Drittes Buch / Haus -Mutter.
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braun wird/ so ists genugsam/ behalt es in einem dickenstarcken Glas / dann in Tiegeln oder Hafen bleibtsnicht; drauchs für den Wurm also: Netz ein Tüchlem
so groß als das Glied ist / daran der Wurm ist/ dindsüber/ so ziehets eine Blasen/ laß dieselbe austhun undausrinneit/P bewährt.
Qx?. cxv.
Von den Nieren und Harnwinden.
^-^vlor^cupk^ticuiift der Colicaindem ahnlich/H ^ daß er mit Hertz-Wehe/ Brechen/Bauch-Schmertzen/ Winden und Verstopffungen /wie die Colica/stmen Einzug nimmt: aber in diesem un-gleich/daß er obenher anfanget/und nach und nach hin-ab in die Lenden steigt ; die Lolica aber fängt unten aufder rechten Seiten an/ und steigt aufwärts bis an dielincke Seiten des Bauchs ; wann man diese eurirenwill / muß vorher der Leib offen seyn.
Die Entzündung der Nieren zu vertreiben: Nimmein Loch Braun-Zeltlein/ loivirs sie in einer MaaßBronnen-Wasser/ thue so viel Zucker darein/ daß es zumucken lieblich werde / davon mag der Patient/ so vielund offt er will/ nach Belieben trincken; Item Ehren-preiß mit Wein eingepaitzt/und ein Wasser daraus ge-brannt/ reiniget die Nieren und Blasen.
FürdieHarnwinde und dasTröpffel-weiseHarnen/sagt ^poiiinaris» sey gut Raden gethan in ein Glas /Wein darübergeschüttet/und getruncken; Item Weg-richt-Safft oder Quendel mit Anis in Wein gesotten/
nehme davon ein halb oder ganhes Quinte! auf einmalein.
WerTröpffet-weise harnet der nehme 4.Hand-vvllwaitzeneKleyen/und a.Hand-vollPetersil/koche solchesin Wasser so lang/biß dasselbeWasser versotten/ so fas-se dann/ was überblieben ist/in ein dünn leinen Tuch /und leg es über die Schvoß / wo die Blasen ligt; Alsoauch Calmus in Wein gesotten/ und getruncken/ ist gutdarzu/ und starckt den Magen.
Item/ für die Harnwinde/sollman nehmenHühner-darm/sie zwischen a.hcisscnZiegeln wol dünsten/hemachden Safft heraus drucken/zuckern/ und einen Löffelvoll davon eingeben ; ist sonderlich gut für die Kin-der.
Oder man soll nehmen eine Hand-voll rockene Kley-en/ eine Hand-voll Kümmel/ eine Hand-voll Saltz/ ineiner Pfannen wol warmen / und in einem Säckleingar warm ausden Bauch legen. >
Für die Harnwind ist auch bewährt / gepulverterMeerhirs/ so viel mau zwischen dreyen Fingern saßen
und getruncken; Öder von der Baldrian-Wurtzen ^ kan; Item/Storchenfchnabel in Milch gesotten/ undgetruncken. I warm aufdieReye gelegt; oder mansoll Katzenschwan-
?. ?'jii<ovvsky sagt 6e K.S s^rariS p. 76o.wer auff j ze und Buchsbart/jedes ein Hand-voll/klein schneiden/° ^ ° ^ - eine Kanne Geis-Milchdaran giessen/ein Seidel las-
sen einsieden / und Morgens und Abends ein halbesSeidel davon trincken; oder man soll in einem weich-
warmes Bier ein kaltes trinckt/der bekommt die 8t»n-Zurizm. oder den Harnstrang; wann er aber kaltes
trinckt/und warmes darauf/so geschieht ihm nichts/dandas warme Bier ist warmer Natur/ und dünstet warmauf/ wann aber kaltes daraussgettuncken wird/so wer-den diese Dünste auffgehalten/daß sie nicht cvaporirenkönnen/und wei'den per ^mi^>eristiziln entzündet/ da-her entspringt der Harnstrang/ indem die Harngangden entzündetenHarn förchten/und sich enge zusammenhalten; dieses kan man rem-ckren / wann man den klei
gesottenen Ey ein gepulvert süßes Holtz einnehmen.
Fürs Blut-Harnen soll man warme Schaaf-Milchtrincken; Item Storchenschnabel zu Pulver machen/und was mau zwischen zweyen Fingern faßen kan/ inwarmer Milch oder Suppen einnehmen.
Wer seinen Urin nicht halten kan / der mache einPflaster vonBalsemkraut/und legs zwischen denRey,
nen Remch- Safftdarauftrincket/werl er gantz leicht- en und Nabel / auch dahin gelegt gesottene Hirsen mitlicht durchdringt / daher er auch den Stein loivirt und! Gersten-Wafjer;Jtem/ soll auch gut seyn Feld-Küm-zertreibet/ darum durchdringt er das kalte Bier/ crwar- mel getruncken in Wein,metes/und eröffnet also den Weeg/daß die Dünste von
dem warmen Bier ausweichen können; wann aber aufkaues Bier das warme getruncken wird/ so wird dieLxkziirung nicht verhindert.
Wer Blut harnet / der stosse Arabische Gummi undDragant zu Pulver / menge solches mit Portulaca-Safft/ zu einem Taiglein/ mache Pillulen daraus/ und
Wann einer den Harn nicht behalten kan/nehme erspitzigenWegricht/Kraut undWurtzen/sieds in Wein/und trinck davon; Oder man nehme von Braunellen/Jßop/ Rossen und weissen Lilien die ausgebranntenWasser/ eines/ so viel als desandern/vermische es/undtrincke des Tages zweymal davon/ allzeit aufz. Loth.
cxvi.
viurcric» UNd Was dtM tiNhäilgig.
^Elcher hart harnet / der mache eine Oel von! Judenkirschen Abends / wann er will schlaffen gehen ;^Stabwurtz/und schmiere sich damit unter dem Oder trincke von Betonica/ Camillen/oder Kordel-Nabel; Oder siede Eybischwurtzen imWein/ kram; Item/Kästen gedönt/ gepulvert und eingenom-und trincke davon/ oder esse Anis: Oder esse z. oder 4.! men mitKrebsaugen-Pulver und Eppich-Wasser/vdey
>. Theil.
Fffij
distil-^.