Druckschrift 
Th. 1 (1716)
Entstehung
Seite
409
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; Drittes Buch / ^

sittenNoßzirck/von einem Vollroß oder Hengst/ dermchtgeschnitten ist/in warmenBier. äc öle-

xn? in seinen Anmerckungen über die Artzneyen / gibtwldcr das Darmgicht folgendes Mittel: Nimm süssesMndel-Oe! 2. Unzen/ Ratttchwasser 4 Unzen/weisscnWein/ Tag und Nachtkraut-Waffer / jedes z. Unzen/Ljiiricus und Zpiritusl^crcpinti, jedes 4. Tropf-fen/und den Safft von einer halben LimonioderCitro-ni/mische diese Dinge zusammen/ und mache zwey Oo-s» daraus / uno gibsz. Stunde eine nach verändernein/ so die erste nicht genug ist diesem Übel abzuhelffen/welches aber gemeiniglich geschiehet. Die Colica wirdvertrieben/ von einem gedürrten und gepulverten Hir-schen-Zehn (?ri-,pc>Lervi)mit so viel gestossenenKrebs-Augen vermischt/6: in convenienti vckiculo eingege-ben. Für diese Kranckheit dienet auch/ wann man einBier warm macht/und zimlich feist mit Butter / undthut einen Löffel voll gepulverte Lorbeer darein / und, lassts den Patienten auStrincken/ wol zudecken/und woldarauf schwitzen; wo das nicht helffen wlll/so ist die be-währteste Kunst: Nimm Schwein-Mist von einemreinen geschnittenen Schwein / druck den Safft durchein Tuch/ so viel auf einen Trunck gehen mag / nimmdarzu rothen Wein/mach es mit Zucker fein süß / undthue ein wenig Zimmet darzu/daß es leichter zu trinckensey/laß es dem Patienten trincken/und darauf schwi-tzen/ es wird den Zustand bald vertreiben/und nicht baldwieder kommen lassen; Oder streich einer Erbsen großZibeth in den Nabel/ und reib es wol ein; Oder mmmeiner halben Haselnuß groß Bibergail / thue es in einGlas/ gieß daraufeinen ziemlichen Trunck warmenWein/ und trincks aus.

Für die Colica: Nimm 2. Tropften Anis-Oel/und 4. Tropften Kraus-Müntzel-Oel / und brauchs inwarmen Wein/ ist ein trefflich k-meckum; Odernimm Calmus ein Quinte! / brauch ihn in warmenWein/ es hilfst bald; Oder k-c z. oder 4. Löffel vollBrandwein/7. oder 8. gepulverte Lorbeer/und so vielweißen Zucker/durcheinander gerührt nnd getruncken;Item 12. oder iz. Tropften Spiritus in

einer Suppen/ Anis-Brandwem/odern anderpriato eingenommen;Jtemvon8pirituVilrio!i z. oder4. Tropften / oder s» viel Lsiiami Suivliurlz in einemFrau-Distel-Wasser eingenommen; Item/klein zer-flossen oder gebrarmtes Hirschhorn/oder i'erra liZiiis-ts in warmen Wein eingenommen; Oder nimm zweyHand voll weissen Habern/zerstoß ihn in einen Mörsel/geuß anderthalbQuart altenWem daran/laß de Weinin einem Kesiel wol aufsieden/ msdann thue den zerstos-senen Habern darein/ und rühr ihn fein gemächlich um/daß er nicht anbrenne / wird em liebliches Küchlein dar-aus/ laß ihn aber weder zu dürr / noch ^ naß und zudünn werden; alsdann nimm den Kuchen/und bind ihndemKrancken bloß (sowarmers leiden mag) auf denNabei/derSchmertzen vergehet bald; Jtem/kec. 5p>.riw» Nilri,zu Teutsch Saliter-Geist/ z. oder 4.Tropf-feu/in einem warmen Bier/ sich fein warm zugedeckt/es hilfft durch GOttes Gn ad / gar in kurtzer Zeit/ ist anscyr vielen bewahrt befunden worden.

tie>mc»nt»u8 c!e fol. 107. sagt: Mandel-Milch getruncken / hilfft für die Colica / weil sie die in-

l. TheU.

