Des Adeltchen'Land - und Feld - Lebens
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dlstel-Wasser/sied es cm Vertheil ein/schlag es durch/mach es sich mtt Zucker/ und mncks / es vergehet bald.Item sied Lem-OeUm Wasser/ dunck cm leinen Tuchdarem/midiegesatso warm aufdie Seuen/ oder legspiAZe Wegricht-Blätter im Wasser/sied sie / und legesie also warm über. Item nimm 2» Quintel runde oderlange Hohlwurtz/und ein Quintel rothe Myrrhen / al-tes wol gepulvert/ darzu einer Bohnen groß Theriacgethan/und mit Entivi-oder Wegrlcht-Wasser/ odernn Wem/ in Ermangelung der Wasser/ getruncken.
Fürs Seitenstechen: Nimm Attichkraur-Wasier/trinck davon Mittags und Abends/ jedesmal z. oder 4.Loch/auch Tücher dareingenetzr/und auswendig warmübergelegt. Folgendes Hsn-^uiiticum,
»jt aus Italien zu uns heraus kommen / so wider dasSeitenstechen ein herrliches Mittel ist: Man nimmtdie langen Kürbis/die in Italien lunZKe oderl lumduni genannt werden/wann sie ein zimliches Ge-wächse überkommen haben / und ehe sie gar zu hartworden/ diese werden gar subtil geschabt/ und das glän-hige äussere Häutlein abgenommen / daß der Kürbisgantzgrun aussehe/ darnach werden ihm um und umSpältlein ausgeschnitten / doch nicht breiter oder di-cker / als ein mittelmässiges Messer ist / das übrigeWeisse aber vom Kürbis / mag man entweder kochenoder aber wegwerffen / weil es zu unserm Vornehmennicht dienet; hernach werden die abgeschälten Spal-ten vom Kürbis gewogen/und so viel des bestenBaum-Oels/ imgleichenGewichi/manthut beedes zusammenin einen neuen starckenHafen/undwird bey ememKohl-Feuer(doch ohne Flammen) so lang gekocht/bis dieKürbis-Schnitzlein gantz ausgedörrt / und gleichsamverbrennt aussehen/ die thut man hernach mit einemSeyhe-Löffel/nachdem man sie wol austrieffen lassen/heraus und hinweg / nimmt sodann ein ungebrauchtesneues Stangen - Eysen/ ( keinen Stahel) ohngesehrsechs Stucktem/bringt den Hafen samt den eysernenStücken in eine Schmiedten/ lässt es erglühen/ jedesdreymal/ und dunckts mit einer Zangen m den HafenmitOel/ und loscht es also 18. mal darinnen ab/jedesEysen zu dreyen malen/ und also ist das Oel gemocht;damit sich aber das Oel nicht entzünde/ muß man einenDeckel bey der Hand haben/ so bald sich dasOelan-flammen wolte/solches mit aufgedrucktem Deckel gleichwieder zu erstecken; oder/damit der Hafen nicht zer-springen möge/kan man ihn noch in ein grösiers irdenessauberes Gefäße setzen/wann man das Eyjen ablöschen !will/ehe man anfängt/ damit/ wann der Hafen von derHitz zerspringe / doch das Oel in dem andern irdenenGefässe erhalten würde; wann dis Oel hat abgekühlt/mag mans in eine silberne Flaschen giessen/und alfo ver-wahren ; wann mans gebrauchen will / giest man da-von ein wenig/in ein kleinesEyez-Scbüsjelein/nnd lasstsalso warm werden / daß mans am Leib erleiden mag/darnach nimmtman ein schon gebrauchtesTisch-Tüch-lcin/legt es vierfach zusammen / bindet das auf einWerck mit diesem Oel genetzt und ausgelegt/ auch mitBanden verwahrt/damit das Oel am rechten Ort festbleibe; weil aber bisweilen der Schmertzen von einerSeiten auf die andere komt/ mag man solche gleichfallsetn!alben/und mit Werck und Tischtuchs wie gesagt) .verwahren,- wann ein Patient alsoaesalbt worden/und er herna ch ^.Stund en nicht auszuspucken anfängt/ '
muß man die Salbung vermuren/ welches man aber! setrennmd vonnvthen haben / weil dasApostem mei-stens innerhalb wenig Stunden gebrochen wird/ alsodaß viel Neysende/ die schier dem Tod im Rachen ge-steckt/nach diesem Mittel/bald wieder jv gesund wor-den/daß sie ihre Reise wieder antremn und vollführenkönnen.
