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Th. 1 (1716)
Entstehung
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402
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Des Adelichen Feld-und Land-Lebens

In rothen Rühren und Durchlauft/gibt v«Minde- - wen darinn sieden und abseyhen/laß/eines grossen Cyxer in ^cciicina mUitsri folgende Clystier: Nim frisch- groß/Hirschen-Jnschlet darinn zergehen/ und applicirsgemolckeneMilch/da der Rchm noch dabey ist/lösche warm.

Heisse gliHendeKiselstein darinnen etliche mal ab/ daß Ein gute Clystier für die Ruhr: Nimm neugemok-sich die Milch wol erhitze / httiiach thue darunttr 2. oder ckene Geiß-Milch / lösch darinn kleine glühende Kiesel-z. wolzerklopffte frische Eyerdottern/4. oder s. Loth Zu-. stein ab/so viel/daß sie davon wol siedend wird/laß Hir-

cker/ auch Hirschen- oder Bocken-Inschlet / absonder-lich zerlasseii/ bis 2. oder z. Loth / weißes Hunds-Koth/gepulvert 1. Lsth/brauchs warm m einer Clystier / diswaschet die Därmen aus / mindert die Schärfte desgefallenen Geblüts und der corrollvischcn Feuchtig-Mten/ lindert und heilet.

Ein gute Haus-C!ysiicr: Nimm neugemolckeneMilch l. Seidel-oder nachdem die Person ist/ laß einenLöffel voll Kümmel klein zerflossen darinn sieden'und ab-seyheu/thue darzu einen Löffel vollHenig,und zwey Löf-fel voll Zucker / gär wol durcheinander gerührt / undwieder gesiegen.

schen-Inschlet einen guten Brocken darinn zergehen/und spplicirs.

Bisweilen braucht man auch in dergleichen Zustän-den Zäpfflein/oder Wind-Kugeln; die Zäpfflein machalso: Nimm Honig/darunter mische Saltz und Mehl/sied daß es hart wird/und nicht m^hr klebet/mach Zapfstlein dar«us/nach Gefallen/und beHalts in Baum-oderLein-Oel/vder Schmaltz; man n,acht sie auch auf an-dere Weisen. Woferne man aber in der Eyle keineZäpfflein kan haben oder bekommen/so nehme m«n nurein Ang^r-langes Trümlein von einer Jnfchlet-Ker-tzen/^c immittöl -zivo.ut clscek, und laß es also stecken/

Eine gute Clystier im Reiften: Nimm gute feiste' bis solches cum Vcnw Lc pxcremcnkc» wieder herausHühner-Suppen/ laß eme Hand voll Camillen-Blu- komme/es wird eben so wol seineWirckung verbringen.

Vom Mast-Darm und Zeucht-Blattern.

Ann der Maßdarm heraus fiele / so koche Sal-!ve-Blätter und Wollkraut im Wein/ und sitzaus solche Krauter warm/das treibt ihn wiederhinein. Herr von Rantzau gibt dieses Mittel: Gra-be viel Schlehen-Wurtzen/siede sie in einem Geschirrinrothen Wein oder Wasser/ sitze darüber/ daß derDunst in dich gehe/ so genefest du; Item/ nimm weis-sen Mähen/ pulver ihn/und leg ihn mir Rosen-Oel auf/oder nimm tolia Verbalci, koch sie m Milch / netz einTüchlein darinn/und legs warm auf/ leg auch die Blät-terdarauf; Jtem/kvchPappeln in Ziegen-Milch/undlegs auf; oder nimm Mehl von Winter-Gersten/ misches mit Rosen-Oel/ und salbe dich warm damit; Itemwann der Affter entzündet und ein Brand zu besorgenist/gibt vvÄvCarrichter dieses Mittel -.Nimm Nacht-schattenkraut und braune Müntzen / jedes drey odervier Hand voll / siede sie in einem wetssen Merdigenguten Wem/daß sie gantz weich werden/hernach aus-gedruckt / und ungefaltzenen Butter darinn zerlassen/und Pflaster-weis aufgelegt/es hilfst von Stunden an;Oder so einem von vielen Seäibus der Affter entzündetwäre/ so nimm Ochfenzungen / mit samt der Wurhenund Melissa-Kmut/jedes zwey Hand voll / im frischenWasser zu einem Mus gesotten/ zerstossen und kalt auf-gelegt/es hilfft bald / und vertreibt auch der goldenenAder Schmertzen.

Wann sich der Leibdarm heraus ziehet / sosoll manvon dem Pfennig-Brey mit den röthlichen Körnern/wann man ihn mahlen oder stampffen lasst/ die Kleyenaufheben/ und wann der Leibdarm heraus gehet / sollmans darauf streuen; auch foll man Schlehen-Wur-tzen in rothen Wein sieden, Tüchlein darein netzen/ denDarm also warm hinein drucken / dann soll man neh-men ein eychenBrel/warm nmchen/em Tuch darauflegen/ und soll der Patient darauf/ so warm ers leidenmag/sitzen/und soll den Athem an sich ziehen.

Für dieFeucht-Blatter solldieses ein bewahrtes Mit-tel ftyn: Nimm ein Strützel Butter/wasch ihn etlich-malwol aus/ aus frischem Wasser/ darnach aus Ro-sen-Wasser auch gar wol; nimm nachmals schönenTerpentin/ nickt gar so viel als des Butters/ wasch ihnauch wol aus Rosen-Wasser/nimm einen halben LöffelvoliBleyweiß/auch Weyrauch undMastix/jedeö so vielals des Bleyweiß ist/ mach es aufs kleineste / als mög-lich ist/zu Pulver/rühr alles wol durcheinander/nimmdarnach Campher/ laß ihn in Brandwein aufeinemGlütlein zergehen/gieß und rühr es auch unter das an-dere / beHalts in einem Büchslein oder Glaslein ;wann mans brauchen will / so schabt man Faßlem voneiner Leinwath / streicht das Salblein darauf / undlegts auf.

kx Ovtnini kzniovü Uanulcripto ist folgendes:Nimm Rauten/schneid sie klein/stoß sie in einem Mör-sel / und leg sie also sasstig auf die Blattern; oder nimmWeyrauch/stoß ihn klein/ mach mit Eyerklar eine Sal«be daraus/und leg sie auf die Faigwärtzcn; oder mmmeinen Eyerdotter / mische ihn mit b>auen Veyel-Oel/streichs auf ein Tüchlein / und legs auf; Item/ brennGans- oder Hühner-Mist zu Pulver / streu es auf/ sollbewährt seyn.

Die Faigwartzen zu vertreiben/soll man erstlich weischende Krämer warm überschlagen / darnach soll mansie mit Zwiebeln reiben / daß sie nassen / hierauf mußman trocknende Pulver aufstreuen / als gebrannteSchnecken-Haufel/gebranntes Rehe-Haar/ gebrann-tes wüllenes Tuch/ und dergleichen ;Odernimm Eyer-dotter-Oel/ das mach also: Nimm Eyer / so viel duwillt/sied oder brate sie hart/thue vie Dotter heraus/röste sie in einer Pfannen/ rührs wol durcheinander/bissic gar hüpfch licchtbraun werden / darnach thue sie instarckesrupffenes Tuch / das zuvor in warmen Was-ser genutzt ist/drucks in einer Preß aus/ in dieses Oel

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