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Th. 1 (1716)
Entstehung
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500
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Des Adeltchrn Land - und Feld -Lebens

so wird das Oel austropffen; wolt es solches nichtthun/muß man dieBlater in ein laues Wasser hencken/so wirds desto eher zu Oel/ die Mater muß aber gutseyn / daß nichts durchgehe / sonst gieng es ins Wasser/And müste MM hernach das Wasser von dem Oel her-

ab dWliren / so langsainer zugien^ / und wann es zuscharffwolte nachgehen/müste man aushören/ so bliebdas Oel im gläsernen Kolben. Viel andere schöne Sa-chen von Weinstein besihe in <^onracii Kunraths Kle.

6uI>Ä Oikillaloris klc^icä.

XZ.I.

Guten Wein im Herbst zu machell.

As beyden Lateinern übliche Sprichwort: l)i-l wer/4. Loch Zimmet/und etliche Pfersichkörner zestos-wiciium saätl <jui bcns ccspil babet: Wer! sen darein/laß alles acht Tage darinnen ligen/darnachwohl anfangt / hat halb geendt / hat auch all-! lautere den Brandwein herab/ und gieß in ein jegliches

Faß nach deinem Gefallen.

hier zurLeesens-Zeit nicht unbillich seinen Platz; dann/wie nn Mensch/aus dem envas rechtschaffenes-werdensoll/in ersterIugeiid darzu muß angehalten werden;Also wer edle und köstliche Wein haben will / muß sie/weil sie noch Moste sind/ darzu anleiten.

Die Wein süsse und starck zu behalten/ist das gewis-seste/ daß man die Möst eine Spann oder mehr hochlasset lahr liegen^/ so müssen sie untersich gieren/ und be-halten alle Krastt in sich / nachmals aber muß er baldabgezogen werden.

Andere nehmen 4. oder 5. süsse Aepffel/schneiden sol-che entzwey / und werssens in den gierenden Most/ undthun diß öffter als einmal; man kans an einen Spchetanfassen/ und wann der Most aufgehöret hat zu gieren/kan mans wieder heraus thun; so doch von etlichen ver-sucht/ und kein sonderlicher Lff-Q davon gespühretworden.

Item/wann der Wein im Gieren ist / da er be-ginnet abzunehmen/ und nicht mehr so starck aufschwel-let/ doch noch warm ist / so geuß Most darein / der erstvon der Presse kommt / und darzu sauber gestoßenenWeinsteins ein wenig/nach Beduncken/ und laß ihnuntereinmider gieren / hat er sich gesetzt / so wiederhole

Etliche / wann sie den Wein nicht wollen gieren las-sen/und/ wie obgemeldt/ die Faß etwas lahr lassen/giessen im Gieren 1. Maß oder mehr/ drey-oder vier-mal/ abgezogenen Brandwein darzu/ auf einem lan-gen Bretlein/ so mitten ein wenig hohl ist/daß derBrandwein sacht in den Most obenher komme/ undnlcht gewaltsam hinab falle / so macht er den Most un-ter sich gieren.

Andere nehmen ein LothZimmetrmden/ item Nä-gelein / langen Pfeffer und Zucker / jedes 1. Loth/ auchsoviel Enzian/und ein wenig Schwefel/ stossens ineinem Mörser/ thuns in ein Säcklein also warm in denMost / verbailen ihn/ und lassen das Faß vier Wochenruhen.,

Item man hängt ein frisches Stuck Speck in einemreinen Sacklein in das Faß / und vermacht das Bail/lässet nur ein Zapflein in einem Lufft-Loch / so man biß-weilen öffnet.

Theils nehmen ein Loth Anis / zwey Loth Zucker/! ein Loth Enzian / stossens und warmens in einer Pfan-nen ein wenig/thuns in einem Säcklein in den Wein/

unteremMwer gieren / ym er M,, , ,v

diß abermal/ und dieses viermal/ und laß das Faß nicht verspunden das Faß / und lasscns also vier Wochen^ lit»^ liegen.

übergehen/so wird der Wein gut und starck/ darzu lieb-lich und dauerhafftig.

Most ein gantzes Jahr süß zu behalten: Nimm einbereit und zugencht Faß / ungefehr von fünffEymer/darein thue ein Drittheilgme geschnittene FränckischeWeinbeere / ein Drittheil rein ausgeschlagene Wein- .kern/und anderthalb Körbe voll gute grosse Nosm/undfülle darnach darauf das Faß mit einem guten Kelter- ^

Most / laß es zusammen gähren/ so hast du em gutenWein.

Item/ sieden Beyfuß-Wurtzel mit zw ey Maßen gu-ten Wein / und thun / nach Belieben / Gewürtz darzu/giessen es warn» in den Most / soll vor alle Gebrechengut seyn. Diese aber sind die besten Wein/ die von Na-tur/und nicht nach Kunst/ lieblich/ dauerhafftig und ge-

Jtem / wann der Wein im Herbst vergoren hat / sonimm eine Maß Malvasier/sieds in einem Kesselem mit2. Loth gestoßenen Zimmetrinden / und gieß es heißdarein / verbail es / und laß es 4. Wochen also liegen/hernach nimm ein halb Pfund Zuckers und 2. Maßsüssen Weins / seuds untereinander/ Zieß es ins Faß/verspunde es / und laß es abermal vier Wochenliegen.

Jcem: Nimm den besten Brandwein / thue einenBierding Galgant / z. L oth Nägelein / 4. Loth Ing-

Item im Herbst / so bald der Most von der Presse indie Faß gethan wird / nimm zu einem Eymer drey LothweissesSenff-Mehl/item ein halb Loth Wißmuth oderMarcasit/ (wird bey den Materialisten gefunden) daskan man in einemMörser klein wieMehl stossen/und her-nach unter dasSenff-Mehl mischen/alles in einSchaffgethan / ein wenig Most daran gössen/ mit einer Handabgegriffen / daß es wie ein Suppen wird / undgantzkein Knöperlein verbleibe / alsdann ins Faß unter denMost gegossen / mit einem Weinstecken nur ein weniggerühret / darauf das Faß mit Msst gar zugefüllt/ undletzlich gar mit einer Mas; Wassers/darauf eine Handvoll Saltz/ und also zugebailt/ den andern Tage wiederaufgemacht / mit frischem Wasser wieder zugefüllt/m d

also