmeWeinstein/ lege den 8. oder i o- Tage in guten Wein-Effig/ dör: ihn hernach an der Sonnen/ und wann erdönworden/ leg er ihn wieder in Essig/ unddörnhnabermal so lang an der Sonnen / und thue dieses zumdritrenmal/hernach mach er Pulver daraus/schütte da-von einen guten Messer-Spitz oder halben Löffel voll inein Glas Wein/ so hat er guten Essig.. Die Essig sol-len wöchentlich einen gewissen Tag gefüllt werden imalten Monden/ aber nicht gar voll / biß ans Bail / son-dern 2. zwergFinger tiefdavoNZ klulier mcnltrua sce-
to nnn gppropinquct.
Alsoauch der Preß-Most vom Feld-Most/ so wolauch dasBier/wird bald zuEssig/wann es warm gelegt/das Bail em wenig eröffnet/ und das Faß nicht bewo-gen wird ; wann man aus einer heissen Semmel die
d-und Feld-LcbenS
Schmollen nimmt/ und legts in Essig / so wirder amund rein. ' "
Neuen Essig anzusetzen: Nimm eine Kandelscharf-fen guten Wein Essig in einem neuenKrug/und 4 oders. Ingwer-Zähen/die stoß zuPulver/thus in ein Säck-lein/ item/ etliche Pfeffer-Körner/ bind absonderlich inein Tuch/und Hangs ins Fäßlein/oder in den Krug/füllihn hernach mit guten Wein / der gesotten und wol ab-gefaimt ist/laß es in der Sonnen / oder bey einem Ofenstehen.
Wann man Quendel-Kraut sauber zusammgebun-den in denEssig-Krug hengt/daß es denEssig nicht gcintzberühre/ so kriegt man in dreyen Tagen einen scharffenEssig.
Jrem / ninim gutes Wein.Läger/ schlags auf einDön-Bret/ das gehabe Leisten hat/dör: es imVack-lOfen/ darnach nimm Gersten/ mit samt den Hülsen/!döns/und mach alles zu Pulver/ die Gersten aber dmff >nicht zu klein seyn; hernach nimm Türckischen Pfeffer/ ilangen Pfeffer und Coriander/ zerstoß es klein/ mischalles unter ein frisches Wein-Lager / verbinde in einenHafen/laß selbigen Taig z.oder 4-Tage bey einerWär->ne stehen; alsdann auf ein Eymer-Faßlein/ nimm vomTaig ohngefehr eines Pfenning werth Brods/gieß eineMaas scharffen Wein-Essig daran/ sied es in einemwol-verdcckten Hafen gar wol/ geuß es also siedend insFaßlein/verbinds starck/laß es 4- Tag stehen biß es säu-ret/doch waltze es offt von einemBoden aufden andern;darnach fülle den Wein-Essig ein / alle Tag ein wenig/biß es schier voll wird; von dem überbliebenen Taigmach kleine Zeltlein/backs wol braun/ so offt du den Es-sig füllest/ leg ein Zeltlein darein / so hast du m 4. Wo-chen / aufs langst/ guten Essig; die Zeltlem magst duJahr und Tag behalten.
Wann dich gedunckt/ der Essig werde schlecht / oderman laßt gar zu viel herab/so leg a llweg zurFüile^.odermehr Zeltlein hinein.
Wer viel Essig auf einmal machen will/ thut ihm al-so:Man nimmt ein eychenes Faß/anderthalb oder zwey >>Eymer groß/ gießt ein Viertel guten scharffen Essig!darein / und spundet es fest zu/ stellt es alsoWochenlang an einem Ort / waltzet es offt herum/ oder bewegt >es/ darnach spundet mans aus/ und legts an ein Ort im,Hof/ daß die Sonnedaraufschemen/ undesdochder.Regen nicht berühren kan / was man hernach drein fül-!len will/es sey Bier oder Wein / das muß vor gesotten/wol abgeschäumt und hernach hinein gegossen seyn / ssvielmanmeynt/ daßder Essigsauer genug sey / oderdaß er in die hineingegossene Materi arbeiten möge: ^(dann/ würdeman zuvielgiessen aufeinmal/soverdürb ^ergar) also mag man ihn nach und nach mit gesottenemWein oder Bier anfüllen/ und allzeit kosten vorher/ob er genug sauer sey; wann er nun einmal steNiegenbleibt/ bohret man oben am Boden ausbeeden Seitenein Loch / damit er Lufft habe / den Spund aber odenmuß mit einem Stein zugedeckt werden / auch soll manhaben ein Rühr Holtz/ das biß aufden Grund reicher/damit rühret man ihn taglich z. oder viermal/ unddeckts wieder zu; auch kan man Saüertaig mit gegos-senem Pfeffer gemenget/ soviel als eineWoffe Faust/ttem/einen Löffel voll Hönig hinein thun/so wird er ehersauer. Wann das grosse Faß voll worden / so laß d>eHelffte davon wieder in ein anders gleich so grosses Faß
"ab/—