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Th. 1 (1716)
Entstehung
Seite
428
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Des Ädelichen Land - und Feld-Lebens

auffrische Wunden gelegt/ziehet sie zusannn/daß mansie nicht hefften darff.

Item Pappel-Blätter a'so frisch gesotten/und auffftische Wunden geleget/ heilet sie von Smnden an ;Oder Myrtten-Blatterin Wein gesotten und auffge-tegt; Oder Wegtritt mit Wein und Honig gesotten /oderFünffsinger-Kraut mita!tem Schmeergeflossen/und auffgeleget. Zn eine Wunden/ worinneu faulesFleisch wächst/ soll man Holwurzel oder gepulverte4 loe einstreuen.

alsdann vom Feuer/ netnmt ein vierfaches leinen Tkck/wältzt es in diesem heißen Wasser/so heiß als mansleiden kan/ druckt es aus/ daß es ein wenig feuchr blei-bet/ und schlagt es um dem Schaden.

Item ein guter Tranck/ wann einer gestochen/ g«,hauen oder geschlagen wird / wanns nur nicht Bein,schrüchist:Nimm y.odern. Nägelein/ leg sie in einhalb Seidel Wein / laß 24. Stund siehen/ und gibeinem Morgens und Abends davon zu trincken/eö heiletvon Grund heraus/ und wann es zu fasi heilen will/ si>

Ein guter Wund-Tranck: Nimm Wegtritt / Sa- nimm von diefem Wein/ und wasche die Wunden da,nickel und Köhl/jedes eine Hand-voll/ druck den Saffc > mit/man darff sonst nichts brauchen. Noch ein guterheraus/ misch ihnmitHo.derblühe-Wasier/ dieser Wund-Tranck:Nimm5.Krebs Augen/ 5. Hechten-Trancketngenominen/ heilet alte Wund en; Item St.! Augen/5. Hasen-Sprung,eine Hand-voll Jnngrünn/IohanneS-Krautgestossen/nndaufdie faule Wunden eine Museatnuß/und ein Loth Zittwer/pulvere was zugelegt/ heilet sie ; Oder Sevenbaum mit Essig und pulvern ist/ und gieß eine Maas Wein darauf/ trmckblauen Kohl zusamm gestossen/ und auf die Wunden Morgens / Mittags und Abends davon/ solches heiletgeleget / die weitem sich fressen/benimmt ihnen die den Schaden rein / und überaus mächtig sehr; man

trinckt allzeit einen Löffel voll.

k co-. sagt Kxpcnm.n.677 daß diesrlschabgestreifften Schaaf- und Widder-Häute/ auf die

Bosheit/ und mit Bleyweis vermengt / heilet es dieWunden.

Wund-Tranck des H erm Obristen Tappen: K cc. , .. . , , ^

Heydnisches Wundkraut/Beyfuß/Ehrenpreis/ Sa, Wunden gelegt/ die Geschwulst und das Schwärennickel/ Hirschzungen / Wintergrün/ Hünerdarm / in verhindern / und sie wieder zusammen heilen ;diß solleinen saubern Hafen gethan^ fünffSeidel Bier darauf auch die Eyerklar thun.

aegoffen/wolverwahrt/daßkcinDampff davon kan/ lkerrsnuslii?. ^.ttcspcriclum fol. >8s sagt:Nimmund also wol sieden lassen / der Verwandte soll Mor, die zarten Blatter und jungen Sprößling der Citro-gens uud Abends drey Löffel voll einnehmenzwolte aber nen-Bäume / zerstoß sie/ und druck den Safft heraus/die Wunden zu geschwind heilen / nehme man nur 2. thue darzu guten Venedischen Terpentin / thue es in-Löffel voll/ es bringt gar die Schiefern aus denWun- einvcrglasirr inden Gefchm/verlutter den Deckel wol/den; der Krauter nimmt man jeder eine Hand-voll. , das last man so lang auf dem Feuer sieden / bis manEin gutes Pulver aufBein-Schäden / die nicht ger« vermeynet/ der Citron-Safft habe gantz verfotten/ her,-ne heilen wollen/ es kühlet und heilet trefflich: kcc.U- nach läst manS wieder lau werden / feyhets durch/und

. - ... ^ . . r — bestreicht die Wunden/soll ein ttefflich-heilsame Krasst

haben.

