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Th. 1 (1716)
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449
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Drittes Buch/Hauö-Mutter.

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grossen seyn/ und weil man im Winter die Regenwür-me nicht haben kan/so mag man sie also schössen imBaum -Oel behalten/daß sie nicht stinckend werden.

Folgen etliche Sachen/die verhüten/ daß die'Kin-der /mit der Hülste GOttes/die Frayß nicht bekommen/dis ist gar ein bewährtes Pulver: v^imm Ungarischesgefeiltes Gold/ Perlen/Elendsklauen/ Corallen/ eyche-ne Mistel/Pöonien-Kern/ eins soviel als des andern/rein gepulvert und vermischt/dann/ sobald es nach derGeburt seyn kan/ anderthalb Gran dem Kind imsüflenMandel-Oel eingegeben; Oder sur arme Leut/ nimmtman die langen Zapffenvon den welschen Nuß-Bäu-men/ wann sie im Frühling blühen / die soll man im ab-nehmenden Monden sammlen zwischen zweyen Papie-ren dörren/und zu Pulver machen/und davon den Km«dern/y.Tage nach der Geburt / alle Morgen drey kleineMesserspitz voll/mit eines Hanffkörnleinsgroß gerech-ten Mithridat eingeben/ ist gewtß gar ein gutes Mittel/auch vor das Blähen und Grimmen nützlich.

Mehr ein anders/ so man gleich im <rAn Bad denKindern gibt, zu Verhütung der Frayß: Man nimmtdrey V ögelein aus neugelegten Eyern auseinmal/gibtsihnen im Badwasser ein / und thut solches drey Tagenacheinander.

Wann die Kinder/wie offt geschiehet/ zur Frayß vonNatur geneigt sind/ soll man ihnen folgendes Pulver/alle 14. Tage oder wenigst alle Monat eingeben: kcc.einHirsch-Creutz/und so schwer als dasselbe ist/Einhorngebranntes Hirschhorn 1 Loth / rothe Corallen und ey-chene Mistel -ms 1. Quintel / Elendsklaue ein halbesQuintlem/Päonien Korner ein halbes Loth/ Lavendel-Blumen ein Quintel/ Perlen ein halbes Loth/so schwerals diese Stuck alle sind, nimm Pöonien-Wurtzen/vonden einfachen alles gepulvert und vermischt/ davon denKindern/nachdem sie alt sind/einen Messerspitz odermehr in Lindenbiühe- Wasser eingegeben.

DasPflaster/ wie es die Frauen in den Kindbettenbrauchen/ledigt alles böses ab/ lasst nicht verstopfst wer-den/und lasst kein Masen am Bauch: Man soll in ei-nem Capaunen-Slunaltz zweyEyer bachen/und durchein Tüchlein wo! ausdrücken/dasselbe Schmaltz aus einMelissen- oder Beyfuß-Wasser giessen / und so langwaschen/bis es Schneeweiß wird/vondiesemSchmaltzsoll man/eines guten Gans-Ey groß/nehmen/und dar-zu Vmedische Seissen 2.Loth/Hirschen-Jnschlet einesEyes groß/weiß Lllien/biau Veyel/Beysuß Camillen-Oel/jedes einen guten Lösjel/des an der Sonnen aus-getropfften Himmelbrand-Oels i. Löffel voll/ Mutter-Nagelein/ Muscatbliche / rothe Myrrhen / jedes einO.uintel/tvilden Saffran/was man zwischen z.Fingernfassen kan/rechten Sassran ungerieben/gar ein weniggeflossenen und ungefaheten Kümmel 1. Loth / so vielweissesWachs/alsvielvonnöthen/daß es ein Pflasterwird / daß man kan auf ein subtiles Jrhenes Leder aus-streichen/ das Wachs muß erstlich fein kühl zergehen/hernach die Faisten und Oel darein gethan/ und zer-schleichen lassen/darnach die andern Stück klein zerflos-sen darein gerührt/und zur Nothdurfft behalten / wannmans aufstreicht/ muß das Leder so groß als derBauchseyn/und ein Löchlein haben / wo der Nabel heraus ge-het/ man muß es zwölss Stunde nach der Nieder-kunsst fein warm auffegen / und mit einer Fäschen! binden l assen/und 4.Wochenlaug trag en; man m uß

aber dieses Pflaster täglich einmal übersitnchen / ?mdwieder warin überlegen/es wird sonst c-ar knvlllcht.

