Druckschrift 
Th. 1 (1716)
Entstehung
Seite
439
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Monat-Zeit befördern / als auch den Magen ftärckev/> der Verdauung helffen/und den bleichsüchtigen Jung,- stauen die gute Färb / und den Lust zum Essen wieder,bringen.

Daß einer Frauen keine Brust Kwieret/ in dem er-sten Kind-Vett zu gebrauchen: Man soll nehmen vonden Pfauen-Federn die mittern blauen Spiegel/die in-wendig in Form/ fast wie ein Hertz sind/ und mit einemScheerlcin gar klein schneiden / daß sie/ wie ein Pulverseyen/ alsdann so schwer Muscat-Blühgarwolgestos-sea und darunter gemengt/ den dritten Tag nach derNiederkunfft/soll man einer Frauen/eines RheinischenGulden schwer/des Morgens früh in einerBrüh einge-ben/ und also 2. Morgen nacheinander/ so ist sie durchGOttes Gnade sicher / daß ihr keine Brust schwieret;Man kan auch mit diesem Pulver Huiren/ wann ei-neBrust schon hart ist / und man sorget / sie möchteschmieren/ so es nur nicht offen ist/ und man dieses Pul-ver eher eingibt/ehe die Brust ein Aug bekommt/ wannman gleich nicht in dem Kir.d-Bett ist / daß sich solchesbald verziehe.

Wann sich ein kranckes Mensch aufliegt: Nimm z.Kälber-Füsse/ zerhacke/ zerschlagend zerknirsche sie/gieß nur so viel Wasser daran/ daß es könne sieden/undgar weich werden/alsdann nimmtman i.tb.Schmaltz/schürtet die Misse darein/ lässets also fein gemach sieden/daß öie Feuchtigkeit verzehret werde / hernach preßtmansaus/ und wäscht es auö Erdbeer-Froschlaich»und andern kühlenden Wassern aus / nimmt auch einwenig geriebenm Campher darunter; und / wo einMensch sich aufliegen will/muß man ihn daselbst schmie-ren; ist e ab ^ schon aufgelegen - kanmansaufeinemPflaster überlegen / wird ein schönes weisses Sälblein

daraus / muß aber an einem kühlen Ort gehaltenwerden.

Ein herzlich Magen Wasser für die Frauen: Nimmein Laiblein Brod/so heiß/wie es aus demOfen kommt/2.LothMastix/Muscat-Nuß i.Loth/Zimmet/Negeleinund Zittwer/jedes i.Loth/diefe Stück gröblichrzerstos-sen/in einGlas gethan/1.Maas guten/altenWein dar-unter aegossen/z.Tage baitzen lassen/dann inö-in.^i «r.ausgebrannt/davon soll man eineStund vor demMit,lag- Essen einen Löffel voll nehmen/ und zu Nachts/eheman schlaffen gehet/ auch einen Löffel voll.

Ein Wasser für das Grimmen der Frauen: NimmMelissen/krausen Balsam/Camillen-Blumen/Stab-Wurtz/ Metram/ oder Brosen-Kraut/ jedes 2. Handvoll/Bibergail i. Loth/ alles klein gehackt/ in einen stei-nern Krug oder Flasche gethan/und z.Maasguten/al-ten Wein darauf gegessen/wol verbunden/? Tage in ei-nem Keller stehen lassen / dann mit grossem Fleiß aus-gebrannt/ davon m dem Schmertzen 2. Löffel voll ge-nommen.

Einer Frauen den Bruch zu heilen: Nimm Katzen,Kraut und wilden Saffran/ jedes gleich viel/ sieds imWein / und trinck des Tags dreymal davon / waschauch den Bruch mit diesem Wein / und legs mir Tü-chern auf/es hilfft/und heilet; I tem/stosse weisse Liiien-Wurtzen/thue darzu Wein-Essig und Hönig/doch nursoviel / daß eö die Dicke einer Salbe an sich nehme/stoß es wol durcheinander/dann sied Tormentill -Mur,tzen und Kraut im Wasser / damit säubere und wascheden Schaden des Tagö dreymal/ streich die Ealbe aufein leines Tuch / wie ein Pflaster/ legS cckemalüber/wann der Schaden gewaschen ist/und cominujrs/ es istbewahrt.

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