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Deö Adcltchcn Landend Feld Lebens
Ackerbau diese Materi weitläufftiger ausgeführt seyn/daher will ich hier nur mir wenigem vermelden/ daß einsorgfaltigerHauswirih seine Gründe wol erwegen soll/vb sie das rechtmäßige Temperament an sich haben /ob sie zu viel Leim/ oder zu viel Sand haben/ weil eines! und das Gdere zu den Reben undienlich; daher kan! man eines'mit dem andern also vermengen/ daß siecinailder die Waage halten/und also der Grund wederzu fest noch zu marb werde/ weil in gar zu starckemGrunde die Wurtzen sich nicht ausbreiten mögen /daher die Weinstocke auch nichtWachsen können: Ini gar zu sandigem lückern Boden aber/ kan so wol des, Winters Frost/als der Sonnen Hitz die Wurtzen be-^ rühren/und damit verderben/welches durch geschlachtemirtelmässige Vermischung verhütet/ einem und demandernRachgeschafft / auchalleArbeit dardurch er-leichtert und befördert wird.
Und ob schon der Grund des Weingebürges für sich
selbstengut ist/tragt er sich doch Endlich aus/daß er mattund unkräftng wird / daher die Beyfügung einer frem-den frischen Erden/sonderlich wann sie vom Gassenkohtzusamm-gehaufftenWasen/ oder sonst lang nicht ge-brauchter doch wol abgelegener Erde/Hinein geschüttet/und mit dem Grund vermischet ist/ weil der Mist aus-rauchtund endlich-vsporui/ derfremde Grund aber/wann er frisch ist / ungeändert verbleibt/ und sich nichtselbst wie die Dung verzehret/also auch den Rebenfürträglicher kst ; soiji auch derHoltz-Mist/ und wasvon faulem Laub - Blattern und Holtz herkommt; vviallen aber / wann man schwachen selten Grund habenkan/der besser ist als allerMist/ sonderlich wann er andürre/ hohe und hitzigeOngenommen/ und wol mitdem Grund einverleibet wird/ an welchem warhassligkeine Unkosten zu ersparen / weil alles durch die Ertra,gung reichlich wieder abgestattet/ und der Weinbergaufviel Jahr gebessert wird.
xxxvili.
Speis-Wem/ und was zu verkansseu/ wie damit umzugehen.
Er Zweck und die End - Ursach aller Wirth-schaffts-Sachen und Bemühungen im Bau-'werckist/ daß man sich und die Seinigen da-von versorgen / und den Überrest zu Geld machenmöge; daher auch dieses ein Hauswirth bey seinemWeingewachs in Obacht zu halten/1. sie sauber undrein zu verwahren / 2. und den Unterscheid seinerWein wol zu kennen. Was das erste anlangt / soller sich befleissigen / daß die Fässer / darein er gegossenwird / wol ausgesäubert/ mit Einschlägen und gutenGeruch vorbereitet/ wol und starck abgebunden/ auchwöchentlich zwey oder wenigst einmal gewischt/ gefülltund besehen seyen / ob etwann an einem und dem an-dern etwas mangelhafftes türfiele / solchem alsbald ^mit gehörigem Rath zu begegnen / und dardurch meh-rerm Schaden vorzukommen. Zum andern soll erseiner Wein Beschaffenheit eigentlich erkennen / wasstarck oder schwach/ was picquanr, simer und lieblich/was gern und was ungerne bleibet/ weil etliche Grün-de sind/ deren Gewächse das Alterthum nicht ertra-genkönnen / Färb oder Geschmack verlieren/ etlicheaber / die beständig und unverändert eines und dasandere versprechen / ja wol mit den Jahren besser/starcker und angenehmer werden.
Da muß nun ein guterHauswirth nicht der Speis-meister zu Cana in Gallilcea seyn/ der vermeynet/ jedergebe erstlich den besten/ und letzlich den geringsten/ son-dern das Widerspiel hierinnen practiciren / und dasschlechtere voran verspeisen/oder aufseineSchenck-undWuchs-Hauser (wann es bräuchig) verlegen undausleutgeben laßen. Alle Wein insgemein empfan-gen so wol in großer übermässlger Hme/ als in grimmi-ger Kalte/wie auch zuZeit/wann der kürtzeste oder läng-ste Tag/oder wann Tag und Nacht gleich sind / einigeVeränderungen/ item wann starcke reissende Winde/und strenges Donnerwetter und Blitz entstehe / und jeschwächer der Wein von Geistern und Krassienist/jemehr Wirckung der verderblichen Verkehnmg ist zubesorgen/also auch im Mertzen/und wan der Weinstock
blühet/daher um solche Zeiten sie fleissig und öffters zubesuchen; soll sich auch ein Haus-Vatter nicht ver-driessen lassen/selbst monathlich zuzusehen/ ob sie sau-ber gehalten / und der lnttruüivn nach verpflegt wer-den.
Die Alten haben/ indem sie ihre Wein anzapssenwollen/mancherley Betrachtungen des Gestirnes ge-habt/ und vermeynt/ wanns/ihnm Aberglaub en nach /nichtzu rechter Zeit vorgenommen würde/ der Wcinsolte nicht bis auf den letzten Tropffen gut bleiben/wiesie sonst/ wanns rechtgeschehen/ verhofft haben.
So haben auch etliche einen ausgesonderten gewis-sen Tage in der Wochen/ darinnen sie alle Keller-Ar-beit anstellen / und meynen/ es gerathe sonsten nichtwol; wann dieses nun / was das Wischen und Füllenbetrifft / allein derOrdnung halbergeschicht/und keinAberglauben mit unterläufst/ so geht es schon hin / undmag Jassiren; wann man aber ihm einbilden wolte /es müsst also seyn / würde man sich lächerlich und ver-ächtlich machen/ weil die Tagwählerey im Christen-thum verbotten / im gemeinen Leben aber gewisse Ver-sicheruug eines geringen Verstandes gibt; daher zudergleichen machen die Nothwendigkeit oder derWil-le eines HauslMers der Antrieb ist/darnach erf'richten kan.
Was picquante röhrige Wein sind/ taugen für denSommer / sie in der Hitze zu trincken/ weil sie denKopss nicht belastigen/ die guten krafftigern gehören fürden Winter/den Magen destobesser zu stärcken.Wannman einen Wcin leutgebet und aufthun will / soll manzuvor ein Brod über den Spund legen / so kan demWein nichts schaden; sonsten findet man neidige Nach-barn/ auch wol andere / wann sie sehen / daß jemandsWein vor den ihrigen behend aus - und abgehet/undgeholet wird/ so lassen sie desselben Weins auch holen /5und giessen ihn dort und dahin / an wüste unsaubereOrt/ so wird der Wein von freyen Stücken trüb undungeschmack/ als gieng er auf der Neige/ wann aberein Brod auffden Spund gelegt ist/ so ist der Wem
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