Z94
Des Adellchcn Land^ und Fclp-Lcbcnö
aeschwollen/ mag manAbends und Morgens eine oderzwey essen; noch kräffuger aber wird diese Artzney/wann man frischen Rettich in einen steinen Mörser/miteinem steinern Stösse! weich stosset / solche in einemTüchlein / zwischen^weyen Tellern/ in einem Preß-leinoder Schraub-Stock/auspresset/und halb soviel
dieses Saffts zu den Brandwein giesset/ und Morgensund Abends zwey kleine Löffelein voll davon trinckv.Also auch Anis^Brandwem mit Zucker-Kandel ver-mischt/ wol dicklecht wie ein Syrup gesotten und ge-braucht/ ist auch sehr M für die Husten.
xeviil.
Für den Athem / wann er schwer und keuchend ist.
und bey dem Feuer zergehen lassen / seyhe es durch einsaubersTüchiein / und gibs dem Kranckenwarmzvtrincke?; HM es einmal nicht/so gibs offter/ und etli-che Tage nacheinander.
Zu den schweren Athem: Nimm die Blatter von einem Andenbaum/ksche sie in einem fließenden Wasser/seyhe es durch/ und mach es mit Honig oder Zucker sofuß/als du Mit/ trinck Morgens und Abends davon.
Zß kommt he? meistencheils vonVerstopffungder Lungen, t gesotten und getrun-
cken/ bcninnnt daß Keuchen: Oder Betonicagestvssen/ und imOel gesotten/und die Brust damit ge-salbt i Oder Camülen qesotten und getruncken; ItemAlant-Wurtzen im Wejn gesotten / mit Zucker süß ge-macht/und also getruncken.
^pviiinsn» sagt: Es diene sürden schweren Athem/Hopssen im Wein gesotten und getruncken. Item Lun-gen-Kraut über Nacht in dem Wein gelegt und davongetruncken/benimmt das Keucken. Item Meer-Zwie-bel-Wg/oder den Syrup davon offtgenutzt/ ist sehrcut dafür.
FÜnWgAsselN/ wiev2vi<Z<lcf!Zni,campi cn lcsc>L.'vrc8.fo> 4s.schreibt/ in ein Tüchlein gebunden/und 24. Stunden im Wein geweicht / hernach ausge-druckt/ und dem Krancken zu trincken gegeben / reinigetdie Lungen/und vertreibt den schweren Athem.
Für denDampssund schweren Athem/ist auch nach-folgendes bewahrt: Nimm Kren oder Meer-Rettich/buh ihn sauber / schneid ihn gar dünne Blättel-weise/gieß so viel distillirten Wein-Essig darüber/daß er dreyFinger hoch drüber ausgehe / sied ihn so lang / bis dergeschnittene Kren weich werde; nimm sodann unter denherabgesiegenen Essig so viel geläutertes Honig / undsied es miteinander/bls es wie einJulep wird/man kanönach Belieben siisser oder saurer machen / nimm her-nach den gesottenen Kren/thu ihn in den Julep/und laßes noch einen kleinen Sud herüber thun / laß es her-nach ein wenig erkühlen/und gieß den Julep und Krenmiteinander in ein Glaß / von diesem kan einer/ der denDampffhat/oder sich dafür besorget/allzeit Morgensund Abends einen Löffel voll Kren undJulep miteinan-dernehmeü. Wer denDampffschon sehr empfindet/der kan an statt des Wein-Esslg/ angemachten Meer-Zwiebel-Essig nehmen/und also Morgens und Abends/wie obgemeldt/gebrauchen.Jtem nimm eines Hühner-Ey groß altes Schmeer/ eine Hand voll Schaff-Lor-beern/em Seidel Men scharffenWein-Essig/gemmgt/
Wann das Geblüt zumHertzen laufft/daß man ver-meynt/ man müsse ersticken / sonderlich alten Leuten zugebrauchen: kec. Drey Hand voll Genserichkraur/gar wol gestossen / daß es fein safftig wird/ alsdann ü-ber die Pulß und Fußsohlen gebunden / und es also lie-gen lassen/ bis es trocken wird / sodann wieder ein fri-sches aufgelegt/ hilfft von Stund an/ und ist bewährt;ein Herr von Anersperg hats gebraucht / als er fastschon sterben wollen/ und ist mit GO ttes Hülff davonkommen.
öorcilu« Ont. 4. vblcrv. 46. sagt: DieRvßmarin-blühe/oderin Ermanglung derselben/auch die Blätterin guten starcken Wein undHönig gesotten/bis auf dieHelffte/und vo« dem Schlaffengehen eingenommen/ist sehr gut für den schwehren Athem/ und macht einereine Stimme. Item soll man dem Krancken/so baldman diese Kranckheit an ihm verspühret / geben dasBlut von einer Forellen / die muß man den drittenGrad unten hinauf vom Schweiff aufschneiden/ sollgar bewahrt seyn.
Dis folgende Wasser soll auch gar just seyn für denDampfs: Nimm emPfund schimmliches Brod / vierLoch Lorbeeren/ die müssen zuvor in einem Brod geba-chen seyn/dieSchelffen muß man davon weg thun; dasschimmliche Brodund die Lorbeeren werden in einemMörser wol zerstoffen/hernach nimmt man eine Aech-trmg KandelkraudWasjer/( Kquilewm genannt) und> giessrs daraus/lässts acht Tage an einem kühlen Ort ste-! hen/ hernach brennt mans kühl aus/ und nimmt davon! Morgens und Abends einen Löffel voll mit weissen Zu-cker-Kandel vermischt/ ist offt probirt worden.
xeix.
Vom BIut-Answerssen und Stellungen.
Blut-Auswerffen kommt von viellerleyUr'^Wfachen/wie denen Mcclicis bekannt ist / daher^^'ln diesem Fall nicht laicht ohne Vorwissen der-selben etwas vorzunehmen; das aus der Lungenkommt/ ist das gefährlichste / und schlagt meistenteilsaufeine PKiK>smcms;wannerstarckist/ muß das Ge-blüt durch em Aderlaß äivcnirt werden. Nimm Mu-
mia/Mastix/ öoizi-mcni, Drachen-Blut/ jedes gleichviel/tormirs mit Ponuiacs-Wasser zuPillulen / undbrauchs; Oder nimm Eyerschalen / klein zerstoßen/ einQumtel/ das mach an mit Oelmagen - Syrup / odervon den lujubi« 1. Loth / du magst auch so viel alten Zu-cker-Rosat an dessen statt nehmen; Item nimm dasKraut Katzenwedel oder Schaf-Heu / wachs zu Pul,
ver-