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wendigen Glieder/mit ihrem Anrühren / gleichsam sal-be und besanfftige.

tjcnricvs diolliu» in ttcrmeticA 5ol. 49.

schreibet: Lonvolvulusin 8eZet!bu3prl)venicns, in-ickins rcprzelcnlst, iclco c>eco<Äum cjus cli in LoiicZlinzulare.

Item unter ein halb Seidel Geiß-Milch/thu Mil-lirtes Lein-Oel drey Löffel vol.'/ und trincks warm: oderaus welschen Nüsscn nimm die Creutziein/ dörre undpulvere sie / und nimm davon einen Löffel voll in einerSuppen.

ösricellus meldet/daß der ausgepresste Kuh-Fladenvielen die Colica habe vertrieben / wann er also bereitetwird/daß mans nicht mercke/istaber mehr eine Cur fürdie Bauren; Oder das Blut von einem Aal in rothenWein gemacht / und in den grösten Schmertzen ge-truncken/ so lindert es sich bald.

Item/Braun-Müntzen-Pulver einen halben Löffelvoll in einer Hühner- oder Fleisch-Suppen zweymaldesTages eingegeben/und also damit cominuirtzOderfrisches Küh-Koth im Mayen ausgebrennt / und davonöffters getruncken/ hilfft wol.

Item/ Camillen-Blumen in einer feisten Hühner-Suppen gesotten/und einer welschen Nuß groß Hir,schen-Jnschlet darinnen zergehen lassen/auch sin wenigMuscatnuß-Oel/und aufs wärmste ausgetruncken / istbewahrt; Oder man soll eine halbe Kannen Meth / einhalb Seidel Baum-Oel/ und eine Hand voll Kümmelso lang sieden/als man ohngefehrein Kaibern-Fleischsiedet/ und soll davon trincken.

Für das Reissen: Eine Hand voll Kranaweth-beer/auch so viel Hanffkörner/ eines kleinen Ey großVenedische Seiffen/ durcheinander wol gestoßen/undBaum-Oel daran gegossen/warm aufein blaues Tuchgestrichen/ und alfo übergelegt; man muß zwey dieserPflaster haben / und eines um das andere überlegen/desTages dreymal / und in der Nacht/ wanns besserwird/soll man hernach den blauen Fleck noch ein dreyTage lang tragen.

Item/von dem Fa^-Zahn eines hauenden wildenSchweins davon ein Messerspitz gefeilt/und dem Pa-tienten davon in convenienti vckicuw, oder M eilMSuppen eingegeben.

In der Darm-Gicht/ soll man sich mit LeiwOel cly-stiren; Galgant offt genutzt/ist auch gut dafür,- Oderdlstillirt Maydlumen-Waffer/oder Poley gesotten inWein/ und warm aufgelegt; Item/ Engelsüß offt ge-braucht.

Für allerley Leibes-Schmerhen/kan man/ nach derdreyzehenden Stunde des neuen oder vollen Mondes/drey Knobloch-Zehen klein hacken/und meinem Löffelvoll Brandwein einnehmen.

Herr Carri-Hter gibt dieses Mittel: Nimm Oicum8pic!insrcji anderthalb Löffel voll/laulicht/ im vierdtgenweissen Wein 4- Löffel voll; Oder nimm ckciicionZa-Kraut/ breiten Wegricht / und HundszungemKraut/jedes zwey Hand voll / zerstoß und siede sie in gutenweissen Wein / bis es gank weich gesotten / wie einMüslein wird/ legs also über den Bauch / so warm dues leiden kanst.

Fff Für