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Th. 1 (1716)
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395
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Ättttes BuH/Hauö-Murcer.

rer/ davon trinck/ biß i.Q«int/ zweymal im Tag/inWegricht-Wasser; du magst auch diß Pulver aufdieSpeisen streuen / und ein wemg Blut-Stein daruntermischen; Item/ Betonien in Wein gelegt/ist bewährtzum Blutjpeyen

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läem ett,czuocl LaÜ--rcI innuit. Oder/NilNM Blut V0Neinem Lamm/oder Schaaf/laßes in einem saubern Ge,schirm stehen/bißsich dasWasser davon scheidet/das gießherab/und dasBlutdurre in einem neuen glasirtenHa,j fen/ m heisser Asche/ oder aufwarmen Heerde/ daß es

Blut stillung: Krebs Augen zu Pulver geflossen/j wol trocken und dürz werde/ reib es m Bulvl'r/'..^«,^und in die Wunden gestreuet/stellet das 'Biut:oderBe-1 sche darunter dm vierdten Theil rein aevuw^t.'n

tonicagesotten in Wein/undden gelruncken ; Item/' . «»,<1.«--

Teschelkrauc-Saffrgetruncken; oder d»egrosse Wall-wurz gestoßen und davon gecruncken;Ilem/die Fruchtvon Venen Myrten gegessen; oder Wegtritt-Sassr/und breiter Wegricht Safft mit Essig; oder Gummivom Mandel-Paum mit Wein gerruncken. Jteiu/

Müntzen-Safft in Essig getruncken. Älso auch/wessserWeyrauch in Wem gerruncken / der ist auch sonst gutzu allen Flüssen; Krater Wegrichtgestossen/ mit demWeissen von einem Ey / auf blutende Wunden gelegt/versteller das Bmten; das thut auch i'cri-z t-Aiiiats,u.w Mies« Wann das Blut geliefert wäre/ so trinckdell Safft von Juden-Kirschen/ oder Boborellen/ dasz.'rlheiites; oderKörbel-Kraut in Wein gesotten undgetruncken; Jtenv der Safft von Majoran aufgestri-chen/ wo geliefert Blut ist/ zertreibt es/ und bringt eswieder zurechr.

Das Blut zu verstellen : Nimm eine Hasen-Leber/brenne sie aufeinem heissenZiegel Stein zuPulver/undfte es in die Wunden/es verstellet das Blut. Lsffsldsa Luriolile^inou^cs5oI.98.sagt:IcsonA bsv^e, remii5ur I» pls^c,srrcltc cclu^, c^ui couic. Hen V0N Ran-zau sagt in seinem geschriebenen Haus - Buch: Nimmeine Eyer-Schnlen/leg sie in starckenEssig/daß sie gantzweich werde/laß sie hernach an der (Sonne gany wiederdörren,stoß siezuPulver/und streu eslndieWunden/esverstellet das Geblüt.l) Minderer in üäcclicina inlürariagt: Wann man eine sehr blutende Wunde nicht fiel-en kan / soll mau desselben Bluts m eine eiserne Pfan-ne auffangen/ laßes darinnenherumlaussen/ und aufdem Heuer rösten / bißesgäntzlichdunwird/ und sichzwischen den Fingern zu Pulver reiben lässet / streue dißPulver in Hie.blutende Wunde/ so verstellet es sich;j

gaccuu/ und streue es m die Wunde; ist der Fluß sojtarck/daß es erstlich hmweggestosetw,rd/ so trockne dieWunde noch einmal aus/und streuees abermal darein

DiebewahrresteBlutstellung ist derMesvon einemgetödreteu (oder/in Ermangelung dessen/von einen, amFreyd-Hos gefundenen) Todten-Kopff/mit Schwein-Koth/ und Schleim von Tragacant/ oder mit Drosch-laich-Wasserzu Zäpfflem gemacht/und mdie-Naß-Lo-cher und Wunden gethan; im Fall man solchen nicht

haben kan/ nehme man nur den Mies von den Dach-

Schindeln oder Ziegeln/ oder von Mies der altenZwetschgen-Baume/ wie in /Uilcellsnsiz cunolorumänao tccunclo , Obscr v. j-z mit mehrern zu sehen ist. tZuccusjZ^rieturiTisnZuincmilTiitnvvocx^-riincntczILbirurz patsvi.O.Vcllclüus Lent. 2. ,

tum lZdlsrv. 5.

