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Th. 1 (1716)
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397
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Drittes Buch / Hauö-Mutter.

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chendcsfur die Nase halten/ sondern nurwasstincket/«ls Afanck/Bibergail/ gebrandte Federn von Rebhü-vern; unrenher aber muß man sie mit wohlriechendenSachen/als Mnzoin/Storax/Bisem/Ambra/Abeth/unddergleichen/bemuchern.Den Männern/so inOhn-macht Mn/ muß man Wasser/Ziosen-Waster/ oder,Wem/Ms manamscstmhMnkan/mSGesichte.spri- j

tzen/ Arme/ Fusse und Finger starck reiben/man mag

cmch wolein wenig starcken Wein / oder gute nusge-brandte starcke Krafft-Wasser eingiessm/und sie an ei-nen guten Wein-Essig riechen lassen, ^poli.nsris sagt -Roßmarin in Wein gesotten/ mir ^>.an!kos ver-mischt / ist gut wider die Ohn»

Wachten.

cll.

Von dttn Magen.

Ann der Magen - Wche von überflüssigem^Schleim herrühret/ mnd man nicht fasten.kan/- oderwill/ mußman ein Vomiwrimn gebrau-^chen/unddenMagenmitWevmuth-undEnzian-Was-ser wieder iiärcken/ auf den Magen kan man ein Sack-iem mit Majoran/Camillen/Rauten/Wermuth/ Ne-gclein/ Ammet/ und Muscat-Nltß machen; nach derMahlM/kan man Anis und Fenchel essen. Wann einUnwillen ist jur Speiß / der Mund trocken und-bitter/und allzeitDurst / auchofftdieGall gebrochen wird/mußman sich puvgiren und Aderlässen ; auch kan manHartz von Kirschbäumen/ in Wein oder Wasser zer-lassen/trincken. Waniuuchts heissen wili/ muß mandemKrancken bißweiley geben/ was ihm gelüstet»

Für alle Magen-Schmertzen / sie rühren her auswaserley Ursach sie wollen/ gibt?wr«vanri nc ijecrellr^l.onaii folgendes Mittsb: Nimm von kZc>>cbvin ni-zrc» gepulvert i.Scrupel/ 8an(jar^ca 16. Gran/ vondem 6Ie<Huario!>ucci rulati desüÄssuc4,QuMt/Mlschees/und nimms z.oder zmal frülvnüchtern also ein/ daswird alle böse Feuch tigkeit auö dem Magen führen/ da-von die Schmertzen entstanden sind.

Für das BrechemNimmRocken BrSd/röstees aufeiner Glur/besprenge es mirEssig/ daß es ziemlich'seuchtwerde/ streue zerstoffenenPfesskrdarauf/ leg es am ei-nem Tüchlein aufden Magen.

WerWürm imMagen oder imLeib hat/drrschneideeinen Coloqumten-Apffelentzwey/laß denhalbenTheildavon mit einerOchsen-Gall in einer Pfannen rösten/oder backen/ biß er einen guten Theil derselben eilige-truncken hat / darnach lege er ihn über den Nabel / amwärmsten/als es zu erleiden/deMbeNds/wann er schlaftfen gehet/und binde ihndarauf/daß er diegantze Nach!am selben Ort bleibe/ des Morgensthue ers ab / undcommuire dieses z. Nachte nacheinander.

Den Magen erwärmen / Betanica mit ein wenigNegelein undZucker inWein gefotten/u»td getruncken:Jrem/ öalkiicum, oder Balsamkeit/^derMajoran inWein gesotten und getruncken.

Für dasBrechen sind gur/Lorbeer-Blätter inWeingesotten und getruncken; Item/nimm Senes Blätter6.Lolh/weissenJngwer4 ^oth/Zimmet > Loth/l-iquirl-n« i.Loth/;w«rch.;erschnitlenenAnl6 i.Loth/Negeleini.Quint/Zuckerzo.Loth/mach alles zuPulver/und die-se offt gebraucht/ist em sonderbares Experiment für al-lerley Kranckheiten des Magens. Wann man dieSpeise nicht behalten kan / so nimm guten Parmesan-Käse/ reib ihn auseinem Reibeisen / einen guten Löffelvoll/gießungesaltzeneHüner-Brühdarauf/nimms all-

zeit vordem EsM ein ? Item / nimm Spaltlein vonBrinner Aepffeln / siedsein wenig in Wein/ und iß sievordemEssen.

Für einen kalten/ bösen Magen: Iß MorqenSnndAbends eine gebrateneFeigen/thue in die erste Feigen 9.Pfesserkörntein/ und »ß alles miteinander/ aufden A-bend wieder also/ thitt aber nur L, Pfefferkärnlem hin-ein/ und brauch ein Löffel voll Brandwein darzu/ dasdrittemal nimm 7. Pfefferkörnlein/und also allzeit einsweniger/ so wird der Mag-n bald besser und bekomt derPatient einen Lust zumEssen/che ers'Zmal einnimmt.

Ein gutesMagen-Pfiaster.Nimm eineHalbe Mal,vasier/ oder sonst den starcksten Wein/ brösele Rocken-Brod darein/daß es dick wird/ wie ein Koch/ thue es meine Pfmme/schülte dareinNegelein/ZimmetundMus-car-Nuß/jedes einen halben Lsffel voll/ lasseSaufeinerGlut sieden / daß es gar dick wird /theile es-zwifchen 2.Tüchlein nicht alljudick aus / und lege aussen Magen;wann es kalt worden/wärme eS wieder/desTagö -mal/Abends und Morgens / es tiehel den^Schleim zusam-men/ und starcket den Magen; inan'kansetiiche Tagenacheinander brauchen. Wann der Magen aufstöffet?und man innner herschen muß / so soll man-Galgant inWem sieden/ und des Morgens und Abends trincken;Item/soll man Pulver.desLebens/ (so oben unter denPulvern beschrieben ist) alle Tage z. Messer- Spitzenvoll nehmen/ oder Wermuth-Saltz eine Messer Spi-tze voll m der Suppe oder im Wein brauchen; oder denMagen mir Pomerantzen-Oel schmieren/

Folgendes Magen Pflasterchalrden Leib offen/ underweckt guten Lust und Äppelit zum Essen-: Nimm eineneu-gebackene/ rockene Schnitten Brod / weiche sie inguten starcken Wein/daß sie wol weich werde/ alsdannnimm gepulverten Wermuth/braune Müntzen/Melissen/Mastix/ ^rmoniacum, jedes in gleicher<^uan>irat/rühr es unter das geweichte Brod/streich es an ein zwy-fältiges Tuch/ leg es warm/ wie du es leiden kanst / aufden Magen / verneure es den andern oder dritten Tagwieder.

Ein gutesPulver/wann der Magen die Speise nichtbehalten will:Nimm dieinnwendigenHäutlein von derjungen Hüner Magen/von Rebhünern sonderlich/undvon Kranaweths-Vögeln/die sind am besten/thue dar-zu Zimmet/Negelein/Jngwer/ Galgant/ langenPftf-fer /Paradis-Körner/jedes 1 .Quint/thue so viel Zuckerdarzu/ daß ihm die grobe Nasse vergehet/ und brauchs/wie ein Trifft. Wann man geflossenen Ingwer in war-men Bier genießt / so nimmt esalle Lruclitätund Un-dauungen des Magens hinweg.

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