lOeo Sittlichen Land- und Feld-LcbenS
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ttclmvnt. schreibt 6e Ol lu ^ccjicin» sul./76. daßdas Quecksilber ins Wasser gelegt/und das Wasser denWurm-lüchtigen lindem zu trincken gegeben / aueWuune vertreibe/ und wird noch kräfftiger/wann mandas Wasser hat einmal mit dem Quecksilber sieden las-sen. 5ic(.jagter) unics uncia arZc^l, vi vi, miiljes potc-lir mcnlu».im scjus inkccre, sttamcn permancrc inponclcrs Äc pro^ricl-jl^ priliina.
FürdieWürmderKmder sagt sul. c«sar Lzriceliiin t^torl zenic. >1 t^ol. < z. sey nichts bessers/ als daß manin Bronnen-Wasser einige ^röpfflemVitriol Oel ode:Schwefel-Oel fallen lasse/daß das Wasser ein wenigsaurlccht werde/ davon kan man sie nach Belieben trin-cken lassen/fty von trefflicher Wirckung.
lciem iot. 9-. meldet / daß in den Kmds-Blottern/die Masen zu verhüten/ nichts bessers sey/ als taglich 2.mahl mit emer Federn süssesMandel-Oel aufzustrei-chen/ bis sie abdorren/ er habe es selbst offt probirt/ sieze tigen und heilen aus.
Item für die Wurme soll fürtresslich seyn/wie ärno-clll!><ic: Viiiü Ni>vü bezeuget/ vonPortulaca-Samnen' eine halbe Orgckma in Milch eingenommen.
Die guteUnterwachs-Salben mach also ; Nimmungewaschenen Butter/ Lapaunen-Schmaltz / Gans-und Hennen-Scymaltz/ altes Schmeer/ ungesaltzenenSpeck/jedes einen Vterding/laß es in einer Pfannenkühl zergehen/und seyhe es durch/darnach thue eine guteHand voll ausgewaschenesTrayd/und zweyHand vollweisse Lilien Kiel/darzu/hack alles klem/mmm 4.Hauptweisse/und vierHaupt rothe Zwiebel/brat sie gar weich/druck den Sasst aus / und rhue diese Stück in die ge-siegene Faisten/ und eines Ey groß klein geschabeneVe-nedische Seissen/laß alles em wenig sieden / und über-kühlen/alsdann soll mans in einen Tiegel giessen/z Lös,sel voll blau Veyel-Oel/z. Löffel voll Baum-Oel/auchz.Bohnen groß Campher / einer Bohnen groß Wey,rauch/ 2.Bohnen groß rothe Myrrhen / klein zerstössen/und z. Spitzen guten / und z. Messerspitzen wildenSaffran darein rühren / bis sie gestehet.
Wann die Kinder unterwachfen und hart um dieRieben sind / daß man ihnen solche nicht untergreiffenkan /undziehen durch die Rieben /auch sich der Bauchüber dem Hertz-Grüblem blähet/sonderlich/wann siedarzu husten/so sind sie völlig unterwachsen; dafür ge-brauchet man die erst-geschriebene Salben. Oder mansoll ihnen etliche Morgen nacheinander Hanff-Milch zutrincken geben/ darum in einem Tüchlein gebunden et-liche Saffran-Blühe hangen/daß sie ein wenig gelb da-von wird; Item soll man mit Hechten-und Hühner-Schnmlk die Rieben salben/ im abnehmenden Mon-den /drey Tag nacheinander/und acht Tage darauf fey-ren; oder gib ihnen nach dem Bad Schlüsselblumen-Wasser zu trincken.
Wann ein Kind voll um die Brust ist / soll man eingrosses Zwiebel-Haupt ein wenig ausholen/ und mitZucker-Candt und z.Saffran-Blühen füllen / darnachden Zwiebel braten/und wann er gar weich wird/ in ei-nem Mörser zerstoßen/ und eines Eyes groß Hennen-Schmaltz darunter lassen/auch zwey Löffel voll Baum-Oel/darnach in einem Pfannlein erhitzen lassen / abernicht sieden/so wird ein Sälblein daraus / damit sollma»i das Kind um die Brust/und zwischen den Schul-tern schmieren/ es ledigt gewaltig ab.
