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Damit ich aber wieder zu meinem Vorsatz kehre/ sosagt man/daß der Wem leicht zu erkennen / ob Wasserdarunter sey oder nicht / wanu man Kranawethbeer/oderHoltz-Bunen in den Wem thut/ schwimmen sieoben/ so ist er gerecht/ fallen sieaber zu Boden/ so ist ergewässert ; Item nimm einen sauber-abgeschalten dür-renweissen Stab/ schmier ihn mitOel/wisch darnachdas Oel wieder ab/und stoß es in den Wein,und zeuches wieder heraus/wann Wasser unter den Wein ist/ sowerden Wasier-Tropffen daran hängen
Odermmm einen Strohhalm/ oder Schmelckenvon Heu/bestreich ihn mit Baum-Oel / schwing dasOel wieder davon/und steck es mitten in denWein hater Wasser/so hangen die Waster-Tropssen daran.
l'-inars ioi 54. rathet/ man soll eine bittere Mandelhinein/legen/ schwimmet sie/so sey der Wein gerecht/sinckt sie aber zu Boden/so sey er gewassert.
Oder hitz Oel in einer Pfannen / geuß es in denWein/zischt und springt es/so ist Wasser dabey/ ist ergerecht/ so hört man kein Geprassel.
Item/ nimm einen saubern neuen Bad-Schwam-men/bestreich ihn mit Oel/hang ihn ins Faß zum Bailhinein/geht er unter/so ist der Wein gewässert.
Item leg ein Ey in den Wein/ schwimmt es / so ist ergut/ sinckt es/ so ist er verfälscht.
Das beste Mittel davor ist/ wann man den Wemwol rühren lässt/ so setzt sich das Wasser / wegen seinernatürlichen Schwere/ aufden Grund / da mag man,dann einer Spann hoch vom untern Boden den Weinoder Most ablassen.
Ztem/nimm grosse Bimsen aus den Wassern oderTeichen/zeuch die äussere Haut herab/ dorre das Marck
De6 Adelichen Land-uno Feld - Lebens
gar wol/ Hangs in den Wein / so zeugt es das Wassetan sich/ und wird der Wein gerecht.
Oder nimm die grossen Wurtzen von den weissei,Mosblumen/die in den Wassern stehen/zeuch die obereHaut herab/ laß sie wol dürr und trocken werden/leg siedann in den Wein/ so ziehet sie das Wasser an sich.
Wann aber der Most mit Wasser wäre gemengt/oder durch vielRegen wäre verringert worden/soll man! stcacks nach der Vergierung/ den Wein in eine andere"Bodingablajsen/so sinckt das Wasser an den Boden/daß man denguten Wein gar subtil abschöpften mag.
^1. Oanie! 8ckwemcru8. weiland krotcllvrzu M,dorff/ meldet in seinen Oclitiis ?j^lico-kistlicmgticisParte 12. in der 15. Aufgab / wie Wasser vom Wem zuscheiden/ folgendes: Geuß in ein lähr Glas Wasserund Wein untereinander / dunck alsdann ein sauberwüllencs Band in ein Wasser / daß es durch und durchnaß werde/ laß es mit dem einen Ende bis aufden Bv-den(allwo sich das Wasser proper nstursicm ^rz.
meistentheils setzet)des Glases einsencken/dochdaß das gröste und mehreste Ende vom wüllenen Tüch-lein aus dem Glas herab in ein ticffer-stchendGcschir:-lein abhänge/so wird das Band das Wasser alles ausdem Glas in das Geschirr ziehen / und also der Weingereiniget werden.
Wer aber den wässerigen geringen Wein nicht willablassen/der nehme ein Loth Ingwer/ soviel Zimmelund Nägelein aufeinenVierling/ stoß es untereinan-der / thue es in ein Sacklein auf den Boden desWeins durch einen angehängten saubern Kißlingstein/und gieß einenTheil starckenBrandlwein darzu/sowuder Wohlgeschmack und starck.
Lä?. Xl^Vl.
Auserlesene Künste/ den Wein zu verbessern.
^Jmm ein Viertel Gewürtz-Nagelem / oderAmehr/ darnach das Faß groß ist/stoß sie gröb-. - Glicht zu Pulver / thue es in ein remes weissesSacklein/legs meinen Malvasier oder Brandtwem/thue es hernach miteinander in den Wein/ den du ver-bessern willt/ laß ihn 8. Tage also stehen.
Item nimm Baldrian-und Benedicten-Wurtz/hängs in den Wein / so kriegt er einen guten Ge-schmack.
Item wann der Most gieret/so thu ein wenigHopf-fen in ein Säcklein/Hängs m das Faß/so wird er schön/und wird nicht leichtlich zähe.
Oder häng ungedroschene Gersten mit den Aehrenin einem leinen Tüchlein in das Faß/ so wird der Weingut und wolgcschmack.
Item/ soll man den Preß-Most in ein grosses Faßgiessen/und sich setzen/ hernach aber abziehen lassen/ da-mit das Gcläger aufdem Boden bleibe/darum muß eseiner Spannen hoch oder mehr ober dem Boden an-gezäpsst werden/ diesen soll man durch Häßlene Spängiessen/in zwey oder mehr Faß/ davon wird der Weingereiniget/ und von aller Unsauberkeit entledigt; mitdiesem Wein kan man viel andere Faß gut ma-chen/ es behält den Wein in aller seiner Krafft undStärcke.
Den Vernacer zumachen/muß man denvonderPresse laussenden Most durch einen dreyfachen SackvonweisscmMüller-Tuch/ zwey oder dreymal durch-laussen lassen in ein Faß/so ist er süß/wie ein Vernacer.
Theils nehmen nur einen Sack/ lassen aber denPreß Most desto öffter durchlaussen / will man vielhaben/ muß man mehr Sacke haben / sie in Leiternaufhängen/Bodingenund Schässer untersetzen/ undalso durch die Sacke den Most lausten lassen; er lasssich aber nicht lang halten^ und muß den Winter durch/je eher je besser/ ausgetruncken werden / sonst wird ersauer.
Zu koio^na sagt l'ansrg ioi. 64. sey der Brauch/daß man um Weyhnachten aus allenFässern einGlas-lein voll hebt/und solches zween Tag auf dem Faß mdem Glas stehen läsier/hält er die Farb/so hat er weiter
nichts vonnöthen/änderter aber solä)e/so istzu förchten/
daß er aus künsstigen Sommer alsoseyn werde / dahermit ihm wegzutragen.
Die Spanier thun in ihren Wein ein leinener-Büncklein voll Baumwoll/so groß als ein Haselnuß/darinnen etliche Gran Bisam und Ambra sind; Oder/so man in einen Most ein sauber leinen Säcklein müBasiliemKraut hanget/sosoll er einen edlen Gcschmactdavon überkommen.
Item