Em herrliches Wasser vor die Flusse und Blähun-gen/auch zutMutter/vor und nach derGeburt: i<cc>derbesten Nägelein und Muscatnüß/ die wol öltcht snid/Muscatbtühe/jedes Loth/ Cordamöme!/der bestenIngwer/jedes 1. Loth/Cvriander / sv über Nacht imEssig gebaist ist und wieder abgetrocknet/Ams und Fen-chel'Soamen sns cin halb Loth/ gleichfalls also gebaistund zugerichtet/ Rosen-Zucker z. Loth / I äro-war. Kui.aus derApothecken 2.Loth/al!es fein gröblicktzerschnitten und zerstossen/in ein Glas gethan / 2. Maßdes besten Weins oder Malvasiers darauf aeschuttet/wol vermacht/z. Tag an einem laulichten Ort stehenlassen/dann mit grossem Fleiß distillirt/davon alle Mor-gen einen oder meistens zwey Löffel voll genommenstärckt das Haupt und Glieder / dient für die^Ohmmacht und Schwachheit des Hertzens/ für Misse undBlähungen/ lUcisnciioiia und alle Zustande.

Wann ein Weib in harterGeburt verderbt worden/daß sie das Wasser nicht halten kan: Nimm Wvllen-kraut mit Blumen und Stängeln/Poppelkraut undWurtzen/ Genscrichkrautmitden gelben Blumxn/aüeszwischen zwey Frauen Tägen gesammlet / von jedemz. gute Händevoll / zerhack oder zerschneid sie unterem«ander/sieds eine halbe Stund im Wasser/verkleib aberden Hasen/daß kein Dampssdavon kan / darnach setzden Hasen in einen Leibstuhl/mach ihn auf/ und setz dieFrau darauf/ daß ihr der Dunst fein in den Leib gehe/eine Stund lang/ das soll sie alle Tag zweymal thun/wann die gedachten Kräuter sechsmal gebraucht wor-den/kan man frische Kräuter nehmen / und allemahl/wann sie sich gebähet hat/soll sie sich niederlegen/und dieWasser-Röhren gar wol mit einem wilden Katzen-schwantz schmieren/ und desPulvers von den Eyerscha-len/daräus junge Hühner gefallen sind/ eines Quintelsschwer in Aespenlaub-Wasser einnehmen/das thu solang bis es hufft; Oder nimm die Häutlein aus deninwendigen Hühner-Magen/dörrs und machs zu Pul«ver/und nimm alle Tag drey O.uintlcin schwer/auf ein-mal im Jssop-Wafler/brauchs vier Wochen und sv dues haben kanst/so iß so offt als möglich es zu bekommenist/gekochtes Hasen-Hirn/ es heilet den Blasen Scha-den trefflich; Oder nimm Balsamkraut / machs zuPulver / nimm Hühner < Faisten und wild Katzen-schmaltz/eines so viel als des andern/laß es zergehen/und rühr das Pulver hinein / daß es wie eine Salbenwird/das streich aus cin gewichstes leinen Tuch / undlegs unter den Nabel/ von einer Hufft zur andern aus/daß es den vordem Leib bedecke / laß es stets liegen Tagund Nacht/ und nimm alle Abend ein neues / das thueetliche Wochen lang/bis du gesund wirst / und dasWasser halten kanst/ es heilt von Grund aus / und istbewahrt.

Oder nehmt die Blasen aus einem wildenSchwein/so ein Mutterschwein ist / und neulich gefangen wor-den/die waschtgar rein aus Wein/ macht sie fein dürr/und stossts zu einem Pulver/ nehmt auch die Kammevon den Hahnen und alten Hühnern/ macht die auchzu Pulver/nehmt dieses und des Schweinblasen-Pul-vers gleich viel / nehmt auch der kleinen Pimpenell-Wurtzen/ die macht auch zu Pulver/ und nehmt halb soviel des Pulvers von den Wurtzen / als de ssen das vonLll der