Druckschrift 
Th. 1 (1716)
Entstehung
Seite
396
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die Blut spepen/gar gut/ und trocknet die Lungen-Ge-schwär; wider die k>kll,ist auch gut/Hirsch-Zunge/Ehrenpreiß und wildenSalbey/einee so, viel /als des an-dern/ zwischen 2. Frauen Tagen gesammlet und gepul-vert/und taglich früh z. Messer-Spitzen in einer Brüheingenommen; oder/ nimm von einem neu-gelegten Eyden Dotter / thue den Vogel und das Weisse hinweg/den Dotter thue ineinsauberöBecherlein/gieß s-LöffelvollGeiß-Milch daran/schlags wol ab/dann thue einenhalben Löffel schönen weissen Zucker daran/schlags wie-der wol ab/ nimm eine Pfanne/M ein saubers Wasserüberdas Feuer/ wannessiedet/ so setz das Becherleindarein/laß es wol sieden/rührs alleweil/ und laß ee nichtübergehen/ gibs den Dünsichtigen/ Abends und Mor-gens/4 Wochen lang/ odepso lang die Husten wälv et/zu trinckenzwanndieGeiß^chwartz ist/so jsts desto besser/sie muß aber Salbep'/Asop/Raute und Lungen-Krautessen/soll sehr bewährt seyn.

Folget ein bewährtes Wasser für die Dörre: Mannehme ein Schock Krebse/siede sie in Geiß-Milch/doch/daß sie nicht anbreüen/ alsdann nehme man die schwar-kenAederlein heraus / und stosse die Krebse; darnachnimmt man L ung undLeber von einem schwartzenKalb/siedets auch in Geiß-Milch/wann sie wol gesotteu^stößtmawsie gar klein /. und thut alles zusamnten / hernachnimmt man Creutz-Salbey /j-Z'eine Rosin-Weinbeer-lein/ jedes so viel und schwer/ als dieLunge/ '-Leber undKrebsewagen; mehr nimmt man 1. PfundsüssesHoltz/»I. halb Pfund Scabiosm-Blältmund Blumen/ 1.^sund Psop/1. Vierding Anis/-9. Schnecken und z.öchtldMoten/avch so klein gehackt/unduntepdiean-

DeöAdeltchen Land-und Feld-Lebenö

dernStücke gemen^et/aufdiß alles giest man einAechtring Geiß-Milch/ruhrts wol durcheinander/und distil,lirts fein kühl und langsam/dieses Wasser sauber belMten/ und in einem Glas wol verwahrt/ darein gethan/Manu8ckritti-Zeltlein/ so viel man will; von diesemWasser soll man früh/Mittags und Abeiws/allezeu 2.Löffel voll / eine Zeitlang nacheinander einnchmm / <6wird gewisse BeArung folgen.

Ein köstliches Don-Pulver: Nimm Zimmet/ Mus-cat-Blüh/Fuchs-Lung/ jedes i.Loth/ Muscat-Nuß/Lqrcjomomi, Asop-Blüh/ Borra^o-Blüh / Ochsen-Zungen-BlühundEhrenpreiß-Vluh/allesgedörtt/ge-braM Hirsch Horn und pr-epsrirte rothe Lorallen/.^.halbLots/I'err« 2 .Loth/pcsepsrirtePer-len/prseszsrirten Smaragd und Bisem/ jedes4. Gran/Canari-Zucker Loth / gute Gold-Alärlem 2s. z.Tage nach dem Neu-Monden/ muß man anfangen/und 9, Tage nacheinander / allzeit 2. Quinr brauchen/Morgens uM7 .Uhr/ein Schnitte! weissesBrod grbä-het/ mit einem guten Magen-Wein eingefeuchtet/ dißPulver darauf gestreuet/ und also gegchen; man kar.sdas andere und dritte Monat auch also wiederholen/und 2. Stunden darauf fasten/ hernach ein Süpplein/oder irisches Ey /.so in rothem Wein gesotten / oder xe-braten lst/zu sich nehmen; diß Pulver verzehret die grc-benSchleune/die sich imMagen undDärmern anlegen/und machet Lust zum Essen/ist offt bewährt worden.

Vom Abnehmen des Leibs/besihe ferner Herzn Car-richters neue Stadt ^nd Land- Apothecken/von Hermv./ok.ttisI<iaLarlliIucioeiNgerichkel/Uvd^nnoj670.gedruckt/l'oi.seio.Sl tcijcz.

Ohnmachten.

O lang die Wnern-Glieder / sonderlichidas^Hertz/ in ihrem rechten Temperament blei-ben/hat die menschliche Gesundheit keinen An-stoß / so bald aber die Hitz oder die Kalte über-mässig/muß man mit geziemenden Mitteln/die Hitze mitAbkühlung/ und der Kälte mit Erwärmung zu begeg-nen/beflissen seyn. In Entzündung deSHertzens/brau-chemanofftmals c^onlervenvon Borrago / Ochsen-Zunge /Veyel/Rosen/See-Blumen/und gebe Sauer-ampsserWasser zu trincken. Wider die Erkaltung/kan der Patient wöchentlich einmal Venedischen The-riac/einer halben Lronen schwer/ in Scabiosen-Was-sereinnehmen / oder im weissen Wein / worinneneinbaar Stunden vorhero ein wenig Muftat Blüh gewe-sen/ auch zuzeiten ^licermc». eingemachte Citron/ auchsoll er offt von conciirten Ingwer/ Quitten oder Bir-nen essen.

Wider das Hertz-Zittern/kan man öuxlols-i.Was-ser (worinnen Negeleingessttm worden) z.Untzen alleMorgen trincken/ odervvn Melissen^. Untzen/ darinn2. Nutzen Zucker sind; man kan auch nehmen die c»n-fc^ion , die sonderbar gut in dieftm Zu-

stand ist. Licur cl? csmpi beschreibt vor die Schwach-heit und Zittern des gantzen Leibs/ nachfolgendes Be-

zoardisches Trancklein-: Nimm S.Untzen Malvasier-Wein/ und gepulvertes ^Krum oderHasel-Wurtzenzt^. thue es in den gewärmten Malvasier / und laß denPatienten/wann er zu Bette gehet/ gantz warm davontrincken/er wird schwitzen/sich brechen/und dadurch ge-sund werden.

Für das Stechen ums Hertz: Nimm gepulverteK^ebs-Augcn ein/in splo vekicuio- Wider das Hertz-Klopssen: Gib der braunen/wolriechenden/ gedörttenNegel-Blumen i.Quint mit Melissen-Wasser oderCitron-Sasst ein/ von 4. biß 10. Tvopffen/ oder aberAgtstein-Oelmit Melissen-Wasser.

Diß Folgende ist auch ein guter Tranck wider dasHertz-Klopssen: ?. Galgant und Zimmet/jedes andert-halb Quint/langen Pfeffer ein halb Quint/Anis 2 -Löf-ftlvoll/Salbey-Blatter2s. Hirschzungen-Blätter 6/Weinbeerlein 2 .kokh/Hönig 2. Löffel voll/alles in einerMaas guten Wein gesotten/ daß eS halb einsiede/ dar-nach abgesyhen / und davon Morgens und Abends ei,nen guten Trunck warm gethan." Für dieOhnmachten ist unterWeibern undManns,Personen ein Unterscheid zu halten: Wann die Wei-ber-Ohnmachten von der Mutter herrühret/muß manweder Wasser ins Gesicht Fritzen/ noch etwas wolrie,

chendes^