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Th. 1 (1716)
Entstehung
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427
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Drittes Buch/ HauS-Mutter.

427

mal; Mir aber die Kugel vcrgifftet/ nünmt mmvan stattVe6 Lem-Oels/ Scorpion-Oel.

O. Minderer schreibet inivic<lici!iZ militari. er wissebey nahekeine besiere Brand-Salbeals diest: NimmeineSchleycn/Iu)thaugen/Hcßimg/Aalcn/vder gemei-nen Bach-Fisch/ diesen/oder dieser etliche / röste in ge-meinem Schmaltzoder Butter/ gieß das Fette oderSchmaltzaufein kaltes Wasser in ein weitesGeschm/so haft du eine gute Brand - halben. Und sagt ferner:Meinsmals zu Augspurg die Pulver-Mühlangegan-gen/und die Pulver - Knechte verb:annt waren/als wä-ren sie gebraten/habe man sie mit dieser Salben gehei-let/allein zart-gepulverten Salve darunter gethan ;Milchraum und Leinöl untereinander vermischt/ undmit Tüchern übergeschlagen/ löschet auch den Brand.

Eine gute Heil-Salbe fürs Brennen/und alle offeneSchaden: Himmelbrand-Blühe und Ringelblu-men-Blühe sna, nimm 2. Pfund Butter/ die nie in keinWasser kommen/thue die Blühe darein/auch einenLöf-fel vollTerpentin / auch von 12. Eyren denDotter/hartgesotten / und klein zerrieben/ daß sie gar glat werden /^ied alles miteinander/ und druck es durch/ist sie nichtgoldfarb genug/ so nimm mehr Blühe/streichs alsdann

auffein Tüchlem oder blaues Pappier/ undlegs überden Schaden; es heilet und kühle: gewaltig.

Item/ wer sich brennetM nehmen Baum-Oel undEyerklar/durcheinander abgeschlagen/bis es dick wird/und aufden Schaden streichen; darnach Erbeis-Mehldaremsäen/ wanns zerschründet / soll mans wiederthun/es hilfst über Nacht.

Dis ist auch eine Me Brand-Löschung/wann einergeschossen/ oder mit Pulver verbrennt ist: Netz alsobaldein, Tuch im rothen Kütten-Saffc/und schlags um;istsem Schuß / so mach ein Waitzel von frischem Speck/und steck den in den Schaden/ und schlag ein Tuch mitKütten-Safft darüber.

O- Lampi gibt dieseBrand-Löschung: Nimm weifilsen Zwiebel/koch den im Baum-Oel/ seyhe das Oel/u.thue darein die andere grüne Holunder-Rinden/undein Stücklein von einerHasen-Haut/ laß es miteinan-der wol sieden/thue 2. VierdiengncuWachs darunter/macheine Salben daraus/ undbrauchs.

Die Sur von sauer Kraut aufgelegt / ist furtrefflichfür den Brand/ so wol vom Pulver/ als auch contraLanzr-enam, wie in ^ttlcell. (urios. lib,z. 0blcrv.521. bezeuget wird.

CXX!X.

Wund-Zlrtzneyen.

Ur die frische Wunden: Thue gepulverten und >gesiebten Schwefel in ein gläsern Geschir: /gieß Baum-Oel darüber/ daß es vier Angerhoch über den Schwefelgehe/ setze esan die Sonne /und laß es allda stehen / bis die Materi dick wird /rührs alle Tage um mit einem Holtz/i daß des Schwe-fels Art sich mit dem Oel vereinige / hernach mußmandas Oel gemach herab giessen/so klar als möglich/ unddas Oel in einem besondern Glas aufheben.

DasKalch-Wasier ist auch gut zu frischen und altenSchaden: Nimm lebendige Kalchstein/ so groß alseines starcken Mannes Faust / thue ihn in einen glasir-ren Hafen/ und 2. Maas klares Wasser darüber/ deckswol zu / nach zween Tagen rühr Wasser und KalchMeinem Stecken wol durcheinander/ laß es wiederalfo z. Tage stehen / hernach gieß das klareWasserge-mach herab / daß der Kalch sich mit dem Wasier nichtvermische / das Wasser thue in ein kupffern Geschir:/und thue Campher / einer Nuß gros/geflossen hinein/gieß es hernach in einem andern Geschir: wol und offtab/ laß es eine Stund hernach ruhen/ und gieß es wie-der hin und wieder/zum dritten und viertenmal/ undlaß es hernach im Kupffern-Geschier stehen/bis es blauwird/ darnach thue es in ein Glas / und verwahr es.

Eine köstliche Blutstellung / und Heilung aller fri-schen Wunden/ ist folgendes : s-.Ungerlschen Vitriolund Alaun/ jedes ein halbPfund/ ?K>egm?r s Vitriol!4.Pfund/sied es unte:einander/bis alles zergangen/wankalt worden/ so filtrier es/und sondere die dabey sichfindenden CrystallenfleiM davon/ auf jedes Pfunddieses Wassers/ thue ein Ouimlein Vitriol-Oel; undwann du es brauchen wlllt/ so leg ein Tuch fünssmal zu-sammen/ nchediß leinene Tuch wol in diesem Wasser/und legs aufdie frifch-blutenden Wunden/ und binds^

sauberlich über/ so wird sich daß Blut in einem Augen-blickstellen ; dis Tuch aber laß etliche Tage darüber li-gen/ damit die Schwarten des verstockten Bluts nichtwieder herab gerissen werde/ alfo wird die Wunden/ohne alle weitere -u s^icin.gut und wol heilen/man mages Menschen und Viehebrauchen. /ok.?r-evoliuz sit.pulvis zenitalis Lubuti vulncribus inspcr sus ctiammaznis, biciui ipacio illa perlanarc. Icjsaciunt, utsitVclsckius Lent. z. iViiÄomlmemstum Obscrv. z).omnis ncrva äc coriacia corpora, czus liumvrcsli-lzuo maclc5s6ta glutinsntli vim ksbcnt.

Splitter und Gräten aus den Handen und Leib zuziehen/ zerstoß Krebsen -Fleisch mit Hasen-Schrnaltz /und legs aus; Item nimm Krebsaugen/ stoß sie zuPulver/ thue gleich so viel Saltz darzu/temperirsmitWein-Esjtg/ bestreich damit alte Schaden/ es trocknetund heilet.

Wann eine Wunden aus dem Grunde geheiletist/so nimm die Knochen von einem Schafs-Braten/wandas Fleisch abgegessen / lege sie aufemen Rost/ daß sieschwitzen / mit solchem Fette bestreiche die Narben etli-chemal.

?erlo!izt», Durchwachs im Wein gesotten/heiletsauber und bald frische Wunden; Samckei-Pulver infrische Wunden gestreuet/ oder mit diesem Wasserausgewaschen/heilet trefflich.

Apoiiin-iris sagt: Nimm zu den frischen Wunden /Sinau/ Sanickel/ und heidnisches Wundkraut jedeseineHand-voll/sieds inRegen-Wasser/ darnach zerstoßRegenwürm/ druck die Feuchtigkeit heraus / und mi-sche die unter das gesottene Wasser/ dieses getruncken/Metalle blutende Wunden/und die gesottene Krau-ter auswendig darauff gelegt; Item eychen Blatter

H hh ii

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