Druckschrift 
Th. 1 (1716)
Entstehung
Seite
431
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Drittes Buch/ HauösMutter.

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Baum wachsen / und legt sie zwey oder dreyfachig auf;man kan auch Gänse-Schmaltz mit Honig überlegen.

Die Wurtzeln von den wilden Rosen - Stauden zuPulver schössen/ und drey Löffel voll in einerMilch ein-gegeben/ alle Tag hernach einen Löffel voll mit ein we-W Theriac/ soll überaus bewahrt seyn. Dieses ist wolzu beobachten/ daß man einen offenen Biß von einemtollen Hund/ innerhalb viertzig Tagen nicht solle zuhei-len lassen.

Apoiiinari« sägt: Kein gifftiges Thier verletze den/der Knobloch gebraucht hat ;Jtem Sauerampffer ge-nutzt; Item Alant - Wurtzel: item der Safft von denÄesten eines Feigeribaums) heilet ohn allen Zweiffel al-ler giffrigen Thiere Biß; item Weegtrittgecrnncken imWein; item Salve oder Senff-Saame mit Essig aufden Biß gestrichen.

Wann dich eine Spinne sticht/ so salbe dich alsbaldmit spitzigen Weegricht-Safft.

FürdieHorneiß-und Hummel-Stich/soll man etli-che Fliegen fangen/und daraus zerdrücken/ so vergehetdie Geschwulst und der Schmertzen.

Für der Spinnen Stich ist nichts bessers/als frischeschwartze Erden daraufgerieben. Zu allerhand gissti-gen Bissen tst das Quendelkraut berühmt in Speisund Tranck gebraucht/ oder auffgelegt.

Itein grojft Kletten - Blatter/ grün/ mit ^in wm-aSaltz zerstossen ln?d aufgelegt/heiietder Nattern mdwütiger Hund Bisse; oder Wemraure« mir Hönjgzerstossen/ oder Tormenttli-Wurtzel frffch zerflossen /und wie ein Master übergebundcn.

O. l.uäovic.

O. l'komT ksrtkol. Volum^ 2. Odscrv. l 10. gibt fol-gendes / als ein unfehlbares Mittel/ conrr» r„»riumcanis rsbicil»: Nimm Rauten/ Abrotan/Betoniea mitschmalen Blättern/undCreutz-Salve jedes eineHandvoll/ zerschneide es / und gieß ein Pfund guten Wein-Essig darüber/ laß es etliche Stund darinnen baissen/drucks hernach aus/ thue in diesen Safftclromack zij ein alter Mensch mag einen guten Trunckdavon thun/ den jungem gibt man etliche Löffel voll ;wäre aberGefahrzu fürchten/mag man von demKVautl^u.ionum eineHand-voll/odervon den zerstos-senen Saamen eine Unzen darzu thun; die Wundenmuß 9 Tage offen bleiben/ und die vorbenannte schonausgedruckte Krauter müssen alle Morgen / nachdemman den Schaden mit Stäblein vonRebenholtz abge-saubert und gefegt hat/auf denSchaden gelegt werden;man kan / im Fall der Noth / das obige Tranck wolöffter brauchen.

cxxxl.

Vom Glied ^-Wasser/ Überbein und Nothlauff.

Urdas Glied-Wasser: Nimm lebendige Kreb-se/die zerstoß/daraus distillier ein Wasser/netze^darein ein Tüchlein / und legs über die Wun-den/ es verstellts; Man braucht auch dieses Wasieruiuer die Zug-Salben/es ziehet aus den Wunden Ku-gel/ Holtz/ Schiefern und Glas.

Item nimm Mehl / so man unten von einem geba-ckenen Laib-Brod herab schabet/ und streuet es in die^ Wunden; Oder nimm einen lebendigen Krebs/ thuej darzu 15. Nocken-Körner/ stoß es in einem Mörser garwol untereinander/ bind es hernach in einem leinenTuch über die Wunden / so bald es erwärmet/ verstelltes das Glied-Wasser.

Oder nimm das Horn von einem jungen Pferd/ dasman zum erstenmal beschlagen will/ brenn das in einemTopff/ m einem Hafner Ofen/zu Pulver/ und streuesauf/ soll gar bewährt seyn.

Oder mach Eyer-Schalen / darausjungeHünleinj geschloffen sind/zu Pulver / und säe es darauf; Item/nimm die Bande / damit der Schaden am ersten ver-bunden worden/ brenns zu Pulver/und säe es darein /es verstellt sich von Stund an.

FürdieUberbein an Menschen und Viehe/ soll manAchtung geben/ wo sich ein Schwein an einem Baumoder Holtz anreibet/ daselbst soll man einen Span her- jaus schneiden / und im abnehmenden Monden denSchaden damit streichen/ taglich Morgens u. Abends/es hilfft. Andere nehmen ein Todten-Bein / streichendas Überbein starckund täglich / allzeit im abnehmen-den Monden/es vergehet.

Für die Überbein: Mische lebendigen Kalch undweiche Seiffen zusamm/daß es ein Taig werde/ nimmdarnach ein Wachs / von einer Wachskertzen/ oder

sonsten / legs rund herum um das Überbein / darauf legdiesen Taig / doch daß er sonst nichts als das Wachsberühre/ bind es/ daß es eine Stund lang also ligenbleibe/ darnach thue es weg/so wird das Überbein her-aus kommen/ und bald heilen.

Für vas Rothlauff schreibt Her: l.aurcnberxius in?Iant>lib. l cap. 18. Es sey kein besserDing/als die Narcissen/ mit Kiel/ Blättern und Blumen zer-stören/ und zu einem Koch gemacht/und auffgelegt;dißdienet auch zu verrcnckten Gliedern.

Wider das Rorhlauff : Einen oder mehr BachKrebse (nachdem man ihrer viel oder wenig bedarff)also lebendig in einem Mörser zerstossen/ und zwischenzweyen Tüchern ausden Schaden gelegt/ benimmtsi-cherund bald alle Entzündung und Schmertzen/ undwann einmal solches zu thun nicht genug wäre; mußmans so offt wiederholen / als vonnöthen thut; es stin-cket zwar/aber es hilfst.

Hpoiiinzris sagt; Kürbis- Wassermit Rosen-Oelvermischt/ und aussgestrichen/kühlet es; Item derSaftvon Leinkraut und Boberellen vermischt und aufgelegt;OderFünfffinger-Kraut mWg gesotten/ und aufge-legt / ziehet grosse Hitz aus; Oder Sevenbaum inWasser gesotten/ und übergelegt.

Item Sauerampfer nutHauswurh zusammen ge-stossen/ mit Essig vermifcht/ und übergeschlagen; wieauch Hünerdarm auf das entzündte Glied gethan/ be-, nimmt die Hitz; Oder Magsamen-Blätter in Wg ge-! sotten; Jrem Portulaca in Essiggesotten; also auchbreiter ÄZegricht-Safft mir Hauswurtzen vermenget.'Wer ein entzündtes Glied hat/ der lege seiffen dar-

a uf/ das ziehet die Hih fein aus.

Ode r