Vlerdten Buchs Erster Theil/ Wein-Garten.
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Vom Düngen.
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Zu solchen kalten leimichten und feuchtn: Grün-den nun/ muß der Pferd - gedrauchtwewen / dernoch nicht viel verfault ist/ dann er wird des GrundesKälte erwärmen und austrockne!!/ daß er subtiler undmürber wird ; wo gar fandichter Boden ist/ der ausMangel der Fettigkeit nicht gemig mit einander verei-nigt/die Feuchtigkeit zwar gern und bald annimmt/aber bald wieder verdünstet/ daher auch vonder Son-nen Strahlen bey heissen Sommer-Tagen belästigetwird / mujj man diese Ort bey feuchtem schon anwe-senden / oder doch bald »erhoffenden Regenwetttrumhauen / und mit guten fetten wolverfaulten Küh-oder Schaf-Mist/ der keine Hitz mehr in sich hat/ woldüngen.
Hen Böckler sagt: An dem Gebürge des Rhein-stroms / insonderheit bey Bacharach/ um St. Goar
Jel sind der Meynung / daßesdenWemstö-cken darum besser sey/ mit keiner Dünge sieznbeschweren/ weil des Mistes ungesunder Ge-ruch auch den Trauben und folgendö dem Weinmitgetheilt und einverleibet seys; ja Her: kligßoriuzschreibet / daß Oerter gefunden werden / dä dasMisten der Reben/ durch öffentliches ^sncZstverbot-ten/damit der Wein nicht verbösert/ sondern desto bes-ser verkaufst werden könne; mich bedünckt aber dieseMeynung allzufürsichtig/ dann gleichermaßen/ wieman kein Bedencken tragt / Endten / IndianischeHühner und Pfauen nichts desto weniger zu essen/undauf die vornehmen Tafeln zu bringen/ ob sie wol Krot-ten/ Frösthe/ Schlangen / Blindschleich und derglei-chen Ungeziefer fressen ; will nichr sagen/ was einSchwein für unflätiger gräßlicher Kost genießet / dan-noch mit Verlangen aufgekaufft und verspeiset wird :! undPoppart/ wo viel Schiferstein sind / werden dieAlso zieht zwar die Erden des Mistes Fettigkeit in sich/ Weinberge von dem kleinen Geschiff der Schifersteinund theilt solchen der Weinstöcke Wurtzen/ doch schon beschüttet/ da dann nicht allein der Rebstock dardurchelwas verwandelt/ gleichermaßen mit/in der Wurden gedunget / sonder.; auch durch die Sonnen die Steinaber wird er abermal subtiler distillirt/also daß sie al- erhitzet/ die Trauben desto bälder kochen und zeitiglein dem Gewächse seinen Vorschub geben/ die Frucht machen.
aber/ die aus dem edelsten uud besten Sasst der Reben Noch bester aber ist das zusammgehausste undsormirt werden / dennoch keinen andern Geschmack abgelegene Gassen-Koth/ sonderlich an hohen hitzi-annehmen / a!s sie von Natur an sich selbst haben. ^ gen Orten / da der Mist mehr verbrennet als erqui-Doch soll dieses alles mit geziemender Bescheiden- cket^Jtem Schaf-Böcke-und Geiß-Hörner/ undheit geschehen/ sonderlich daß der Mist im Dungen die Sohlen oder Horn vom Rindvieh und Schaafen;nicht hart an die Wurtzen/sondern etwas weiterdavon aber alle Reben-Dung wird besser im Neumondenhinum gelegt und mitErden wieder wol bedeckt sey/daß verrichtet / weil sie also eher faulet/und zur Erdener keine Wurtzen amWeinstock berühre; also muß man verwandelt wird / also auch seine Wtrckung eher lei-nicht allein Mist insgemein/ sondern allein den wolge- stenmag.
faulten und abgelegenen nehmen ; der Tauben - wie Die Zeit ist die bequemste im Herbst / weil nichtauch Hühner-Mist ist in denWeinstocken am bequem- allein über Winter dem Stock eine Warme dar-sten/ wanner nur gepulvert auf den Boden dünn ge- durch zugeflösset wird/sondern er kan aufkommendensäet/ und nachmalen mit der Hauen eingeleibt wird. Frühling hernach desto besser seinen LffeÄ zeigen/ wieSo scbadet auch nichts/wann man verdortt/erstock- wol diesesfalis unterschiedene Meynungen sind/ de-tes oder erfaultes Heu/ das man fönst nirgends brau- ren jeder nach Beiiebung oder Lands-Gebrauch einerchenkan/ alfo auch die Sagefpäne von den Zimmer-! und der andern sich bedienen mag; also ist disfals Ge-legen / sonderlich die man bey den Sage-Mühlen auf- witter und Grundes Beschaffenheit und dieErfahrung
gehaben/ die alten Staub-Haussen vom eingefallenenGebäu/ als Sand und Kalch zusammen vermisst.
Nach demGeflügel-Mist/wie gedacht/ist derSchaf-und Ziegen-Mist am besten/ der/wo man grosseScha-fereyen hat/ wolzu bekommen / wann man nur destoreichlicher streuen läßet; nächst diesem ist der Kühe-Mist; der Pferd-Mist ist zu hitzig/ ausser wo garkalteund feuchte Gründe seynd.
zu Nach zu ziehen ; Hen kiigZvrius meynet/es seygnug / wann man von drey zu drey Jahren dünge /oder die Weinberge in drey Abtheilungen unterschei-de / und jährlich nur einen mit Mist belege / und istbester schlecht gedunget und wol gearbeitet/ als bey fet-ter Dünge den Rucken spahren/ weil die Ermanglungdes Mistes / durch fieissigeö Hauen und Bauen wolkan ersetzet wer den.
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Wie die Erde mit bessern? Grunde zu erquicken.
^Jcht allein darum / weil derMist nicht allent-^halben zu bekommen / als an Orten / wo viel^Weinwachs und wenig Traydbau ist; son-dern auch weil es demWeingebürg nützerund ergebigerist/auch die Frucht Zweiffels ohne daher gesunder/ habeich'chier von dieser Art reden wollen/ die zwar auch den
1. THeil.
altenRömern nicht unbekannt gewesen ist/daß man desWeinberges Erden mit fremder Erden beschütte/ undgleichsam wieder verjünge; und setzt Her: kKsZoriuz,daß es auch zu jetziger Zeit nützlich gebraucht / und aberso geheim gehalten werde / daß sie es niemand offenba-ren wollen. Run wird zwar im siebenden Buch von
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