Druckschrift 
Th. 1 (1716)
Entstehung
Seite
479
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Wein - Hüter.

<»> -v-Innss y?>!!nnz«, feu muz^ msla» 5 Zuarclsr.sagtX/ der Spanier:

^ Zu schönen Maqdlein und söffen Trauben

Gibt man ohn Aufsicht kein Erlauben.Dieweil nun die Weinbeer eine liebliche/ köstlicheFruchtsind/alswerdenihnenauchnichtalleinvonbösen

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Leuten/ sondern auch von Sichren / Raben/ Kraym/Aglastern/Füchsen/ Hunden/Dachsen/ sonderlich wil-den Schweinen/sehr nachgestellt; also seinen Schadenzu verhüten / und anderer Untreuund Muthwillen zubegegnen/so bald die Weinbeer anfangen weich zu wer-den/ zu Ende des August-Monats/ oder Anfang des

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Vterote» Bnchö Eri

Stöcke auöwechseln und wieder mit guten Gattungmbesetzen/die verdorbenen ausgraben/iind wiederguteandie Stellebringen/jahrlich eine gewisse Anzahl DatzÜn-geschneiden lassen/ sonderlich/ wann daöalteHoltz wolabgezeitigt hat / so nicht alle Aahr geschicht/ desto mehrmachen/die/wann sie einwurlzen/auch aufandereJahrezuin Untersetzen sehr wol taugen/das An-und Abziehenzu gehöriger Zeit thun / nichts anders in die Weinberg/es habe Namen/wie es wolle/selbst bauen/ oder andernzu bauen gestatten / die gebrochene Wein-Sttcken zu-sammen legen/nichts wegnehmen ohne Vorbewust desHerm/oder das geringsteveruntreuen wollen..

Wo sie nicht bey ihrem Dienst allzeit bestandig zubleiben / werden sie an den meisten Orten auf Michaelibestellt/ daß sie nicht ehe ihr Urlaub nehmenkönnen/ alsübers Jahr/wann derMost im Faß ist; ist aber besser/daß sie allzeit bleiben/ und kommt dem Herzn und sieleichter an/wann sie alleWeinberge und dieHauer/undArt/ Weise und Zeit/ wie und wann jedes zu thun/ ken-nenundwissen / da ein neuer in einem und andern offtLehrgeld geben muß/ ihm selbst sowol/als den Hauern/offt vergebliche Bemühung/und demHenn damitVer-druß und Unluft verursachet/ indem nicht wenig MM

erThe il/Wem-Garten. 47 9

gelegen/wann das Schneiden/Hauen/ Dungen/ Mu-ben/und alle andere Arbeiten/zu rechter gelegener Zeit/weder zu früh noch zu spat/gefthehen/daß sie ehe zu leesennicht anfangen lassen / es seyen dann die Weinbeer cmaller Start reif und wolabgezeitigt/ daß alle Vorberei-tungen darzu recht bestellet/ alle Geschir:/ Faß/ Bedin-gen und Preß-Zeug reinlich und sauber ausgeputzt/unddas Leesen und Pressen recht und gebührlich verrichtetseyqonderlich vor dem Leesen 14. Tage ohngefehr/soll erdie Weinberge durchgehen / alle Stöcke besehen / und/wo er unfruchtbare und nicht gute Gattungen-tragen-de antrifft/dieselben auszeichnen/damit sie hernach weg-und andere an ihre Stelle mögen geschafft werden; siemüssen auch allenBau-Zeug/als Hauen/Karsten/ undwas man sonst bedarff/selbst aufihrenUnkosten schaffen/und sie besehen lassen / damit die Hauen nicht zu kurtzsind/ sondern die rechte Langehaben; so soll er auch inacht nehmen/daß dasHauen und andere schwereWein-gart-Arbeit/die Hauer nicht durch Weiber verrichten/sondern selbst thun/ drüber wird dem Weinzierl von je-dem Viertel absonderlich/ oder aberüberhauptein ge-wisses Geld und Getrayd /an chmnOrttnehr/ an dM.aMmwenigerLeMben,