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Th. 1 (1716)
Entstehung
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400
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4vc> De6 Adel ichen L

^ Ruhr-Kraut gcnennet; Item kj-. einQuintel Weg-i reich-Saamen/stoß den/un mm ihn ein/in einerBrühe/darinn man von den Wegrichdie Spitzen und Gtpf-feln gekocht hat/eontinuirs z. Tage Morgens nüchtern.

Ein sonderlich ^rcsnum wider die rothe Ruhr soll?rjzpuz Lct. seyn / so ausOst-Indien in unsern Euro-päischen Ländern bekannt/ offt und glücklich gebrauchtundversuchtworden;darzu dienen auch die Schalenvon denen in Essig gesottenen Krebsen/ zu Pulver ge-macht/ und dir rohen Krebsaugen gepulvert. Also hatl).)-,cotz ?zbriciuz in der Ruhr/davon die Armeean-gesteckt war/inDannema:ck/unzahlich vielen davon ge-holffen/ mit emer C.ystier aus dem Saffr der nicht vielgesottenen Krebsen/die man zerflossen/ ausgedruckt/ einwenig gesaltzen/ und also sppücin hat; Nsc ranone

(sagtD. Sachs in (ZammaroloziZ) rüfrizerant, acri.mvniam kumorum rcmpcrant, f rmentationcs inki-bcnt, s.icultstc snocl^nZ cjolorcm st>piunl, virtuteIzZlsamicii giutinant. Und ist dcnckwürdig/was v. sok.

fct.r, an obbemeldten Herzn O.Sachsen schrei-bet: !"valLreto!imcru?nta v^senrcrilL iuesliLksenlium aAros ^ sc6cancri lancicm ad ^LlLuIapnLoco (V^ÄvrKoch) in tudt,6ium vocari, omne m.i»lum inox suiiutere, lantumczuc prsecisetortitTimo l)u-c! luo pcpercle, utnovamlibi polierisc^uc ö-ililicamjnäe ülueret, pro loci more mazniticö cxsciiücatzm.In cujus rci pcrennem memorism cancrorum^ueimmorlzlcm ^loriam , üuäiosorum turba» tanti Iz«.ncf.cii probö conscia, clckils Zralituclinis crAo.ittzg ze»ticsplerumczuc voczrelolet: l). Kochs Krebs-Burg/jbicj.fol. 8?c.

Für die rothe Ruhr/mag man einen mitBrandweinabgetriebenen frischen Eyerdotter einnehmen ; odernimm des besten Methridat oderTheriac/streich es aufein Tüchlein / und legs Pflasterwelse über den Nabel/

oder^acato super cclpircm, czuem circumfoclc , 8cexime.Kk ccspitcm, c^uö excremcntacontinenlur, in-vcrtck!nls2, rcponc.oder trinckeinweich-gesottenesEy aus/Morgens nüchtern/ein wenig gesaltzen/ und ißetliche Stunden keine andere Speise drauf/des andernTages/ thue es gleich also mit zweyen Eyern/ soll in derrothen Ruhr ein gewisses Hülff-Mittel seyn.

Für einen hartnäckigen Durchlauff/sagt v.Vel-lckius Mscell (^Ulios anno L. Odlerv Z7.jstdes kZcl»montii V!ittel gut befunden worden : Eyer hart ge-sotten mit Rosen-Essig genommen; so ein leichtes undnlcht unangenehmes k--mLäiumjst.

^ppoliinzr'i8 sagt: Wer die rothe Ruhr hat/der pul-verisier Tormemill? Wurtzen und trincks mit Wein /es hilfst; Item nimm von Wegwarten die obristenZäpsiiein / mitsamt der Blühe/ dörre sie/aber nicht ander Sonnen / pulvers/ gib ein solches Zäpsslein demKranckdn in einem Ey ein / hat ers aber nicht lang/ sogib ihm zwey oder drey Zäpsslein ein; unter das Weg-wart - Pulver soll man den dritten Theil schwachesHirschhorn nehmen ; JtemEisen-Blühe/ gepülvcrt/in warmen Suppen eingenommenttclmont.schreibtOrtu lViccjiciriT fol. 476 .n. 28.daß das Blut von einem gehetztenHasen/in ein saubersleinen Tuck aufgefangen/gedörtt/von diesem gefärbtenTuch nur ein wenig in einem Wein gelegt/ und zu trin-cken gegeben/die rothe Ruhr Dertreibe. iclcmt^eiic-