, ttcimont. clcOrtu l^cclicinT soi. schrei-
bet: Man soll einen Bock bey den Hörnern aufhangen/die hmtern Füsse aufwärts zu den Hörnern binden die7 clticuio» abschneiden / und also das Blut auffangen/so lang er blutet/denBock mag man hemach gar schlach-ten/dis Blut wird so hart / wie Glas/ und lasst sich un-gerne zerreiben/und ist weit fürtrefflicher als dasBocks-Blut,so in der Apothecker verkausst wird; wann mandavoneilt Drackms schwer einnimmt/ so lindert undcunrt es alsobald ?icunliclcm. das Seitenstechen.
lcicmclicitful. Z96.N.ZZ.IN ?leutiticlc8! ?cripnev-moniA,rcmcc!ia oplima lunlszulviz ile virzZ (ervivel ^auri, vcl succus Licbolij s^Ivcstris, Koic pgpz.veris i^Ivcllris 8c plurs slia. cic kcbrikuz sol.
2>. sagt: Er habe einen Bauren gesehen/ der einem mitdem Seitenstechen behasstelem/mn diesem zum drillen-mahl wiederholten Tranck geholffen hat: Er nahm denZtrch von einer Stutten/ tür einen Mann/ und von ei-nem Voll-Roß für ein Weib/die er im Bierabgeme-ben/durchgesiehen und eingegeben hat.
vavici clc?!snis campi bestättiget / daß einzu Pul,vergestossener oder geschabener wilder Schwein-Zahnauf 12. Gran schwer/im rothen Mähen- oder Cardobe-nedicten-Wasser eingenoinen/ sey gut für alles Seiten-stechen. v, (.uräilucius sagt: Man soll ein Quintleingedorrt und gepülvert Klapper-Rvsen im Veyel-Was-ser einnehmen/ oder deren ein halb Loth in ein Tüchleinbinden/ in einen halben Pf. Seabiosen-Wasser sieden/bis auf die Halffte/ und auf einmahl Morgens trincken/und solches z. Morgen nacheinander continuiren; dishilfst auch zum Brust-Geschwer. Wer Schmertzen inder Seiten hat/ und nicht weiß was es ist/der nehme 4.Löffel voll Baum-Oel/ und viel frisches Wasser/laß esuntereinander sieden/netze ein blaues Tuch darein/druckes wieder aus/ lind lege es/ so warm ers leiden kan / aufden Schmertzen/ es sollgewiß helffen Oder nimm ro-then Wein/ leg ein gutes Stuck Butter hinein/ laß esmiteinander aufsieden/netze ein Tüchlein darein/und leges warm aufden Schmertzen.
Ein Seiten-Apostem zu zeitigen / nimm einen süssenApffel/ thue die Körner samt den Putzen heraus / fülleihn mit Weyrauch/mach ihn wieder zu/verbind ihn miteinem Faden/ brat ihn in der Aschen / und gib ihn demKrancken auf viermal zu essen. Oder/im Fall ein Apo-stem desSeitenstech ens Ursach wäre/gibt Herr viZKvdiesen Rath: Nimm ein neugebachen Brvd/schneidsentzwei)/und streiche Theriacauf beede Brosam Sei-ten/ wärme sie vor dem Feuer/ und lege den einen Theilaufden Schmertzen/ und den andern gegen über/ undbinde sie wol auf/ daß sie nicht herab fallen können / laßsie alfozwevmal24.Stttndenda:aufnegen/bisdasGe-schwär im Leib aufbricht; welches ich ( spricht er) eher/dann zwey Tag vergangen/ habe geschehen sehen; dar-nach thue das Brod davon ab / so wird alsbald derKrancke anfangen sich zu brechen/ und die faule Mteri' des Geschwärs ausfpeyen/ und also genesen.
ca?.
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