44O Des Adelichen
Rauchen für die Frauen / so gern Kinder hätten:Man ne^me Dort/ ist ein Unkraut/ das unter demKorn wachst/Weyrauch/ Myrrhen und Saffran/undräuchere sich fein unten hinauf/ vor dem Schlaffen,gehen.
Für die Mutter-Schmertzen/schneid an einem rocke-nenBrod von der oberenRinden eine runde SchnittenBrod oben herab/dieselbe gebahet/undguter Brandt-wein daraufgespritzt/ auch Enzian-Pulver daraufge-streuet/dann/so warm es zu erleiden/ auf den Bauch ge-legt/es benimmt den Schmertzen/man muß es aber offtthun/ und allzeit wieder mit Brandtwein netzen/ undEnzian-Pulver daraufgestreuer/ist bewährt.
Für das Hertz-Klopffen :Nimm guten Saffran/einDrittel von einem Quint/ Cainpker 10. Gerstenkernschwer/Muscat-Blüh/ Muscar-Nuß/ Calmus/ Zitt-wer/ Negelein ans anderthalb Loth/ rothen und gelbenSaudel/ jedes i. Loth/ alles gröblicht zerflossen/ und ineintaffeteöSäcklein gethan/ undmuernahet; diesesSäcklein soll man stets aus dem Hertzen tragen / undwann das Hertz-Klopffen starck will anqreiffen / wirdvonnöthenseyn/das Säck-cin mitMel.ssen-Wasser an-zu feuchten/und über das Hertz zu schlagen.
Ein gutes Wind-WassenNimm von s.frischen süs-sen Pomerantzen die Schalen/daöWeisse sauber davongeschnitten und klein gehackt / ein Händlein voll frischeLorbeer kleingestossen/ 2. Löffel- voll Anis sauber geputztund auch gestossen/alsdann ein Aechtring sehr starcken/guten Wein daran gegossen/und in einem wolvermach-ten Geschir: auf einen Ofen ^.Stunden bey derWar-mestehen lassen/ hernach fein kühl ausgebrennt / undweisserZucker-Candi darein gelegt/ so süß man ihnha-ben will; von diesem Wasser taglich einen Löffel voll ge-nommen/ diß verhütet / daß sich die Winde nicht in dieGlieder verschlagen.
Ein Pulver zu Reinigung der Mutter/ alle Mo-nat etlichemal Abends und Morgens im Wein ein-genommen: Nimm rothe Myrrhen/ Bibenellwurtz/Muscat-Blüh und frische Lorbeer/ eines so viel alsdeöandern/ zu subtilen Pulver gemacht/ und/so vielals man Saltz in ein Ev nimmt/ auf einmal eingenom-men.
Ein bewährtes Stück für das Hertz Klopffen unddie bleicheKranckhcit: Nimm Lorbeer/so viel du wiltt/und laß es also gantz in ein Laibel Brod einwircken/undlaßesrösch-braun backen/reiß das Laibel voneinander/thue dieLorbeern heraus/und was nicht dör: genug wä-re/das dön aufeinemPapier besser/stoß und sähe sie sau-ber/nimm dieses Pulvers/soviel du mit dreyen Fingernfassen kanst/ in einem Löffel/ gieß Roßmarin Wasser/und ein Tröpfflein frisch Wasser daran / und nimmsalle Morgen und Abend ein / des Morgens gehe starckdarauf/daß du schwitzest/des Nachts schwitz imBett/esHM.
Ein bewartheS Mittel/wann eineFrau zu vielfleußt:NinlmTäschel-Kraut/grün oder dön/im rothenWeingesotten/ und davon alle Abend ein Trüncklein gethan/P probirt.
Zu schwärenden Brüsten: Mach weisse Lilienwur,tzen zu Pulver / nimm trocken Meel / ein Löffel voll Hö-n»g/ ein wenig Saltz/ alles durcheinander vermischt/auf ein Pflaster gestrichen / und über die Brüstegelegt.
Land- und Feld - Lebens.
