Drittes Buch/Hauß- Mutter.
Au Verhütung aber dieses Ubels/Hab er den Wermut-Wein sehr lecommcncjirt/ nüchtern getruncken / undz. oder 4. Stunden darauf gefastet / unter den Wer-murh-Wein aber/ hab er auch bcnccliÄum.
die Spitzlein vom kleinen Centauer / Pomerantzen-
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Schmissen/ Tormenttll-Alant- und Angelica-Wurtzen/Calmus/Enzian./Melissen-Blatter und Cubeben ge'nommen/ das sey nicht altem wider die Ruhren/sondemauch wlder die inlcZion und ?elcckcn em t)eltsamcs
l'rsescrvaü/.
c>?. ev.
Vom Zwang/der Golden-Ader/und von Klystieren.
5 6?Ur den Zwang ist gut Basilien-Kraut in Wein
'gesotten und genutzt; Item von der dicken Mar-
garanthen-Blühe gesotten m Wein/und den ge-
ttuncken. ^
sul.(.'-?ssrkaricclli schreibt in ttorlulo KeniallwI.
ff. daß ein Syrup von Creutzdorn-Beeren/ die sonstenSpina cervinz scu Infc^oria genennt wird/ also ge-macht wird: Die Beer werden zu End desOctobcrswolzeitig genommen/der Safft ausgepresst/mit Hö,nig oder Zucker zu einem Syrup gesotten/ und ein we-nig Mastix/oder Ingwer/Anis oder Zimmet darein ge-than/ und einer Orackmg schwer/oder ein wenig mehrbis auf zwey/ mit ein wenig Wein oder Zimmet-Was-scr vermischt/ eingegeben/soll für den Zwang fürtrefflichseyn; der Patient muß sich im Essen halten / und nichtschlaffen. Und sagt bemeldter äutkor. er habe/ einemWinter damit ausdie 1000. Personen geholffen; itemTerpentin/dürren Majoran/und Lorbeer-Schalen aufein Glut/ in einem Leib-Stuhl gethan/und den Rauchin sich gehen lassen; oder nimm Genserich/Weeggraß/Wollkraut und Eychenlaub / mach sie in zwey leineneSäcklein/siede sie in Lösch-Wassec aus einerSchmied-len/ diese Säcklein drucke zwischen zweyen Bretleinaus/und leg je eines ums andere/so warm es zu erleiden/auf dem Maßgang/wie L>. Minderer in kicäicins mi-liläri schreibet.
hat einen verbrannten gantz russigen alten„ zgelstein aus einer Feuerstatt genommen/zu Pulvergestossen/ihn mit siedendem Essig/ als einen Brey an-gemacht/in ein Tüchlein geschlagen/ und für den Maß-gang gelegt; Item/ Haarlinsen in Säcklein gefüllt/oder Himmelbrand in Wasiergesotten / und sie mitblossem Leib aufs wärmste darauf gesetzt.
Für die goldene Ader: Zerstossene Zwiebel mit fri-schem Butter gemengt und aufgelegt / vertreibt dieSchmertzen; dis thut auch Seminel-Schmollen inKühe-Milch geweicht/mit zweyen Eyerdottern/ein we-nig Saffran und ?opuieo, item nimm rein gepulver-ten Schwerstem/ vermisch ihn mit frischem Butter/undschmiere die Adern ?. oder 6. mal des Tages/so wird esin kurtzerZeit den Schmertzen stillen / die ttumorcsaustrocknen/ und den Schaden heilen.
8cropkulari-e raciix collosut pcüori appcnsa prolmZuisri Hmuleto kabetur. Item sechs Feigen in derMitten vonemandergeschnitten/in Brandwein gethan/und angezündet/ daß er zween Zwerch-Finger darübergehe/bis es ausbrennt/nimm ein solche halbe Felgen/legs aufden Schaden/so warm du es leiden kanst/ undlaß sie darauf bis sie kalt worden/welches eher/als in ei-ner halben Viertel Stund geschiehet / dergleichen solldu alle übrige Feigen darauf legen/und sie Interim beyeiner Glut warm halten/ das wird dir gantzlich helffen/alle Schmertzen/ Geschwulst und KnöpffeaufderAder
benehmen/und machen/ daß sich dieAdern wieder in denLeib hinein ziehen.
Item nimm ein wenig Baumwollen in Roßmarin-Oel genetzt/ damit schmiere die geschwollene Ader/ undeine Stund oder zwo darauf abermai/und also bis dreyoder viermal; wann nun die Ader also gelindert wor-den/wird sie sich öffnen/und viel Materi herausgehen/du wirst auch alsobald darauf nicht allem Milderungdes Schmertzens empfinden / sondern auch gantz heilwerden; diese zwey Mittel sind aus Herrn vixbv
Oe campi sagt: Man soll eine grosse Aal in Man«del-Oel bachen / und den Schaden täglich zweymalschmieren/ so heilet er.
Das gewisseste ^muictum für die llsmorrkoi^cs.gibt l). X^eciclius in Klilcell. Lurios. ^nno z.'otzlcr v. i9 /. daß vielen Leuten geholffen: Man hängtdie frische Wurtzen l'eicpki, mit so vielen Knöpffelvals man in der goldenen Ader empfindet/ an den Ru-cken/ zwischen der Schultern / so wird/ mit samt derwelckenden Wurtzen/ auch die goldene Ader heilen.
Caspar Lioppiu», als er lang an diesem Zustandgelitten/ und ihm nichts helffen wollen/ hat endlich ausRath eines Dominicaner-Münchs/denOrtmit seinemwarmen Urin gewaschen/und mit Schwefel durch ei-nen Trichter beräuchert/ ist gantz heil worden. 1 ekcl komüöarrkolino inXüisüäecl. Volum.4. Öblcrv.z8.sol.89.
Folgen die Clystieren. Eine Clystier/ die zu vielenKranckheiten dienlich ist: Nimm Pappeln/ Ve,)el-Kraut/ jedes ein Hand voll/ laß es im Waffer sieden/so viel vonnöthen; von dieser durchgesiegenen Brühenimm 12 oder l6. Unzen/ zertreib darinnen LaMa, Ho-nig und schlechtenZucker/jedes anderthalb Loth/Baum-Oel drey Unzen/ Saltz ein oder anderthalb Quinte!/vermisch es und gib s in rechter Warme/man mag auchwol/an statt des Waffers/Hühner-oder Fleisch-Brühenehmen.
Ein Clystier wider die Lolica mach also: NimmCa,mille»/Pappeln/ Eybisch-Lein-Saamen / jedes eineHandvoll/ Deymenthen/Fenchel/ Anis/Kümmel/je-des eine halbe Hand voll/darüber gieß Hühner-Brühe/wolgesiegen/und darinn gesotten/ thue darzu frischenButter und Baum-Oel/jedes^. oder 6. Loth/ und einenwolgeklopfften Eyerdotter darunter/gibs weder zu heißnoch zu kalt. ,
Eine Kinder-Clystier: Nimm ein Lamm-Köpfflein/sied es ungesaltzen; von disser Brühe nimm ein halbesSeidel/darein thue eine Hand voll Pappeln/ laß es sie-den/seyhe es ab/thue darein zweyLöffel vollBaum-Oel/einen Löffel voll geflossenen Zucker/und ein wenigSaltz/laß es überschlagen/ appiicirs warm / und halte dasKmd gleichfalls warm.
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