Item das Marck oder faule Wesen im Buchen-und

lkar^vrii zij. IZoli ^rincui, l^iZsiiciis (.'alaminsrir anazj. Lürull'-L Z i.L. Vi:rioli aldi, ^lumims uüi,iticiz, ^kuris an^zL. ^ij. omnia pulvcrisen-

-tur sulzlilillunö ul ^.Iciibo!, misccan ur,«jentur inpyxicje; wann lnans brauchen will/muß man ein wenigBier-Essig darzu nehmen/ in der Hand mischen/ unddavon dunn aufden Schaden ausstreichen/und ein reindeinen Tuch (doch nicht zu hart) darauffbmden/ estrocknet so geschwind/ daß sichs zu verwundern; wannes nun trocken worden/ muß man es darauf lassen / undwieder ein frisches überstreichen.

Mafen der Wunden zu vertreiben: Nimm Eyer-dotter-Oel/ rührs 7. Stunde lang in einem bleyernenMörser und brauchs.

Zu frischen und alten Wunden ist spitziger Wegrichtund KUii-soimm (Schafgarben)jerstossen und aufge,legt/sehr dienlich.

Alte offene und unheilsame Schaden zu heilen: Nimvon einem wütigen Hunde den Kopff/ dörre ihn in ei-nem warmen Ofen / und reib ihn zu subtilen kleinenPulver/ wie Mehl/thue dasselbe mit weissem Hunds-Koth in den Schaden/ es heilet von Grund aus.

Ein Umschlag zu alten Schäden und Rothlaust/ be-nimmt die Hitz/ undheiiet: Nimm des besten rotheuko!»8. Alaun/BleyweiS'jedes8. Loth/Silberglätt /Galmey/ jedes?.Pfund/Mastix/ Weyrauch / rotheGold-Myrrhen/ jedes ein halb Loth/pr-e^, jrtenSali-ter i. Loth von diesem allen wann es gar klein geflossen/nimmt man anderthalb cöffel voll / und eine HalbeLösch- Wasser aus der Schmidten in ein Hafelein/undl-zst es sied^' bi« es anfangen will/überzugehen/ chuts

Eychen-Holtz (so wie ein Leder aussihet) ausdieWunden gelegt / stillet nicht allein das Bluten/ sondern heiletauch alsobald.

garicclluz in kZortuIo (Zcniali lc>l. z??, erzehlet ausdem ttoiicrio. das; einem Bauren diese Naafen/wodieKruspel und das Bein zusammen kommen/fast gar ab,gehauen worden / habe ergleich die abHangende Nastnmit Verändern wieder zusammen gefügt/ das KrautKUlictoiium. oder Schafgarben geflossen/ mit einemschwartz-rothen Wein vermischt/ aufgelegt / und so guter gekonnt/ verbunden/habe sich das Blut gleich gestillt/und sey die Wunden bald geheilet.

Eine gute Wund - Salben ist diese: k-c. Ein halbPfund frischen Mayen-Butter / coiopkonium einMertels-Psund/ gelb oder weisseS Wachs 4.Loth/Schwalben-Kraut-Wurtzel und Betonica/ wann sieblühen/jedes eine halbe Hand-voll/wann die ersten dreyStücke in einer eisernen Pfannen zerlassen sind/ wirsstman die beeden Kräuter darzu/ läst es ein wenig sieden/und preßets hernach durch ein Tuch ; dienet zu aller,Hand frischen und warmen Schäden und Wunden /Beinbrüchen und Brand.

Eine Salbe zu hitzigen Wunden: Nimm 8. LochBaum-Oel/ von 4. Eyern das Weisse/menge darunterein wen ig Gersten - Mehl / -das heilet aus der Massensehr/und gar sanfft.

f^bric. ?b Aquapcncj. pcrtgt. Lkir. Ilb

cap 7 setzt folgendes überaus heilsames O el/ so er von

einem