Das gure Mutter-Tranckel vor viel Zufalle: k.EmAechtring Brandtwein/ eine Halbe Mett / eine Handvoll dörre Cicori-^Wurtz/eine Hand voll/ein wenig zer-stossene Kranweth-Beer/z. Löffel voll Cubeben/4 Lothgute Zimmet. Rinden/-. Loth Negelein/z.Loth weissenZucker-Candi/ 4. Loth gutes kikalzsrbsrum, klein-ge-jchnitten/ 4. Loth Galgant/ alles gröblicht zerstossen/in !dieKandel Brandtwein, und den Meet gethan/ wolvermacht/ und in der Kühle stehen lassen/ und alle Tagewol aufgeführt/ dann alle Monat z.Tag/ wann ein«Frau ihreZeit schier haben soll/oder gehabt hat/z. Löffelvoll auf einmal / Morgens und Abends/ nacheinandergebraucht.
Tritt vor Wind und Mutter: y-.Aniö/ Kümmel/Zimet/CubebemNegelein/Lorbeer/einwenigGalgant/1.Loth Senes-Blätter/Zucker/so viel vonnöthen/allesklein gepulvert/und gar ein wenig Saffran/ davonemwenig mit Wein auf einer gebähetenSemmel-Schtlit.
ten/zur Mahlzeit gebraucht.
Wann eine Frau ihre Monats-Zeit nicht hat: Sonehme sie eine Halbe Meet/ siede Lorbeer / Beofuß undWein-Rauten/jedes ein Händle voll/darinnen/ trinckAbends und Vorgens ein Trünckleinlaulich't davon/istbewährt.
Schnecken-Pulver zum Ausstreuen in fallendenCa»tharren und Haupt-Schmertzen zu gebrauchen:Nimmeinen grossen Schnecken der zu ist/ und das Blätel nochhat/wisch ihn mit einem truckenen Tuch wol ab/dor: ihnin einem irzdenen vermachten GeschirUein/so lang/biß ersich stossen läßt/misch von Veyel/Roßmarin undMajo-ran an» eine Messer-SpitzPulver darunter/und streu«dieses Pulver ausden Wirbel und ousdie Scheitel.
^poiiinsriZ sagt.Die^cnürus zu befördern/sey gut/Anis gebraucht/vonHaselwurtzen getrunckenzitem/Bi-bergail gebraucht mit Pfeffer und Hönig-Wasser; alsoauch/Quendel im Wein gesotten undgetruncken. ^6compclccncja iVlcnliruz, sey gut/ SauerampffermitWein getruncken odergessen; item/ sich von untenaufmit Eychen-Laub bähen oder räuchern; item / Teschel-Kraut gestossen und ausdie Lenden gelegt; oder/von dergrossen Wallwurtzen im Wein getruncken; oder Mus-cat-Nuß / oder den Safft von breiten Wegricht mit ei-nem genetzten Tuch über das klembrum gelegt / und sobald es eintrocknet/wieder genetzt.
Für den weissen Fluß/die Blüh von der Heide (Ka-ries) gepulvert/ und darunter gemischt Mäusöhrleinund Dosten / in gleichem Gewicht/ und Zucker halb soviel/und als ein Tritt gebraucht.
FürdieMutter-Kranckheiten dienet Meisterwurtz;Item / Basilien im Wasser gesotten / und über denBauch gelegt / oder Rheinsarren gepulvert und ein.halbLoth in Wein eingenommen/ reinigt die Mutter;Oder sich mit Asop gebähet / benimmt die Wehe-thagen.
(kontra 8ukfoc2tioncm Vlstricis , dienet das bittereMandel-Oel/ unter dem Nabel sich damit gesalbei.Item/von Mutter-Kraut getruncken. ^ k«cunciica-tcm conci!isnciam: Beyfuß offt genutzt;item/Roßma«rin undMelissen imWein gesotten/oderWaffer Weg-richt-Kraut/oder offt vom Feld-Kümmel gessen; ilem/Tormentill im Wein gesotten/und davon getruncken.
Vinccnl cje Llanc in seinemFranzösischen Reiß Buchsagt: Er habe viel Weibsbilder von der Bleich-Sucht
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