Bicwtm Buchs < ljM Theil/Wein^Garten.
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bis du es mitderHand kaum leiden kanst/würdest duaber ein wenig im Rühren umkehren / und auf die an-dere Seiten rühren ? würde es nichts von semer Kältevertieren/ wo du es aber vorhin thätest / würde es vielnachlassen; wann man/nach dem Gebrauch/dis Was-ser siedet/ bis es ausdünstet / so kan man den Saliterwieder haben; daserne man einen Löffel voll aus dasPflaster geust/ und es gestehet / so ists genug gesotten;doch ist zum Kühlen ( wie c sräanus meldet) das rechteLyß besser.
Wann man einen heurigen Wein machen will/ daßer einem vierdigen amGeschniackgleich sey: Nimm vonbittern Mandeln und KieMolum jedes ein Untz / süssesHoltz und Lavendelblühe jedes ein Quintel/ ^ locs Kpa-tic-e 2. Untzen/ stoß alles untereinander / thus in ein lei-nen Sacklein/ und Hangs in den Wein.
Man kan auch guten gerechten Wein erkenne»,wann man ein frisches Ey 24. Stund hinein hängt/undsolches schön weiß bleibet und nicht schwach wird.
Des Weins eigentliche Art/ oder aus waserley !n.Zi--aicnt!en er gemacht sey/zu erkennen/ ist am bestemwann er PLr Oiüiliarioncm c^ebilo moclo ausgelostwird; dann/wann man den köstlichen Wein / der auchin den besten und berühmtesten Gebürgen gewachsenist /ioi viret und lcpsriret /wird sichs zeigen/daß der ge-ringste Theil davon ein rechter purer/gesunder und heil-samer ^pnitus Vini und Wem-Geistseyn wird / dasübrige grösteTheil aber/wird nichts anders als ein stin-kendes Alaun-und Schweffel-Wasser seyn/dessenGe-ruch ( Wie ^leclulla Oiki-lätoria in ^rolczomcni« II,redet) die Nase schwerlich wird vertragen kön-nen; Ztem/ es wird sich darinnen sehen und merckenlassen ein Tartarisches Saltz/welches der Natur Feindund zuwider ist/und solche kxcrcmcnts gibt die t->cps-rstio und Auflösung genugsam an den Tag / darumer auch gesunde Leute indasPodagra / Zipperlein/Hüfft-Wehe/in die Colica und Bauch-Reissen/ in denStein und andere schwere Kranckhetten/( so er etwanvom überbliebenen 8-,iin>rrv hinein / und rührs aber- ^ einelangeZeit oder überflüssig mit Mißbrauch genos-mal/endlich auch thu den Überrest gar hinein/und ruhrs sen wird) werssen kan.
Zu wissen/ob Wasser unter dem Wein sey/und wie ibtn zu helssen.
l^inai/aüzeit ein wenig/ kosten. Man soll den Meincsch einschencken/macht er denn Schaum/ der baldvergehet/so ist er gerecht/stehet aber der Schaum langdarauf/so ist er unbeständig und wandelbar.
Item / nimm von dem Gelager ein wenig in einenneuen Hafen/Verdecks wol/ daß es nicht Lusst habe/laß es also drey Tage stehen / darnach öffne es / undriech darzu/hat es einen guten Geruch/ so besteht derWein. ,
Man mag ihn auch wol am Einschencken erkennen;wann sich das Ringlein in der Mitte zusammen fügt/ soists ein guter Wein; wo es sich aber nur im aussernMg oderUmkrayß voneinander lässet/ so ist es nichtcm gutes Zeichen,
Wann der Wein springt / und resch ist am Ein-schencken/ so ist er gut / wo er aber still und Fadenhaft-lig wie Oel oder Honig fleusst/so ist er zähe; Lebzelten/Nüß oder was gejaltzen und gewürtzt ist / soll man/(wann man Wein kosten will) nicht essen/besser istscm wenig Suppen/ aber ungewürtzet/ gessen / und nuretliche Bröcklein Brods daraus genossen.
Man muß den Kost-Wein auch nicht stracks garaustrincken/sondern über Nacht oderlangcr in einemGläslein verdeckt stehen lassen / verändert er die Färbnicht/so ist er zu loben/wird erabertrüb/ röthlicht/oderauch ungeschmack/ so mag man sich darfür hüten.
caräani Kunft-Stücklein denWein zu kühlen/wannman keinEyß hat/davon er i-ib. iz, 6c Sulfit. 501.401.aedencket / muß ich auch hier beysetzen: Thue in ioo.Pfund frisches Bronnen-Wassers 20. oder 25. PfundLzlis nitri oder Saliter/theil dieses in drey Theil ab/von diesem gieß zwey Theil unter das Wasser/und stoßes oder reib und rühr es mit einem höltzernen Stösse!/erstlich gemach/nachmals etwas starcler/ und wanndie Kalte zunimmt/muß mans auf das geschwindesterühren/ doch allzeit aus eine Seiten / auch mag mansmir einem Finger zum öfftcrn probiren / und wannsaufdem höchsten Grad erkaltet ist/ so thu dieHelsste
Js Capitel ist mehr den Fürwitzigen zu Gefal-len/ als derNothdurfft halber/ weil es mehr inder Speculation, als in der Erfahrung beste-het/ allhier beygefügt worden; wiewol es des-halben nicht so gar unnützlich/ daß dem / welcher Weinkaussen will/ einige Nachricht gegeben wird/ wessen ersich seines Kauffs halber zu bedencken/ und wann der-gleichen Mischung nur nichtgar zu grob/daß derWein-Geschmack und die Spiritus Vini vcZitzbilcs nicht garüberladen und verderbt werden/so muß man fünffe (wiedas Sprüchwort lautet) lassen gerade seyn.
Ich habe in der Schlesien von einem glaubwürdi-gen ehrlichen Mann gehört/ daß zu seiner Zeit in Breß-lau ein Wein-Handler ein Faß trefflichen UngerisckenOedenburger-Weins verkauften wollen/der/wegen sei-ner grossen Starckeund rauhen geistigen Geschmacks/viel Koster/ aber keinen Kauffmann gefunden/ daraufhabe er ihn(aus eines andern besser abgeführte n Freun-
I- TheU.
des Rath) wieder hinweg geführt/ dasselbe Faß ab-gelassen / und in zwey kleinere abgezogen / und jedes miteinem guten Eymer Wasser aus der Oder wieder ge-füllt/ ein paar Tage stehenlassen / und den dritten wie-der zn Marckt gebracht / da habe der Wein ohne Ver-zug/weil eL lieber u. angenehmer geschienen/Kauff Leutegesunden/ und fty theurer als voxher aufs Geld ge-bracht worden.
Es heist freylich wol: Munclus vult 6cc,pi, undist der Qullus so unterschiedlich / daß jenen mißfäl-/let/ was diesem beliebig / und der andere verwirfftwas der erste lobet. Also sind viel starcke geistigerauhe Wein / die nicht allein das Wasser wol lei-den/ sondern sich auch davon bessern ; wann manaber dieses auf alle Zp^liciren sollte oder dörNe /würden die Weinschencken vfftermahls mehr Was-ser/ (so ohne dis nicht gar aussen bleibt) als Weinverkauften.
Sss
Damit