Auf frische Wunden mag man ein StückleinSveckauflegen/so wird das Blut gestillet/und bleibt di«Wun-den fein rein und sauber; Arem / wann man das Blutnicht stellen kan/ an Menschen oder Vieh/ (sagt lob.Staricius in seinem Helden-Schatz) so nimm einen Keilaus einer Lattern/oder einen Zwickel/ damit ein Fuß aneinem Stul oder Bauet eingekeilt ist/ benetz ihn mitBlur/und schlag ihn umgekehrt wieder an das Ort/woer vorhin gesteckt hat/soll bewahrt seyn; und schreibt/eshab einer/durch diß Mittel/einem Land-Herm in Mäh-ren ein Pferd bey Leben erhalten/das nach demSchnittz. ganM Tage geblutet hatte. Der Schwamm vonden Ba cken/soll das Blut/so wol an der Nase«/ als inden Wunden/ geschwind stillen/ weil er des Bluts 5i-Ln»tur ui sich hat; diß soll gleichermassen leisten derSchwamm von dem Eych-Bgtilv.

- Wider die Don - und Schwindsucht.

^Urbie Derre: Geiß-Milch auf ein Seidel / 4.Aoder s. Löffel vollLimonien- Safftgenommen/e^und zusammen gehen lassen/ und das soll mandeöTags zweymal brauchen/oder/wann dieLeber erhi^twäre/muß mansmitRosen-Essig/Cicori/Etidwi/Leber-Kraut und Salbey zusammen gehen lassen/ und alsobrauchen.

Für die Schwindsucht ist auch gut / Wasser vonSchnecken gebrannt/und offt gebraucht; Jlcm/2. Un-zen Pimpinel gepulvert in Zucker/ so mit Piinpinellen-Wasssr zerrieben und angemacht ist / Zeltlein darausgegossen/und Morgens davvn genommen; oder nimmvierdthalbDracbmaz'oonden 4. kühlenden Saamen/das sind Kürbis/Citronellen/ Melon und Uninurcken/und ebenso viel Quitten-Kern / s. Oracbmas weissenMähen- Safft/ von süssem Holtz/ Ysop/ Krafft-Meel/Cummi ^rsbicum,i)iatraAZnt ans anderthalb Drack»

i.Thcil. >

MZS,Zucker?«mcii,so viel/als allerdieser Materien/ al-les gepulvert und gemischt / Morgens und Abends 2.Oractims schwer eingenommen/ und darauf einen Sy-rup von Brust Beerlein/ oder/kan man den nicht ha-hen/ ein distillirt Wasser von Huf-Lattich gebraucht,^poilinariz sagt: Betonica in Wein gesotten undHö-nig darunter gethan/und offt davon getruncken/benimtdie Schwindsucht; also auch Majoran in Wein/ oder^zrvbium in Hömg und Wein gesotten.

Wider die Schwindsucht/sagt «Icke

->8rariÄ5ol.667. soll man Morgens und Abends mitHonig einen Knoblauch essen: ist ein Polnisches kemc-6ium, sovielleicht zärtern Mägen nicht möchte dienlichseyn; Majoran gegessen in der Kost / auch davon ge-truncken/hilfft dafür/erwärmt den kalten Magen/ undmachet wol dauen. Für das Blut-Speyen: Nimmösl-rmcni, trinck davon / ist k>tubilici, und denen

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