Daß die Kinder die Zähne nicht so hart ankommen/soll man einen Hahn in Bereitschafft haben/und sobalddas Kind gebohren/dem Hahn den Kamm abschneiden/und dem Kind also blutig die Bullen sein wol reiben -Item man soll ihnen alle Tag das Maul/ und sonderlichdie Zahnbüllen/ mit einem nassen Tüchlein ihres Urinswijchen.
Ein Clystier für junge Kinder vom v. Hoffmann :Ein wenig ^amillen/Majoran/oder Gundreben/ oderSt.Johanns-Kraut in Geiß Milch; Oder Gersten-Schleim gesotten/die Helffte eines halben Seidels qe-nommen / und mit einem Quinrel Rhabarbara mitGundreben- und Schlüsselblumen-Safft vermischt/auch ein wenig Camillen/ oder Dillen/oder S-Iohan-nes-Oelgenommen/und in rechter Warme sppiicirtWann man wissen will / ob ein Kind unterwachsenist oder nicht / so nimm des Kindes rechtes Händlcinund linct es Füßlein hinterwärts zusammen/langt es zu-sammen/ so ist das Kind nicht i-nterwachsen / wo abernicht/ so ist es unterwachsen/so nimm ein weisses Zwie-belhaupt/hol ihn oben ein wenig aus/ leg hinein weissenZucker-Candi/gar einwenig Gasser z. gute und dreywilde Saffran-Blühe/ brat den Zwiebel/ und gib demKmd ein wenig Safft davon/mit dem andernschmiersim Abnehmen des Mondes.
Den Kindern für das Reisten: k-c. ein Seidel ro«then Wein/z.Löffelvoll Hönig/ 5. Löffel voll Baumöhl/laß es untereinander sieden/ daß man den Wein nichtmehr spühret/unterdiesesOelzauß eine Schafwoll fein
klein/ laß es ein wenig darinnen sieden/ legs warm aufden Nabel. Wann ein Kind das Reissen oder dieDarmgicht hat/so nehmt Kiomo-^ica-Kraut/machtszuPulver/ und gebt davon dem Kind etlichemal ein we«mg in Mayenblümlein-Wasser zu trincken / so wirdsbald eine Linderung empfinden.
Den Kindern für alle Scbmertzen und Kranckheitenim Leib: Macht ein Mehl-Koch von einer Küh-war-men Milch/machts mit Saffran ziemlich gelb/streichts! auf ein Tuch/und legts dem Kind ziemlich warm überdas Bäuchlein/ es nimmt alle Kranckheir hinweg
Ein gesotten Wasser für Kinder in derRuhr: Nimmei ne halbe Muscatnuß / und so schwer Zimmetstupp / foviel rockene Kleyen / als ihr mit drey Fingern fassenmögt/denDotter von einemEy/rührt alles feinunte:ein-ander/daß es ein Taiglein wird/ macht daraus Zeltlein/ohngefehr eines Groschen breit/bachtsaufeinemheis-sen Herd/alsdann nehmt zu einem Seidel Wasser einZeltlein/ lassts wol darinn sieden/ und wieder abkühlen/davon lasst das Kind trincken
Wann die Kinder eine böse Färb haben / daß manglaubt/sie haben Würme: Schabe einen Rettich / oderreib ihn an einem Ribeysen/ druck den Safft aus/zuckerihn/ und gib dem Kinde nüchtern ein gutes Trüncklemdavon/ laß es eine Stund darauf fasten / das thu dreyMorgen nacheinander.
Für die Frayßein bewahrtes Stuck/ einem altenMenschen z. Tropffen/und einem Kind einen TropssenMilch von einer Stutten eingegeben.
Für die Mundfaul ; Man soll Hechten-Kien jamtden Z ähnen pulvern/sieben/darnach ein wenig davon inRosen-Hönig rühren/und dem Kind das Maul inwen,dig/ wo es offen/und sonderlich die Büllen wol damit^ reiben und salben.
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