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Th. 1 (1716)
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430
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Be6 Änlichen Land- und Zcid-Lcbenö

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einen halben Löffel voll Honig/misch esdurcheinander/laß es in einem Pfännlein sieden / leg es auf ein reinTuch/ wie ein Pfiaster/öind es also warm auf die Ge-schwulst/und »aß es I» lang darauf liegen/bis die Ge-schwulst vergehet/man kans auch wol einmal abwech-selndster aber Löä)er/so nehme man Holwurtz/dörre/stvsse und siebe sie/saubere den Schaden mit reinenTü-chern wol aus/und streue das Pulver darein/ das trock-net rein aus; hernach nehme er 6. oder 7-harte Eyerdot-ter/ und brenne sie in einem Pfännlein / so wird einschwaches Oel daraus/dis streiche er nnt einerTauben-Feder in den Schaden/ so heilet es.

Lontrz srclcntem l^kiculorum i llatinncm , 6cinclurstioncm puclenciorum : Nimm weisst Gilgen-Wurtzel/zerstoß sie in Eflig mit Pilscnkrautund Ger-sten-Mehl/ mach ein Pflaster daraus/ und legs auf/esvertreibt die Geschwulst und Hitz / und ist gar be-währt.

SponZiols juZlancjium , sccrclo Italorum Ckirur-j^icorum cxpcrimcnlci ulccra zenitaüum<^cliccant.Ic>sm cum sponA'olisL^nvsrkocli prsü^ripotek. O. Vclsckius inOenl». KliQomimsmatum Od-serv.8/.

Wider die Geschwulst kicmbri virilis 6c l'(Mculo-

rum gibt I'akcrnTmonk^nuz dis kecepl toi« Z78

Nimm Garbenkraut/ Korbfeigen klein zerschnitten/ ro-the Rosen/ Geiß-Bohnen/ jedes gleich viel / klein zer-stossen/thue alles in ein Säcklein/ sieds in Wein / nndleg das Säcklein/ so wart» es zu erleiden/ über die Ge-schwulst/es wird solche bald zertheilen und hinweg neh-men/ und ist ein besonder erfahrnes Experiment und

Svei'ctum.

Für alte Schaden ist gut die dick-gefüllte Granaten-Blühe/gepulvert/heilt alle alte Schäden; Item/ nimmSanickel und Heydnisch Wundkraut/sied sie im Was-ftr zu einem Koch/ drucks durch ein Tuch / und mischeMehl von fasnum-^rzecum-Saamen darunter; dar-nach nimmBocken-JnschletunNhembergerSchmeer/jedes gleich viel/und Baum Oel halb so viel/ laß es er-wallen bey einem Feuer/ thue darzu ein wenig Wachs;diese Salbe heilet alle alte Schäden.

Item/ Wegtritt gestoßen/ und auf alte Schäden ge-legt/ heilet sie; also auchRettich-Sasst heilet alteScha-den / und benimmt das faule Fleisch.

Item thue gepulverte Krebs-Augen in Essig/ undmischeSaltzwasser daruntez/so wird es weiß wieMilch/damit bestreiche die alten Schäden / wie sie auch seynmögen/ so heilen sie.

u Minderer sagt: Gebrennte Auster-Schalen ge-pulvert und gebraucht/ heilen alle Schäden; das thutauch die guldeneMilch/die macht man also: Nimm einViertels Pfund Alaun / laß es in einer Maß Wasserauf den vierten Theil einsieden / darnach nimm einPfund Silberglätt / stoß sie klein/und laß sie in einerMaß schmffcnguren Wein-Essig ein paarFmger ein-sieden / und von sich selbst kalt werden /dann seyhet mandas klare herav /und gießt es unter das Alaun-Was-ser/ und hebts also in ememGlas auf; wird schön weißwie Milch/man kan sie lang aufheben/ wann sie dickwird/ kan man ein wenig Kalkes-Laugen darein füllen;wann mans braucht/mag man ein wenig Weisses von

einem Ey darein klvpssen/ ist gut für alle hitzige Ge-schwulsten/ Nothlauss/ zu erhärteten geschwollenen/auch offenen Weiber-Brüsten/fürdie schwartzen Blat-tern/ für alle hitzige Wunden / damit ausgewaschen/ zuallen alten Schäden und Schenckeln / für die erfrört«Glieder; wann mans brauchen will / mußman ein we-nig davon in ein Schüßlein thun / ein Tüchlein dareintuncken/ und überschlagen.

Für die wütende Hunds-Biß: Stoß Odermenig,und legs auf/es heilet gar bald; oder trinck von Körbe!-Kraut-Saamen/und wasche den Biß damit; Item/Fenchel-Wurtzeln mit Honig gekocht / und davon ge-gessen; oder breiter Wegricht gestossen/nnd mit Eyer-klar ausden Biß gelegt; oder Nessel-Blatter gestossen/und wie ein Pflaster übergelegt; Item brenne Krebs-Schalen zu Aschen/vermeng solche mit gleich so viel ge-pulverter Enzian-Wurtzel/ mengs mit Hönig / undtrincks mit Wein.

Oder fang im Julio und Augusto/ in Bachen undFlüß-Wassern/Krebse/verbrenne sie in einem unver-glasirten und wohl-verludirten Topff zu Pulver undAschen/vermeng ein halbes Loth davon mit Theriac/und gibs dem Beschädigten in lau-warmen 8cabiola.Wasser zu trincken / und continuirs also etliche- Tagenacheinander.

Davide?Uni,csmpi, derKönigliche FranhösischedkirurZius spricht: I.c» ^koux coniilz cn cau lalcc,6: öppliquc? äelIus,ZuerilIcm parfaitcmcnt lamor-sure ä'un cl?icn cnra^ö, voire lcs zrtzucbuTacjcs ^c su-trcs

Item/nimm die Haut von einem frischen Hechten/also rohe/und legs über den Biß/ so hats keine Ge-fahr.

Herr n-imonr schreibet/ daß die Untertauchung insMeer-Wasser geholffen/nemlich/man habe den vomtollen Hundes-Biß nunmehr von Sinnen gekomme-nen/eines kiilercrc lang/gantz unter das Meer-Was-ser getaucht / und darauf ihn mit dem Bauch auf einrundes Faß gelegt/damit das Wasier wieder ausrin-nen können: Welchen Kloäum. nach O. La^iluciiZeugniß/ Herr ttsimont hernach in einem jeden süjjenWasser eben so gut/und auch zu andern Unsinmgkeitenbehülfflich befunden.

Item Nessel-Blätter mit Saltz gestossen/und alsein Pflaster aufgelegt/heilet nicht allein die Bissen vonwütenden Hunden/ sondern auch alle Schäden / alsKrebs und Wolfs; ja wo dis Kraut grün gestossen mitseinem Safft ausdemWurm amFinger/Pflasier-wei-se gelegt wird/ stirbt der Wurm in kurtzen.

Item/ wider den wütenden Hundes» Biß: Legestracks guten Theriac auf die Wunden; oder nimmZwiebel-Safft/vermisch ihn mit Honig und Nauren-Eßig/leg es aufdenBiß.

Item laß Krebse fangen im Junio/ wann die Sonnim Krebs gehet/brenn sie zu Pulver/wasche den Scha-den täglich etlichemal mit Wein/ streu allzeit Krebs-Pulver ein/ hüte dich aber/ daß du die Hände nicht ver-unreinigest/habe derhalben allzeit starckes Saltzwasserbey derHand/wo es versehen ware/so wasche es stracksab; Man nimm auch Erlen, Blatter / die o ben am- — Baum