Des AdeiichenLaüd- und Feld-Lebens.
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voll davon wird/ hernach mitSpanWenWeinänlü^len/ und al^o iin Keiler stehen lassen.
W>e man allerhand Kräuter-Wein geschwind ma-chen könne/schreibt Heu Harsdörffer im dritten ^0-
mn Oclili^ir. Lc PZA. A. 28
folgcnderG.'stalt: Man nimmt dreyMaß guten gerech-ten Wein/ davon distilliret man eine Maß/ solche giestman über ein Kraut/Las man haben will/und lässet es' 4. Tage stehen/ darnach distilirt man ihn noch einmal/so we der. etliche wenige Tropffen/den man unter einenandern Wein mijchcn kan/ dieser Kräuter-Wein wirdlieblicherals der gemeine; Oder mm Roßmarin/Wer-muth / ^alve und dergleichen/ gieß ein wenig Brand-
w;in daran / laß ee über Nacht stehen/ druck hernach jden Safft heraus/und geuß ihn in den Wein.
Einem Reysenden/ wann er durch einen Ort muß/wo kein guter Wein zu finden/schreibt <^uiiiLimu«(Zra.t -irolus diesen Vortheil für : Er soll ein weiß Brod,warm/wanns aus dem Ofen kommen/ würfflicht zer-schneiden/also warmer in Malvasier/ oder andern gu-ten Wein einweichen/zudecken/ und wanns kaltwor-den/wieder austrockenen und wie zuBiscotten machen:wann mansbrauchen will/ wirffnnan ein Stückleinoder mehr davon m frisches Wasser / so wird es zer-gehen/ und dem Wasser einen Wein - Geschmack ma-chen.
xxxui.
Miscateller-Weichsel-Schlehen- Kütten-und Biind-Wein
zu machen.
Uscatell-Wein <nach Grafen v^Lehr) zu ! Wie der Kutten - Wein ohne Wein und Mostsmachen: Nimm die blühende Gipffel von Ba- bereitet wird / sollte für blllich vermeldet werden;silien/oder das gedönte Kraur/emen Theil / weilen aber 1.>b. paZ. zzo. die gründliche Be-Holder - Blüh^auch gedörrt 2. Theil / gestosse-i schreibung enthalten / ist solches hier als ein 8u.nenCoriander,Saamen z.Theil/ in ein leinen Sack- peikuum unberühret worden. Kan dannenherodie'.ein ae'han/uno mitten ins Faß gehenckt/und lo-Tage rechte Bereitung/sambt allen Umständen/im angezo-darmnen gelassen/daß interim der Wein unangezäpstt genen Ort / dienen. Wie aber mit Ausetzung desverbleibe /nach lo- Tagen nimmt man das^?ackel wie- Weines ein componirter Kutten-Wein anzustel-!)cr heraus ; wann es im Herbst geschiehet/ daß der len seye / dene man zu einem angenehmen Trunck ge-Wein darüberjieren kan/ist esnoch besser. brauchen kan/ssiget mit mehrerern ausfolgende
Zum Weichsel-Wein kan man folgende Kugeln Art.bereiten :Man nimmt wolzeitige Weichsel»/und ohn-
gefehr den sechsten Theil schwache Kirschen darunter / Sonst wird der Kutten-Wein also gemacht: Manlasst sie in einem Ofen überselchen/daß sie nicht gar dün schneidet die Kürten Spallen-weije/ füllet ein Faßleinwerden/stössr sie hernach in einen Mörsel gar wol / und halb voll an/ und giest neuen Wem darüber/ lässt ihnnachdem derWeichsel viel seynd/mischet mandarmuer vier Wochen als» stehen/ und rrinckt hernach davon/Nagelem /Zimmet/Muscat-Blühe grobltchr zei stossen; und füllt eine Zeitlang nach,aus diesen Weichsel« nun/ kan man mit den Händen
Kugeln machen / eines Eyes groß/aus ein Bru legen / Oder: Nimm zu einem Eymer Wein einen Hutund meinem abgekühltenOfengartrocknen/aber nicht voll Kütten/ schählesie/thu dieSchelffen auf ein Br<tverbrennen/ darnach kan man sie in euu Schachtelan in den Back-Ofen/ oder sonst in einen warmen Ofen/einem trockenen Ort behalten ; will man nun einen laß sie wol selchen/aber daß sie nicht braun werden/oderguten Weichsel -Wein haben/ soll man im Leesen diese verbrennen/thu die Schelssen gantz warm/wie sie au<Kugeln zerbrechen/ in ein Faßlein chun/ und frischen dem Ofen kommen/ in das Faß; die geschälten Kütlen-starckenMost darausgiessen/und damit lassen verjieren; ^ Aepssel muß man spalten / Kern und Butzen davon/man kan ihm auch / wann man will/ einen Weichsel-! und das ander auch in das Faß thun / zwey oder dreyWein davonmachen / so man guten vierdigen Wein Tage alles im Saß einmal aufgerührt/hernach das Faß
^ / lind alsü ackt stelln
daraufgiest.
Von Schlehen/die wol zeitig sind/ kan man auchdergleichen Kugeln und Wein zubereiten ; den gutenW ichsel- Sasst aber zum abgiessen/ d.r gut bleibtübers Jahr/macht man also'.Nimm 4. Maß zeitige ab-geröhrelte Weichsel/stosse sie in einem steinernen/ oderandern Mörser/thu dann daruntur 4. Loch Zimmet/>. Quimel Naaelein/fein gröblich! ierstossen/und dar-unter vermischt/ laßes zwey Stunde verdeckt stehen/bernach in einem irden Geschirr/ aus einem röschen/ Feuerlein/eineu Sud austhun/und abermal 2.Stunde! verdeckt stehen / dann durch ein Tuch gar wol ausge-/ druckt/und 2. Pfund Zucker darein gelegt/ drey starckeSud thun lassen/in einem ez denen Gkschn: abgekühlt/und dann ins Gläslein gefüllt/ so kan man/ wann mans will/ Weichsei-Wein haven.
wol zugefüllt/ zugebailet/ und also acht Tage stehenlassen/so wird er gut und lieblich.
ZumSchlehen-Wein nimmt manwolzeitigeSchle-hen/stösst sie mit samt den Kernen in einem Mörser /macht sie zu runden Ballen / wie 1^bcrn«monl-mu5lehret/ trocknet sie im warmen Ofen/thut sie ins Faß/und schüttet vierdigen Wein darüber/ also bekommtder Schlehen-Wein eine schöne rothe Färb und liebli-chen Geschmack/ ist dem Magen sonderlich gesund/küh-let und starcket ihn ; dienet auch für die rothe Ruhr/Blutspeyen und andere Durchflüsse.
Der Schlehen - Wein wird auch also gemacht: K.wolzeitigeSchlehen zweyWasser-Schaffvoll/laß sie ineinem Back-Ofen auf Dönbretrern überselchen/ stoß
"sie