Druckschrift 
Th. 1 (1716)
Entstehung
Seite
425
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Drittes Buch/Hauß' Mutter.

äpoMz'ris sagt: Odermenig in allen Speiftttge-gessen/ist denen/die den Krebs haben/sehr gut/und heiletihn; Atem/nimm OsteMccy und ^loepsticum,gleichviel/ misch darunter Rosen-Hönig/und mach ein Pfla-ster daraus /ist M zu allen alten Schaden/Krebs/Fi-stel/ Wolff/ wie sie seyn mögen/ an der Brust/ Beinen/oder anderswo / daraufgelegt/ heilet sanfftiglich; dieSchäden aber müssen vorher mit Weinstein-Oeloder Wasser/das mit Myrrhen gesotten ist/ gesäubertseyn.

Item die Blätter von Rosmarin vertreiben denKrebs darausgelcgt;dcßglcichen Alaun gepulvert undgemischt mit Regenwürmen / und eine Salbe darausgemacht /oder wie ein Pflaster aufgelegt; Ztem Körbel-Kraut gepulvert/ mit Honig gemischt Und sppiicirtPfiaster-weise.

Oder nimm vier lebendige Krebse/ und ein Knob-loch-Haupt/zerstoß alles wol in einem Mörser/ und leges in einem hänffenen Werck auf. laß es z. Tage liegen/commmrs hernach mit frischen Pflastern also / bis esheil wird»

Eine bewahrte Kunst/ wann man sich des Krebsesan der Brust/ oder anderswo/ besorget; Sied Cardo-bmedictemKrautinWasser/legein sechsfaches Tuchdarein/ drucks wol aus/ und legs auf/ so warm mans er-leiden kan/wanns kaltwird/ wieder ein anders/und distceib so lang/ bis man nichts mehr fühlet; kan man dasKraut nicht frisch haben, so nehme man dürres.

korcllus Lern, 2 Oblcrv. si.sagt: Für den Kreb-sender Nasen und der Brüste / sey nichts bessers alsLuccus Onaporcii. derSafftvottwelssuiWegdisteln/offt aufgelegt; oder auch das zerquetschte Kraut also

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darauf gethan/ so soll der Wtgricht Z'leichckMMidarzu dlmen.

ll. l iio maZ gibt für den Mcbs »m M-

ficht dieses Ksmc-cjiuin: Nimm Meer-WaW/dürinnWer muth gekocht ist und wasch den Schaden tägüchdamit/wie in ^>icc!!^ncis LUri llsoru m Sntto ie^uncjo;ici ctt»>67l zusehen ; möchte vielleicht solches das ge^saltzene Wasser/ an statt des Meer-Waßers / gleicherWeise pr-Lliiren. f^ciLi soll nichts

bessers seyn/als8piritum 8alis,vder^qusmin Rosen-Honig vermischt/daß es genügsame Saurenhabe/und also aufgelegt/wie die cunos^ sciannum 4.8c s. (^>!)tcr^. 60.bezeugen.

Für den fressenden Krebs / und andere grosse Schä-den/da sonst nichts helffen will: Nimm ander LufftvociSonnen wolgedörrtes ^lKum ^rxcuin.gepulvert/als-dann im auswärts auch grün Bircken-Laub in gleicherSchwere/klein gehackt und in einen Hafen Leg-Weift/eines ums andere eingelegt / bis der Hafen voll wird/nüchMals weisses Bier darauf geschüttet/daß es darü-ber gehe/ also laß es drey Wochen im Keller stehen/ alleTage umgerühret/alsdann ausgebrannt/und in einemGlas behalten/so bleibts Jahr und Tag / thue es aberim Frühling/wann dieBirckenausschlagen; wer nuneinen solchen Schaden hat / der nimmt alle Morgennüchtern z.Löffel voll/sastetz.Stund darauf/und wannman will schlaffen gehen/wieder z.Löffel voll; wann derSchaden zum heilen greiffr/laufft das Wasser hell wie-der zum Schaden heraus / das ist schon das rechte Zeichen der Heilung/ leg ein Pflaster aufden Schaden/ sodv willt/daß es offen und sauber bleibt/ ist bewährtmit GOttesHüG

cxxvit.

Voin Aufftch/ Frantzosen und wilden Fleisch.

Jder den Aussatz/sagt äpoiimsns, soll manKnobloch-Aschen mit Honig und Mayen,Butter mischen / und sich nach dem da-mitbestreichen/Macht eine schöne g'atteHaut; Item/ein Pflaster gemacht mit Haber-undGrieß-Mehl/Undaufgelegt; Oder den Safft von Erdrauch inderWö-chen dreymal gett'uncken / oder allzeit frühe nüchtern/und ein paar Stund daraufgefastet/hilfft viel zur Hei-lung/denn er reinigt das Geblüt.

Oder oiik-inum vermischt mit Essig undOel/ unddie Haut damit wol und offt gewaschen; Item 5cöl?ia-la imWein oder Bier oder Wasser gesotten/und davongetruncken; OderSchwesel gestossen/UndKinds-Harndarunter gemiftpt/ und damit die HaUtgesalbet.

Jtem/niMm Eisig eine halbe Maß / thue darein denbesten Weinstein/laß ihn über Nacht darinnen baissen/darnach setz ihn zum Feuer/ misch darunter Nuß-Oel/laß eine kleme Weile sieden/ mit diesem UnZuent salbedich; Item das Wasser/das im Frühling aus den ge-schnittenen Weinreben treufft / den Leib damit gewa-schen/ heilet den Aussatz/ und reiniget die Haut.

Ein sonders ^rcanum wider den Aussatz sollen dieKranawethen seyn/und soll ein Aussatziger / der taglichsrüheneun Kranawethbeerlein gegessen/ davon seyn er-ledigt worden/ wie O./otii ^ackiuz in Okr^sogonikkoi. 12 0. schreibet.

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Von den Frantzosen/ welches eine unsaubere / met,stens aus liederlichem Leben herrührende Kranckheitist/wollen wir die damit behaffrete an die Frantzosen-Aertz.te gewiesen haben; weil es aber offt durch Unglück/vndohne des Patienten Schuld/ausBettern / unreinencliKus UndGewand/entspringen kan/wollen wir nur mitwenigen anzeigen/ daß sie damit ja nicht lang warten/sondern bald eines treuen und verstandigen XiccliciRath suchen mögen/ entzwischen mögen sie dieses Ge-tränck nehmen/ davon die Frantzosen von innen herausschlagen: Nimm eine Hand voll Erdrauch/und sovielrothen Beyfuß/sicds in gutem Wein/und gibs demPa-tienten iiivier Schweiß-Bädern zu trincken/so schlagensie aus; Oder nimm rothe Wurtzel/ sieds imWein/und gibs zu trincken/so schlageti sie in einer Nacht aus;Item/ nimm Alant-Wurtzel Honig/ Gersten / Süß-Holtz/Alauti/ Anis/^Theriac und 4. Maß Wasser/undmach davon einen Äetranck.

Für das wilde Fleisch soll man Hohlwürh pulvern/und in die faulen Wunden streuen / so verzehren sie das-selbe ; Item Wollkraut zu Pulver gebrennt und aufge-streuet ;OderCypreßen-Blättergestossen/und auf dasfaule Fleisch gelegt/beisst es aus und heilts; Item Gall--Aepffel gepulvert Und aufgelegt; OderWeinstein baitztdas faMe.Fleisch aus/das thut auch Turbith gepulvert/und mit Hönig übergelegt.

Hhh