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Drttes Buch/Hauß-Muttcr
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^rdie^aiscrkeit und Hals -Wehe:Nmm ein neu- alle Morgen einen guten grossen Löffel voll mit ZuckeraeÄe^y/chue dasWeljsc heraus/laß allein denDot- vermischet zu trinckcn / es wird bald wieder frisch undMesmi, Span.ftl'mW-m /
ney entwehnen/ es werden nur schwache siechende Leutedaraus.
Sind sie verstopfft/streicht man Butter auff ein blau
darein mag/ laßes am Feuer warm werden / rührsum/ und tnncks aus/ hilfft jung und altei: Leuten.
Vor alle Krätze und Aussah: Man nehme einen gu-ten Puschen von Wintergrin /darzu z Schnecken dieman ißet/ mitsamt den Hauslein und allengestossen/und in einem Seidel ungewaschenen Butter gesotten/und sich gefalbet/ist bewahrt.
Vor das Keuchen derKinder eine Latwerg:^. Bor-ragos-Zucker/blau Veyelzucker/jedesi. Loth/geriebenePerlen/ rothe Corallen/ eychene Mistel/ jedes 6. Gran/Zucker-Candi i. Loth/ und z. Blattlein sein Gold/ allesvermischt/ und mit blauen Veyel-Safft angemacht/das soll man den Kindern des Tages etlich mal ein-streichen.
Wann sich dieKinder klagen/und man aus gewissenAnzeigungen die Blattern besorget/ soll man ihnen gutePerlen eingeben/ darnach eines alt ist/ 5. oder?, mandarffsie nicht zerflossen/ man gibts ihnen in einer Ger-sten oderSüpplein.
Wann ein Kind inwendig einen Mangel hat/undnicht zunehmen wül/so sammle vor der Sonnen Aus-gang spitzigen Wegricht/ stoß ihn und preß den Safftheraus/luß ihn in einemHäselein verdeckt sieden/bis un-gefehr der dritte Theil eingesotten/ davon gib dem Kind
Pappier/und legts aufden Nabel.Sind sie durci.s. llig/schmieret man ihnen den Magen mit Mastix oderWermuth-Oel/ und löscht ihnen in der Milch zu ihremKoch etlich Kohlen ab/ seyhets hernach wieder.
Für das Brechen gibt man ihnen die gepulvertenHautlein aus der Hühner Mägen/ und pulvert ihnendrey Spenling-Kern / und Ms ihnen im Koch ein.
l). kricicricus Hoffmann in seiner ?karmscopszkicäico.ckymica sagt:Wann man einen gzünenLaub-Frosch ineinemOfendörtt/ pulversirt/und einem neu-gebohrnen Kind/ ehe es noch etwas anders gegessen/ ei-nen kleinen Messerspitz in der Mutter-Milch / oder an-dern Frauen-Milch eingibt / so soll es die Frayß niebekommen.
Die Zapffen von welschen Nüssen im abnehmendenMonden gesammlet/gedörtt und gepulvert/ drey Mes-ser spitzlein davon einem neugebohrnen Kind mit einwenig Zucker in Lindenblühe - Wasser eingegeben/ sollein gutes prselervzti v vor die Frayß seyn ; mankanauch unter diß Pulver etliche Gold, Blatlein reiben.
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Allerley Ungeziefer zu vertreiben.
B ich zwar das meiste / was einer Christlichen,.fleissigenHaus Mutter zu wissen vonnötheu /—> so kurtz als möglich gewesen / in diesem Buchangezeigt / sind doch noch viel Sachen übrig / die hierzugehören/also daß nicht zu hoffen/was grossen Fleiß manauch gebrauche / daß ein Werckin der Haus-Wirth«schafft so vollkömlich heraus kommen sollte/ dem nichtsermangelte. Unter andern ist auch ein Haus-Mutter> nicht zu verdencken/wann sie Mittel suche't/sich vor demim Haus sich ereigenden Ungeziefer;u verwahren undzu versichern / als hab ich solches zu Ende dieses Buchsmit wenigen anführen wollen.
Als wider die Flöhe/der Weiber und KinderHaupt-Feinde / soll man Saturey zerstossen / und mit Wasserins Gemach streuen; Item nimm Coriander-Kraut5 zwey'Theil/Holderblätter/Wermuth jedes ein Theil/laß es sieden/und besprühe das Gemach damit/so ster-ben sie alle. I'skernsmui'.tänus foi 400.sagt: Es seykeine gewissere Kunst/ Flöhe und Wantzen zu vertrei-ben/ als das Gemach mit Wasser begiessen/ darinn fri-sche Rautenblätter und Zweiglein geweicht worden /oder man magsolcheZweiglein in dieZimmerundBett-stette streueu ; Item Attich-Blätter im Wasser überNacht geweicht oder gesotten / und damit die Wändeund Kammer begossen/ vertreiben Mucken und Flohe;es fliehen auch die Mäuse davor. Oder Flöhe-Krautdes Nachts m die Kammer gelegt/ und des Morgenswieder ausgekehrt. Item Erlen - Laub frühe/ weil esnoch voller Thau ist/genommen / und also gebraucht.Der Safft vom Pilsenkraut vertreibet Flöhe undLäus/welches an Hundenofft versucht worden/ denn sie ge-
schwind herab fallen / sagt ^abcmTmontan.kol. 470.!Nimm Wermuth einen guten Theil / und die innereAbschnitt von der Pferde Hufen/welche die Schmiedeheraus schneiden/wann sie einPferd beschlagen wollen/siede diefe ^>tück beede in halb Laugen und halb Was-ser/stoß dein Hemmet hinein/und trockne es in der Luffr/laß es anderer gestalt ungewaschen/ so kommt kein Laus ^hinein;istein altesLandsknecht-Kxpcrimcut. LuccusLslenciulX capili inunKus Icntes inlerkctt, Lc pilorumsb kis corrolioncm prokibct.
Die Wurtzen oder Wiesenrauten in Lau-gen gesotten/und das Haupt gezwagen/tödtetLäuseund Niesse; diß thut auch das Lummi oder Hartz vonEpheu/dieHembder mit Wermuth-Wasser bestrichen/verhütet die Läuse; oder grün Coriander-Kraut imWasser gesotten / und die Kleider damit benetzt ;JtemRauten mit Baum-Oelzerflossen und durchgedruckt/tödtet Laus und Niesse; das thut auch Jsop mit Oel/zerstossen; oder Tamarisken zu Aschen verbrannt/eineLauge darausgemacht/ und das Haupt damit gewa-schen.
Gelssen und Wantzen aus den Zimmern baldzu vertreiben: Mache daselbst einen Rauch von öäeiio.Myrchen und Schwefel/ so sterben sie/ oder fliehen da-von ; Oder mache wider die Wantzen einen Rauchvon Kühe-Mist/ so fliehen sie;Oder nimm Wermuth/Rauten/Baum-Oel und Wasser/ sied alles/ bis dasWasserversotten/ seyhe das Oel herab / und mische,so viel Schmeer darunter / als es zur Salben tauglich jist / salbe die Runsen und Klüffte der Bettstätte da-mit. i
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