Druckschrift 
Th. 1 (1716)
Entstehung
Seite
403
Einzelbild herunterladen
 

Drittes Buch/ Hauß-Mutter.

netzt man Baum-Wolle/und legts überdie Blattern/es vertreibts in einer Nacht / ist auch gut zu allerleySchrunden/Zittrach/ Räuden/Kratzen/ und alle bösegifftige Wunden und Gebrechen der heimlichen Giie-

4c>Z j

der.oöer nimm rockeneKleyen/Hönig und Essig/macheein Pflaster daraus/ streiche aufem blau wollen Tuch/und legs über; Oder röche Pappeln m Wem gesotttyund übergelegt.

cvii»

Brüche.

Er gebrochen ist im Leib / sagt äpollingn». dersiede Eybifch-Wurtzen in Wein/ und trmckedavon; oder Garben Kraut(^i»cfoiium)ge,pulvert/ und davon gerruncken; Item / Basilienkrautgepulvert/ in Schlehen-Safft getruncken/ 8. Morgennacheinander; Oder Rhabarbara in Wein gelegt/ unddavon getruncken.

Ein köstlicher bewahrter Wund-Tranck/ wann einMensch gebrochen ist: K.Heydnifch Wund-Kraut an-derthalb Hand voll Wintergrün/ Sinau/ Waldmei--ster/Mausöhrlein/Braunell.'vgolden Günsel/ spitzigenWegrichr/jedes einHand voll/Weinraute/dasKraut/grünen Buxbaum/Odernienig/Beyfuß/jedes 2. Handvoll/Schwalben-Wurtz eine Hand voll / diß alles kleingehackt/ in eine halbe Kandelgeschüttet/ voll mit gutemvierdigen Wein gegossen / und wol vermacht / daß keinDampffdav»n kommt / setz die Kandel in ein Wasser/und laß es eins Stund sieden/ daß sich das dritte Theileinsiede; von diesem Tranck nimm alle Morgen und A-bend einen Löffel voll warm / auch wann du sonst tun-cken willt/so nimm unter deinen T^anck/allzeil 4.Tropf-fen von diesem Tranck/ istprobirt.

Nun folgt auch die darzu gehörige Salbe: y-.Weis-len Wintergrün/und weissen<L?anikel/ fedes 2. Loth/braunen Sanikel «.Loth/von diesen Krautern/ Blüh/Kraut und Wurken/ hepdnisches Wund-Kraut awderlhalbLoth/Eyvisch-Kraut^.Loth/ goldene Gachel/Hüner-Darm/mitder rothen Blüh/anderthalb Loth/Sinau undDurchwachs-Kraut/jedes i.Loth/diß allesklein gepulvert / mit Eyerdotter-Oel/ Natterzüngel-Oel/ jede64.Loth/ Mayen-Bulter/ altes Schmeer/Milch/oderSchmaltz/Hirschen- Unschlit/jedes 8.Loth/diß alles zusammen in eine zwo-Aechtring-Kandel ge-schütt/ in einen Kessel Wasser gesetzt, und z. ViertelStund sieden lassen/hernach gesyhen/und in einem gla-sirten Hafen gethan/darnach den gebrochenen Ort wolgesalbet/ und einen Bauschen von Tüchern darauf ge-bunden/ und stets gebunden lassen/ so wird es baldheilen.

Jungen Kindern den Bruch zu vertreiben: Nimm

dasGemösvon einem Schlehen-oder Hagen-Dorwsiede in guten Wein/ mache eine Creutz-Binden/ und?legs demKMd aufden Bruch; es muß abel 8. Tag.' ausdem Rucken liegen/ und fleissig beobachtet seyn/ d.ißessich nicht wenden möge/ so wird es davon gesund undheil. .. "

Item/ für den Bruch an den Kindern / soll helffcn/wann man Schnecken mit samt der Schalc» klem zer-stößt und auflegt; diß lst auch gut für die Wassersucht/weil es das Wasser wol ausziehet»

Eme srtliche Cur durch die Transplantation wird iaklilcell.Lurins.snno cjuartoScquiato Qblcrv.,«zz.er,zehlet/ ausKclslion v. Lec>rZil?ranc«! Am grünenDonnerstag soll man ein Hüner Ey warm aus demNest/das erst neu gelegt ist/ nehmen/ aufthun/ undoenPatienten aussaugen lassen / die ledige Cyerschalen sollvon des Krancken Urin angefüllt/ und in einem Rauch-Fang gehangen werden/ so wird der Bruch nach undnach/also verschwinden,wie der Harn imRauch-Fangeindorret; und sagt/daß ets selbst/wie auch v SamuelGeidlein/Kteclicus zuStraßburg/osstmals probirt undwahr befunden habeItem/nimm Sanikel s.Loth/Schwalben-Wurtzen

6. Loth/ Schwein-Brod/ oder Lxclamcn anderthalbLoth/Natrerwurtzen s.Loth/Schwartzwurtzen z.Loth/alles gröblich zerstossen/und miteinander vermischt; da,von nimmt man 4.Loth/bindet es fein l ogel in ein Tüch,lein/gißt anderthalb Maas guten rothenWein daraus/und läßts verdeckt halben Theil einsieden/davon soll derKrancke/ Abends und Morgens / ein Las-Hopssei vollwarm trincken/soll auch dieseStück zu Pulver machen/und alle Tage 2inal ein halbes Quint in einer Suppenehmen;von diesemPulver soll unter das brauneStich-Pflaster i.Loth zu 4. Loth Pflaster genommen/wol dickaufgestrichen/aufdenSchaden gelegt/und alle Tage er,frischet werden; und diß muß man brauchen/ biß es gutwird.Wareaber emWeibsbtld grossesLeibs/Muß mandas Schwem-BrodundSchwartzwurtzen auslassen/ist gar bewährt.

cx?. cvui.

Unfruchtbarkeit Lc lwporeoris>

N diesen Stücken ist vornemlich eines ver^nünsstigen und treuen Klcckci Rath zu gebrau-chen/denn/ weil die Unfruchtbarkeit aus vielerleyUrsachen/alsausHitz/Trockne/Feiste/Kält/Feuchte/ Aölle des Leibs/ und andern Zufällen/ so wolan Vstnr.s und Weibspersonen/herkommet/so müssen

sürnemlich dieselbigen Hinderungen aus dem Wegegeraumet/ und also der Natur wieder geholssen wer-den/ damit die behaltende und mittheile.'.ds Krasst zur(Zcncsalion sich stärcke und erhalte; an beeden dieFruchtbarkeit soll befördern/ (wie Hm Wlrsung mel-det) wann man nimmt Steckrüben - und Mohren-

Saa--