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Dee Adelichen LanO-und Feld-Lebeiis
ftn/ ohne/daß sie den Krancken und schtvangern Wei,bern/nach Gelegenheiteine Trauben oder 2 geben dörf-!fen/wie auch an etlichenOtten den müden mattenWan- >dersleuten/wann sie darum bitten: Diese Leur? bedörf- ^
Septembers / werden einige Weingart-Hüter bestellt/die mit Rohren/Wein-Messern (damit sie werffen undhauen können)bewaffnet/ihre fleissige Aufsicht/biß nachdem Ableesen/Haben müssen/die bauen ihnen nun/an er-höheten, gelegenen Orten/Hütten/ darinnen sie das fen gewißeiner guten Obsicht/ sie verwehren zwar an-Wein-Gebürg übersehen mögen / oder wann selbiges j dorn das stehlen/ selbst aber stehlen sie so viel/ daß sieeben ist / richten sie etliche Klaffter-hohe Baume auf/ manchen in seinem Wein-Gebürge nicht .geringendurchbohren sie Schuh-we^und legen starcke höltzerne ! Schaden thun.
Spmssel ein/an denen sie ab-und aufsteigen können;biß-! Daher hatein Haus-Vaüer/ so wol ausdie Wein-weilen machen sie oben ein Wagen-Rad fest / und eine Hüter/ais anch aufdie Weinzierl/ in einemund andernStroh-Hütte darauf / daß sie darinnen weit umsehen/ wol Acht zu geben/daß er selbst unverdrossen/wann dasund/ wo sie etwas mercken/ abstellen können; sie hahen Wein-Gebürg nahe/ihnen nachsehe/bißweilenmitlisti-auch die Freyheit/so sie einen oder den andern/ der ohne ger Anstellung und Sulzornstion/ eines und des andernErlcmbnus Trauben brechen will/ertappen/ daß sie ihn ^ Treu und Fleißprüfe und erfahxe/ und / nach Befund/pfänden / und er sichgebührlich ablösen muß; sie sollen wissen möge/wessen er sich gegen jederman/ m begeben-auch sonsten niemanden Trauben geben / oder verkauf- den Fällen und GelegenHetten^uversehen.
XXK.
Vorbereitung zum Leesen.
Tliche Hauer undWcinzierl geben gute?lchtung ten/Schaffern/Reiffen/ Banden unddergleichen/ivolaufdie zween letzten Tage des Monats Suzuki, vorzusehen/daß die Presse/samt allem Geschin/rein ge-undaufdie zween ersten des Lcptcmbriz dann säubert/die Keller wol ausgeräumt und ausgeputzt/umaus demGewitter derselbigen 4.^ °
äge/urcheilen sie vom ! alles Unsaubere beyseits geschasset werden möge.Herbst und Wein; Item / wann um Pfingsten reiffe Weil aber sehr viel an den Geschirren gelegen/darein
- . die Wein erstlich geschüttet sind/indem einen bösen oder
guten Geschmack darinnen an sich ziehen / daß sie nicht
Erdbeer gefunden werden / so wird dasselbe Jahr einguter Wein.
So grosse Mühund Obsicht nun der ganhe Wein-Bau in sich begreifst/ so grosse Vorsorg ist auch vonnö-then/daß der vonGOtt gnadig bescherteSeegen/zu eig-nen und desNachstenGenuß undNutzen recht und woleingebracht werde; und sind alle andere Wirthschaffts«Einkomen/leichtlich durch einen Anwalt oder Verwal-ter zu erhebsmdieses aber ist ohne Betrug undSchadenhart zu hoffen/weil die Aufsicht sich so weit erstreckt/daßsich ein guter Haus-Vatter nie so wol eines Fremden/als seines eignen Fleisses versichern kan/zudem ihrervie-le von demleckerhafftenFürwihalseignemUnverstandund Unfieiß verleitet werden: Diesem aber vorzukomen/
unrein/schimmlich/vvnMäusen und andernUnrath/bösenGestanckvon sich geden/kan man sie/gleich nach demvorhin eingebrachten Leesen/ sauber ausgewaschen undgetrocknet/ an einen lüfftigen/ saubern/verjperttenOrteinschlicssen/damit sie wederRatzen/Ungeziefer nvchGe-fiügel/ mögen verunreinigen/ und obwol Mäuse/ undvergleiche/ hart zu verwehren/kan man doch diesem vor-kommen/daß sie nicht etwan (wann sie hineinfallen)gardarinnen verrecken/ und mit ihrem Aas das Geschinanstäncken und anstecken;man kan inxzrossen tiefen Bo-dingenundGeschin/eineLatte nach derZwerch/mit demeinen Ort unten/und dem andern oben/einlegen/damit
kan man einen guten edlen Tranck auf ein gantzesHahr sie daselbst ihren Ausgang wieder finden/und nicht dar,
vorbereitemund ist die erste Sorge die beste und grosse; innen verderben mögen: und ist zu solcher Zeit nicht ge,
wie dann bey allenHösenund vornehmen Land-Gerich- nug/dieft Wein Gefchir: von allen bösen Gestanck ent-
ten/der Gebrauch/ daß auf etliche Wochen Wein ke- ledigen/sie müssen auchinit gutem Geruch/ als mit Thy-
ri'en ertheilt werden/ damit alle Herzschafften selbsten zu mian/Quendel/Gpica/ Lavendel/ Roßmarin/ Salve/
denJhrigen reisen/undin diesem so hochnöthigenStuck und dergleichen OecoÄis. ausgebrennt werden/ davo«
nicht verhindert werden / welche meistentheils von Mi- Mfe Geschin einen guten Geschmack/ biß zu künff-chaeli an/biß Martini wahrem Daher hat sich vorherein fleissiger Haus-Wirth mit Fassen/Bodingen/But-
tigen Leesen/übers Jahr/wol und guterhalten»
c>?. xxni.
Von den Fässern.
Je Fasser / so aus eychenen Höltz gemacht sind/'halt man für die tauglichsten/wie sie auch in die-sen unsern Landen am üblichstenzdamit aber hatsich ein guter Haus-Wirth/ sonderlich,wo eingutes Leesen zu hoffen/ beyzeiten vorzusehen/ und besser/'er habe Überfluß / als Abgang, weil er mit jenem seinenNeben-Christen dienen/ mit diesem aber ihm selbst scha-den kan.
Es kommt bißweilen / daß die Faß von Holtz ge, ^macht werden/ wie eine porolam kiatcriam haben/ da-durch der Wem / als t^lrch kleine Schweiß-Löchlem/durchschlagt / und man nicht geschwind ein anders Faßhatten Wem gar abzuziehen; da ist nichts bessers/ alsman nehme gemeine Kreiden / überfahre denselbenschweißenden Ort starck/ schmier darnach zerlassen Jn-schlet darauf/dann wieder Kreiden undJnschlet/umge-
wech-