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Deö Adelichen Land-und Zeld-Lebenö
distillirren Erdbeer-Wasier/ oder von Baldrian oderMecr-ReMch Massen / oder von St. Johannis-kraut ^nw Saamen getruncken z Odertrincke clcca-c^tum ^drolsni, in<zuo Lal ^itri clilkolutum^imumeli remcciium.
Für den kalten Seich / (davon auch voriges Capiteletwas meldet) sollen gut seyn Cypressen-Blätter inWein gesotten/und davon getruncken/ oder auch Se-vcnbaum also gebraucht / wie auch Bronnenkreß;der Safft von süssen Holtz eingenommen; benimmtalles Ungemach der Blasen / das thut auch spitzigerWeegricht - Safft getruncken. Wann einer niebtharnen kan/ so gib ihm Bocks-Blut cui/ das hilfftgewiß.
Di,vi6 <Ze?isnis Lsn-.^. der Königliche Frantzosi-sche ckirurZu», schreibt: Wann man nicht harnen kan/soll man nehmen die Eyer-Schalen / davon die Hühn-jein ausgeschloffen / das innerste Häutlein fleissig weg-thun/ das andere zu subtilenPulver machen/und davonzwey Quintel schwer in Steinbrech-Wasser einneh-men.
Herr Heinrich von Rantzau/ in seinem geschriebe-nen Haus-Buch gibt dieses Mittel: Wann einer nichtharnen kan / so nehme er geschälte Zwiebeln / siedesie in einem Topff mit Wasser / biß sie gantz weichwerden / binde sie also warm aus die Reye desBauchs/ und Wechsel ab / so offt es kalt wird / eshilfft.
lZonif^cius kkockglnus, s. I.I. v. ?5oto->Ic>tZriu8.
Ab bt UNd^rcki.vizconus zu l'arvito, in seiner »ittc»-riZ l.uciicrZ lili. 9.czp 29. meldet / daß / W«NN MWnicht wol harnen kan/sey das beste Mittel / Ameissengepulvert/ und in einem Vebicuio eingegeben / die denHarn starck treiben sollen.
0.Minder schreibt/ der Meerhirsen-Saame (k/U-Uum3oiis) gepulvert/und in Wein/ odereiner Brü-he/eines halben Ducaten schwer/ eingenommen/ trei-bet den verstandenen Urin mit Gewalt/ jedoch muß deruntere Leib vorher geöffnet seyn.
Icjem sagt: l.inÄria. Harnkraut/ so an den trockenenRainen/mit gelbenBlumen/Hauffen-weise wächset/imWein/oder einer Brühe gesotten/ öffnet den verstande-nen Harn; oder so man das ausgebrenteRettich-Was-ser offt über frischen Rettich giest/ und offtermalen also " nehmen / und es/ wanns das erstemal nicht hilfft/zumdistilliret/istes in diesem Fall eine köstliche Artzney. l drittenmal wiederholen.
Atem / wann einer nicht harnen kan/ so nimm drey /(andere nehmen 7. oder 9.) eingesaltzeneLimom-Aepffe-lein oder kulicmcinicn, laße sie vorherein wenig nnWasser ligen/und wasch sie vor wol aus/ alsdann zer-!kninsche sie in einem Mörsel/ drucke den Safft aus/ so!viel sie geben / und laß es dem Krancken aus einmaltrincken.
Item man soll von einem Biber-Zahn schaben / soviel als man Saltz in ein Ey braucht / und im Wein ^eingeben; Oder einen Balg von einem Mertzen-Hasen/in einein neuen Hafen zu Pulver gebrannt / und so vielman zwischen drey Fingern fassen kan/ im Wein einge-nomen oder man soll Petersil und Bronnenkreß/jedeseine gute Hand-voll imWasser gar weich sieden/und fo'warm mans erleiden kan / auf die Reye legen ; FürsBlut harnen gebe man dem Patienten offt warmesBaum - Oel in Bier / oder distillirtes Kümmel-Oel 6.Tropften in warmen Bier.
Für die kalte Seuche nimm Luccum kum, tcrrT zj.misch ^zancum zs darunter/ und gibs dem Krancken/es hilfft ohne Zweiffel.
Item/ Camillen-Blumen in Wasser gesotten ; itemTannenschwamm ist auch gut dafür / oderWcegrritt-Gras/ oder gemeines Gras in Wein gesotten und ge-truncken/ diß bricht auch den Stein in der BlasemitemißKlettenwurtzen.
Wer den Harn nicht halten kan / soll pu^encl-,lui'iä gekocht oder gebraten brauchen / diß soll offlseyn probirt worden / und sehr bewahrt seyn/ wie o.
Valcnk, Hnclr.KloLlIcnbrocciuii in ^iilcellsncisLurio.
lorum ^nno sccukicic» vkserva^ 21. bezeuget. Anderebrauchen auch die Blasen vom Schwein zu Aschen ge-brannt/ oder gedörtt/ und gepülvert/ die Gailenvon!Haasen/ denKropffvon einem Hahn gedönt/ und ge-1pulvert / die Aschen von einem gebrannten Igel/dasPulver von den Fischen/ die in einem Hechten ge-funden werden ; aber das erste soll das bewährtesteseyn. Wann nichts helffen will / soll man jungeMäuse im Ofen dörren / zu Pulver machen/und in!einem weichen Ey / nach und nach/ einnehmen; damitsindzweygute Proben gethan worden/ wiemkiilceii,
(kurios. Hnni 6 6: 70bserv. 88. /c>li. ^1icli.?ckru5
bezeuget/ 12;. Aufeinmal soll man drey Mauslein
Für Sand und Stein.
An soll den Patienten zuvor mit einer UnzenHoM-j purgiren/ist er verstopsst/ clystirt man ihn5 mit Kühe-Milch/darinnen ein paar Eyerdotter;die Ciystieren müssen starck seyn/und wan derSchmer-zen nicht nachlast / öffters wiederholet werden; mankan ihn / bis aufden Nabel/ in ein Bad fetzen/ darinnenEybifch/ Pappeln/ rothe Rubcn/Mertzen-Veycl/Lcin-Saamew ?cenum(Zrzccmn, Camillen-Blumen undMeli!ot/ ineinem saubern Sacklein gesotten sind:Nachdcm Bad kan man ihm ein paar Löffel voll^rupi clsc.wiiii, Vcn-ris und vomKreen geben/ und z. Unzensüssen Holtz-Sajst/ item/ ein wenig Erystallen-Oel m
weissenWein getruncken/oder inZiser/Erbis-Suppen;item kleine Pillulen von Venedischen Terpentin / derlo. oder 12. mal in frifchemWasserausgewaschen ist/inweifjen Wein oder Frauenhaar - Syrup genommen.Die mit Stein^Sand und Colica behafftet sind/sollendurchaus aufkeinem Federbett / sondern aufMatraz-zen ligen / alle Entzündungen zu verhüten/ sollen auchuiä't aufdem Rucken ligen.
Für Sand und Stein ist auch gut weisser und gel-ber Agtstein gepulvert/ und in Rettich-Wasser getrun-cken; Oder Hirscbzungen-Blätter in Wein gesottenundgetrunckei?/ diß ledigt und zerbricht den Stein;
Nimm