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steben.D blcrtoä. in ^artaro-iVlastize /Uoravisec. 17.
WI. I >8. schreiben daß zu Nickeltpurg in Mähren eingrosses eychenesFaßsey/fo mehr als siebenzehen hun-dert Eyiner in sich hätt / und also das Heydelberglschegrosse Faß übertrifft.
Bleie sind der Meynung / daß zu Erhaltung desWeins das sich im Faß angelegte erhärtete Gelager o-der Wnnstem/sehr wol dienlich ist/welches zu erhalten/sie also anstellen: So bald der Wem aus ist/spunden siedas Faß »vieder wol zu/waltzen es über und über/ daßsich das Lager allenthalben anlege und erhärte/ legen dieFaß hernach an das Ort/wo sie bleiben sollen/kehren a-berdas Beul abwärts/ damit das Lager darüber sichincrutilre/und desto weniger Lufft eindringe/ dann wel-che Faß man also gantz übersJahr erhalten will/müssenallerseits wol verschlossen und in keinerLufft offen seyn;diejemgenaber/diedieFaß jährlich mit dem Wemver,kauyen/machen ihnen nicht so viel Bemühung.
Die Fässer auszubrennen/ taugen alle Saamen/Wurtzen Kräuter/Blumen Früchte/Gummi/und der-gleichen/die einen guten Geruch haben / die muß manlang im Wasser sieden und also heiß in die Faß giessen/und sie(nach zugemachtemBeul) wolumwaltzen lassen/damit das Faß allenthalben durchgangen werde / manlasst es darinnen / bis es erkaltet/darnach wirds gleichabgelassen/und kan man(unerwartet bis es austrockne)den Wein gleich hinein füllen/ darzubrauchtman Roß-marin/Fenchel/Veyelwurtz/Lorbeer-Blätter/ und der-gleichen.Wann man bisweilen / im reichen Leesen/ ausNoth auch alte Faß gebrauchen muß/von deren Güteman nicht versichert/nimmt man ein wenig mit Wasservermischten Most/thut etwas Saltz/ cli kocca,und ein wenig neuen Kalchstein darunter/ und brennetsaus; dis macht auch den miechtienden übelriechendenGeschmack verlieren/und erhält Faß und Wein; beyuns in Oesterreich ist der Einschlag von Schwefel undGewürtz' zu allem diesem nützlich und nothwendig.
Beö Apelichen Lands und Feld-Lebens
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Wilt du ein Faß zurichten/ darinn der Wein nie kä-nicht oder roth werde/so zerlaß Schweffel/so viel du be-darffst/in einem Wcidling/l»>er einer Glut zwey odcrdreymal / und lösch ihn auch so offt in Wasser ab / sowird er gereinigt; darnach nimm weisse wolgedörrteVeyelwurtz und weißen Weyrauch jedes beson-ders klein gestossen/gefäht und gcmischt/dis Pulver be-halt in einem Schächtelein wohl vermacht / darnachnimmHäßlene Späne/so du brauchen »M/jeden au-derthalb Spann lang/und zwey Fingerbreit/zerlaß denSchwefel/und ziehe die Späne dardurch/ und weil derSchwefelan den Spänen noch warmist/ so sprengeobvermeldtes Pulver darauf auf beyden Seiten.
Wilt du nun damit ein Faß bereiten / so kehre dasFaß untersich/ und zünde die Späne einen nach demandern an/ und halt ihn in das Faß/ so lang bis er ver-brennet/ darnach nimm den audern / und hernach auchden dritten/ das Faß aber verstopffnach dem Rauchenwol/ daß kein Dunst heraus mag ; also kan man im! Herbst alle Faß bereiten / so bleibt der Wemund gut/ verliert die Farbe nicht / wird nicht känicht/bleibt allzeit licht und srifch/ und wird weder weich nochzähe/ man führe ihn über Land/ oder Hß ihn liegen.
In LampZniZ wie l'kom. öiirlk»!inus I). clc ?c-
rctzi-inztionc!Vicckc2 schreibet/ richten sie die Faß vonKirschbäumen-Holtz zu/darinnen der eingefüllte Wemeinen Kerfthen-Geschmack bekommet.
Vor dem Leesen aber sollen alle Faß rein geputzt undmitWaffer angefüllt werden/ damit man sehen kan/vbsie halten oder nicht/daß sie auch desto eher verschwelten/und den Wein hernach desto besser halten mögen; alsolasst man das Wasser darinnen stehen / bis zum Leesen/ausser wann es lang währet/ muß das Wasser (ausBeysorg es möchte stincken) mit einem frischen abge-wechselt seyn/darnach wird ihnen der Einschlag gege-ben/und wie oben vermeldt/ brenntmansieaus/ und! füllt hernach den Most darein»
xxiv.
Vom Keller.
Eil von den Kellern und ihrer Beschaffenheitim ersten Buch Meldung geschehen / will ichhier allein dis gedencken/ was vor dem Leesendabey in Obacht zunehmen ; man soll sie wohl undreinlich auskehren / und von allen Unlust und Unsau-berkeit entledig en lassen / damit nichts drinn sey/ davonder Wein einigen bösen Geschmack (wie bald geschie-het) an sich ziehen könne.
Im Sommer müssen alle Oeffnungen vor der Son-nen Schein verwahrt seyn/man kan die Fenster mit fri-schen grünenWasen belegen/und diefe bisweilen be-sessen/ und wann sie dürr sind/ wieder frische abwechs-le» ; im Winter soll man der übermässigen Kälte gleich-falls wehren/ und die Thüren mit Stroh belegen / dieFenster müssen also gerichtet seyn / daß man sie/ nachErforderung der Winde und des Gewitters/verschlies-sen und öffnen möge / damit weder übrige Hitz nochKalte nicht Schaden bringe.
DieKeller-Thüren/welche stehen gegenWesten und
Norden/ sind die besten; item ein Fenster oder 2. sollman aus- oder zuthun/zur Zeit/wann es Hitz oder Kältewegen vonnöthen seyn wird; wenn esDonnert und bli-tzet/soll man die Fenster nicht offen lassen / auch wannderOst.Wind wähet; in der Kalte soll man keineKohl-Feuer hinein machen/dann der Kohlen Dawpff undRauch schlagt in die Faß/davon der Wein bcudanzickwird: Daß der Donner und Blitz dem Wein undBier in dem Keller grossen Schaden bringet/ wissengute fleissige Haus-Wirth allwol / w«l er sie am Ge>schmack und Farbe verändert; darum etliche nicht al-lein bey kommendem Ungewitter die Keller-Fenster undThüren wol verwahren/sondern auch aus die Faß legenein eysern Blech/ Saltz und Kißlingsteine; wo es aberauch geschehen wäre/muß man/ nach i-cvim 1 -.-mm,Rath/Iib, 2. 6«: vccult. Ü-Iirac.csjz 48- denWeiNalsbald in ein frisches Faß ablassen/vorher aber wohlumrühren/ darnach mit dem i)cco<^w foiioi^um Sa-turcj», Lorbeer/ Hasel-Nüsse/Myrthen/ zch-' men