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Th. 1 (1716)
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Des Adelichen Feld-und Land-Lebens

Ein Wasser für die Winde: Man soll nehwen ein

Für Sie Windelst dis ein Mer Tritt :NimmCori-

ander/ Anis/Fenchel/RömischenKümmel / die äusserste SeidelZimmet-Wasser/Rosen-Homg darem messen/.Rinden von Pomerantzen ans anderthalb Quintel/ daß es einem Julep gleich dick werde/und uvev/l^i

Ingwer ein halb Quintel / Muscatnuß 2. O.uintel/ ^ ' - ^

Zucker-Candi 6. Quintel/ MuscatblühceinsechzchendTheil/alles klein gestossen/wol vermischt/und nach demEssen auf einer gebaheten Semmel-Schnitten dreyMesserspitzen/ in Wein geweicht/genossen: Oder et-liche Morgen nacheinander 9. Pfefferkornlein zerdruckt

in einer Suppen genommen.

Jtem/sur die Wind und Seitenstechen: Nimm Ca-millen/ Wachholderbeer / Kümmel / Me.issen Kraut/ .warm gemacht/in ein Säcklein genähet/und aufgelegt/ dem Ortenwo es einem wehe thut. !

voll Brandwein darunter mengen / davon mag manMorgens einen oder zwey Löffel volltrincken.

Wann man grosse Schmertzen von Winden undReissen hat / soll man einen grossen wol-erhitzten Laß-Kopssüber den Nabel fetzen/ und solches offt wieder er-neuren; dts (sagtHerr Böckler) sey eine geschwindeHülsse/und ziehe die Wind wunderbarlich heraus/unddls soll man auch brauchen in erhärtetem Miltz, und an-

c>?. cxiv.

Von den Würmcn.

?°)Ur die Schürffen oder Wasser-Kälber imLeib/Kloll man Hünerdarm mit Milchraum kochen/«^?»w>e cin anders grünes Kraut/und solches nüch-tern essen/ dis treibt sie alle aus dem Leib.

Für die Wurme dienet auch folgendes Pflasterte.äloeflalica,Ochfcu-GaU/und Wermuth-Oel/ machein Pflaster daraus/und legs über den Nabel drey Ta-ge nacheinander; Oder laß rothe Myrrhen m Brand-wein zergehen / und thue es in den Nabel; Oder dieMyrrhen mit Milch und Hönig eingegeben; Oder vonSchaffrheu das Puiver in Hönig eingenommen/ auchetliche Tropssen Scorpion-Ocl in einerSuppen einge-geben ; Oder ein -keines Lössclein voll S. Iohannis-Oel; Oder einen Löffel voll Essig und emMeArspitzPsesserstupp/ durcheinander zerschlagen / eingegeben :Dabey ist aber wol zu mercken- daß alles,was man fürdie Würm eingibt/solle im abnehmenden Monden ge-schehen/zu Morgens nüchtern/ daß manfuiiff Stundedaraufnichts efle oder trincke / und muß es drey Tagenacheinander brauchen.

- Für die Würm ist auch sehr gut gebranntes Hirsch-horn in warmer Milch / oder aber Knoblauch in Milcheingegeben; Item/von Rhein -Farrenkraut den gelbenSaamen / ein halbes Quintelin Hönig eingegeben;Oder man soll VenedifchesGlas zerstossen mit Honigvermischen/und in einerNußfchalen aus den Nabel bin-den/treibt alle Würme aus.

Jtem /Korn-Blühe gedörrt und gepulvert / und in

was man will/ in einem aufbrennten Wasser/Sup-pen/ Bier oder Wem eingenommen; Oder man sollWernmth kein hacken/ Brandwem daraufgiessem da-mit soll man den Nabel fein warm schmieren / wannman Würm hat/so faimen die Hände am schmieren.

Item/ soll man ein Alantwurtzen am Halse hängen/auch Alant-Wurtzen in Wein sieden/und drey Morgennacheinander einen Trunck davon thun/ -es todter dieWürme; Oder Pfersichblühe gepulvcn/ und in einemEy eingenommen; Oder man soll von einer Pomeran-tzen oben ein Blätlein abschneiden/ die Kerne mit einemkleinen Messerlem heraus thun und sie voll mit sri-schemBaum -Oel anmessen, das Blätwu wieder dar-aufbinden/ein naflesÄ'ierck darum wickicn /im heis-sen Aschen braten / als dan n den S ass: heraus drucken

I

und zuckern; dis soll man auf einmal austtincken. dokailina. oderMeer Moßübermfft/ widtrdie Würmder Kinder / alle andere Mittel / sie tödtet und treibt dieWürm gar bald aus/man pulvert sie / und gibts einesQumtiems schwer ein.

Für den Wurm am Finger/ oder sonst/soll man dasweh-rhuende Glied mein heissesBaum-Oel halten/sowarm als mans leiden kan; es thut ansanxs schmertzkichwehe/aber man solls so lang/als es möglich/leiden/ estödtet den Wurm/und hilfft gewißlich. Item/man sollVenedisch Glas zu Pulver stossen/unter altesSchmeermengen und überbinden/hilfft auch gewiß; Oder mansoll nehmen Vitriol/ guten scharffen Essig und Homo/dis soll man sieden/dick/wie ein Müslein/Pflaster-weiftaufstreichen/ und also warm überlegen.

Für denWurm an dem Finger: Zerkmrsche ?crsicz.rism oder Wasser-Pfeffer/ leg es über / oder ziehe einGall Blatterlein von einem Schwein/als einen Fin-gerling an. Den Wurm im Finger tödtet kimomen-Safft/oderauch dieSäuredvmHarmg/undgesalhtnSpeck; Item/den Finger in Froschlaich-Wasser/das^distlllirt worden/gehalten/ ist ein gewistes Mittel/ wte-wol es schmertzet / wann er nur eine Zei'lang darein ge-halten wird; Item/ einen lebendigen Regenwurm auf-gebunden/bis er darauf sterbe; Oder wer einen leben-,digen nicht leiden kan/ der stosse etliche Regenwürme/lege sie über/und Wechsel ein paar mal ab: AnEum-ma/alle starck-kühlendeSachen vertreiben denWurm/wann mans bald braucht / ist aber schon Eyter verHan-den/ helffen sie nicht/ sondern man muß den Ort miteinem Scheermefler öffnen / so flieffen etliche TropssenMateri heraus/ und höret damit aller Schmertzen auf;Item/ nimm die Gall von einem verschnittenen Eber/menge Schwefel darein/und bmds über.

Für den Wurm am Finger: Nimm Waitzen-Mchl/Hüttrauch/und das Gelbe vvn einem Ey/ vermischees mit Hönig/und bind es über den Finger/ der Wurmstirbt davon. Item/ für den Wurm: Nimm ein Mäß-lein guten scharffen Essig / und einen grossen Eß-Loffelvoll Hönig darzu/thue darunter sür 8. oder 10. Kreutzer(darnach er theuer oder wolfeil ist) voll klein-geriebenenGrünspan/rühr es unter den siedenden Zeug / laß esaber i m Sieden nicht übergehen; wann es fein Kesten-

^braun