cum, Ki^lipelsn-ippoLtumccrlo «.urst, imo (inczuit)

m o-uno Hcib-Lebens

miliics Lcrmani, Icpo^em fumolZccstum, prsbentin poru, cur-jlur O/scnrcriz non fzllaci cvcnlu^

tem dieLeber von einemBiber/ oi^er Otter/in starckcinWeingewaschen/auffgedorn/und 2. Scrupei/oder einQuintel in Kmten-Wun eingegeben / oder gedonresHirschen - Fleisch 1, Quintel / mir Etseukraut-Wassereingegeben/ soll bald helssen.

"Wider die rothe Ruhr soll ein bewahrtes Mittelseyn/ wann man eine Biut-Wurst oyne Speck macht/solche siedet/ und davon nüchtern ohne Brod/ und sonstnichts/genug isset/auch ohne Saltz oyne was Anfangs/da mans gemacht hat/darzu kommen ist. Der Patientsollinder Ruhr nichts trincken/ es sey denn vor mitStahlabgelöscht/soll sich auch vor Schweinen-Fleischund frischem Bier hüten.

Wann einer die Ruhr lange Zeit gehabt/ gibt Her:Carrichter dieses Mittel: Nimm ein frisches unge-sundes Hasethun/ bereit solches/als wollest du es gleichbraten/ thue es in einen verglasirten Hafen/ setz ihn wolverlmirt in einen Ofen/ brenn ihnzuPulver/ und gibdavon Morgens und Abends in Wiun zu trincken/vderm der Speist zu essen; Item das Blut von einem ge,hetzten Mertzen-Hafen nm Rocken-Mehl zu einer Ku-gel gemacht/ drey Mcsserspitz davon eingegeben; OderEyer in Essig hart gesotten und dem Patienten zu essmgegeben/ stillet die rothe und weisse Ruhr/ auch aller-hand Bauch-Flüsse/ wie L>. Minderer >n Klcckcinümi.lilari bezeuget.

Für allerley Ruhr: Nimm eine Wurtzen s^ni.laß sie z. Stund m einem Gläsel Wein liegen/ un trinckden Wein/wann du will schlaffen gehen/und auch waiidu aufstehest; wills noch nicht helffen/ so lege 2. Wur-tzen in den Wein / und so bald du merckest / daß es sichverstellet/ so hör mit dieser Cur auf. Einem saugende«Kind legt man diese Wurtzen in Milch/ kocht ein Musdaraus / und gibts dem Kinde; Oder breiten Weg-richtin Geiß-Milch getruncken/ wannsdarinngesot,ten hat; Item von einem jungen Eychbaum (doch daßer nicht gar zu jung sey) die äußerste grobe Rmden hin-weg gethan/ die andere Rinden im Wasser gesotten /und stets davon getruncken.

Für die rothe Ruhr / nimm altes Korn (je älter jebesser) dön und pulveres/ nimm des Tages dreymalein / es stillet alle Ruhren / und ist an vielen bewährtworden; Oder mach von einer dicken Mandel-Milchund Reiß ein Mus / wie man sonst den Reiß kocht/ ißes ungesaltzen/ des Tages dreymal/ Morgens/ Mit-tags und zu Nacht / drey Tage nacheinander / man ^mags auch für kleine Kinder von Krasst-Mehl machen.

v. Vcllckiu» Lcnt z.iUiiitomimemstum Oklcr 44.

schreibt/ es bezeuge es die Erfahrung/ daß die gepulver-ten Füße von einem Rebhun/ die vorhin gedörtt wor-den/Morgens und Abends im rothen Wein ein Quint-tel eingenommen/ die Ruhr heilen und vertreiben. Undl). kartkolinus c. ent. 2. tti a.änat 6s. schreibt/daß einBurger zu Koppenhagen mit folgendem s-cet vielenLeuten geholffen habe: Er habe einem alten erwachse-nen Menschen ein halb Pfund warmes Bier/ darinnendie Gipssel von Wermuh und weisses Saltz gekochtwaren / zu trincken gegeben/ und darauf eine zerribeneMufcat-Nuß im Bier zu sich nehmen lassen ; den Kin-dern aber hab er/nach dem sie starck oder schivacb wa-ren/z. 4.5. oder 6/Löffel voll dieses Tranck eingeben;-