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-Drittes Buch / Haus-Mutter.
zu einem Sälblein /und schmiere dmmt den RuckenMorgens und Abends.
Für den Hofer / Buckel oder das Auswachsen ;Nimm Hirschen-Jnschler ein Ouintel/dünn-geschabenBley ein halbesO.uintel/Baum-Oel 8. Loth/thue es ineinen bleyernen Mörser / treib und reib es 12. gantzerStunden, bis es zusammen gehet/mit dieser Salbenschmiere die Stätte/ wo das Auswachsen zu besorgen/warm allzeit eine halbe Smnd/Vor-undNachnnttag/täqlich zweymal/und allemcyein breit-geschlagen Bleydaraus gelegt/ und zugesäschet; man soll sich auch mitbeyden Händen an einen Handtuch hencken/soll gewißseyn; aber alle dergleichenCuren müssen im abnehmen-den Monden vorgenommen'und verrichtet seyn.
Item man soll das Kraut Winderling/ convolvu-lum. so im Herbst weiß blühet/ und sich gern an Bäu-mt und Stauden aufflichtet/im abnehmenden Mondennehmen/ein wenig geflossen/und Tag und Nacht ausdie höhere Seiten ansbinden/ und allzeit Morgens undAbends frisches nehmen / so lang der Mond abnimmt/dabey kan man auch die Person fieissg schmieren mit ei-ner tauglichen Salben / oder nur mit nüchtern Spei-chel/ soll besser als alle Harnisch/ und gar bewährtseyn.
Ztem/man soll von einemFreydhofeinTvdten-Beinvon einem Menschen nehmen/ von der Schulter-Sei-ten/ und Ort/ wo man auswachset / als ein Schulter-Bein/oder sornen bey der Brust/wo man auswächset/und muß fein mercken / wie mans nimmet/ daß manswieder also legen kan/ und so lang der Mond abnimmt/muß man die hohe Seiten sornen und hinten alle Tage
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damit streichen / das Bem aber behält man also lang/bis die Seiten gleich sind/ dann legt mans wieder cmden vorigen Ort.
Die Schmertzen der Lenden kommen meistencheils 1her von den Nieren; insgemein werden zu hitzigen Len-!den gelobet die Oele von Rosen / gelben und blauenVeyel / Seeblumen und Alberbrossen / desgleichenSälblein von Sandeln/ popuisum und dergleichen.Jsts aber aus Kälte/ soll man Honig-Wasser trinckemeingemachte Mannstreu-Wursten/ Fenchel-Kümmel;sonderlich taugt folgende Salben: Nimm blau undge>b Veyel-Oel/jedes z. Loth/süsses Mandel-Oel/Lein-dotter-Oel/jedeL anderthalb Quintel / frischen Butter1. Unzen/Sassran 1. Scrupel/weißes Wachs z. Loth/Endten-S chmaltz/Dillen- und Camillen<Oel/jedes einhalb Loth/ein kleinen Eyerdotter/ zerlaß Oel/ Schmaltzund Butter untereinander/zuletzt thue den Saffran mdDotter darem/ rührs wol um / dis lindert das scharffeLenden-Wehe/ so von Grieß/Stein/und allen andernSchmertzen entstehet.
Hpoiiinaris sagt :Meisterwuch gesotten im Wasser/und getruncken/ ist gut für die Lenden-Wehe. Item/Körbel mit Wein getruncken/ oder Aiant Wurtzen offgebraucht; auch füsses Hoch/inglcichenBibinellen inWein gesotten und getruncken. Item Sevenbaum ge- ^stoßen/ und als ein Pflaster aufdie Lenden gelegt/ oderBronnenkreß in Wein gesotten/und getruncken. Sinddie Lenden erhitzt / soll man sie mit einem Rosen-Sälb-lein schmieren; verlegt sich aber der Harn/ salbe man siemit Scorpion-Oel.
xcvi.
Lciarica UNd SelteN-SttchM.
ciatics ist eineKranckheit/ so von einer wässerigen^Feuchtigkeit herkommet / welche in die Würbel-Schlüsselsderin das Pfännlein / wo der Ruckenund das Hüfftbein sich ineinander schliesset!/ sich ein-setzet ; und kan der Mensch ohne Schmertzen sich nichtausrichten/es werde dann diese Feuchtigkeit ausgetrock-net ; dafür gibt Herr Carrichter dieses k-ccpt: NimmStorchen-Schmaltz anderthalb Loth/ May-Butter 1.Loth / zerlaß diese zwey Stücke untereinander / undschmiere dich damit. Herr Schnoilsky / KöniglicherSchwedischer Gesandter imReichstag zuRegenspurg/hat mir gesagt: Er habe einen Sprung (wie man esnennet) oder das kleine Kniebeinlein von einem gebra-tenen Schasernen Schlägel am blosen Leib getragen/und sich sehr wohl dabey befunden
Oder nimm Brosamen von Rocken-Brod / koche siein Kühe-Milch zu einem Muß / indessen ohngesehr einhalb Pfund/so thue 2. zertriebene Eyerdotter / und einwenig zerriebenen Saffran darunter/rührs wol unter-einander/ streichs auf ein Tuch / und legs warm an denfchmertzhassten Ort. Item koch Tauben-Koch in Essig/und schlags warm über/es vertreibts. Oder nimm sürdie 5cianc» Kühe-Koth und Kleyen / vermisch es mitHonig/und mit drey Löffel voll rothen Wein/ auchWermuth und Camillen wol geflossen / und alles zu-sammenvermischt/ auf ein zwiefaches Tuch wol dick
aufgestrichen / und warm auf die Hüffte/ wo derSchmertzen ist/ aufgelegt.
Für das Seitenstechen soll man/so warmmans lei-den kan/ überlegen ein Pflaster von Nesselkraut / Kra-naweth-Beeren/ Pseffer-Stupp und Lein-Oel. OdervonMajoran/ Jssop/Müntz/Salve/ Camillen/Wer-mut!)/ Rauten/ Lorbeer-Blätter gewärmet. Man sollbald Aderlassen / sonderlich wann ein hitziges Fieber/starcke Husten und kurtzer Athem darzu schlagt. Manmuß dem Krancken unverzüglich eineviackma vom ge-pulvetten wildenSchwein-Zahn inVeyel-Syrup/ode!andern eingeben. Item »e.z. gute Hand voll Roßzirckalso frisch/ thue darunter 2. Unzen gepulverten Ingwer/machsein in ein sauber leinen Tuch / thue es in einenglasirten Topffin zwey Maß weissen Wein/ laß es bisaufzwey Drittel einsieden/ den Wein durch ein Tuchgesiehen/dem Patienten alle Morgen ein Trünckel voneinem halben Glas gegeben/und darauf schwitzen las-sen/die Seiten soll man mit Camillen--und Gmester-Oel schmieren; Oder mit diesem folgenden: Nimm6. Unzen Rofen-Oel/ Terpentin 1. Unzen / gepulvertenSchwefel 1. Unzen/Asseln 1. Unzen/ laß es eine Stundesieden/ und durch ein Tuchseyhen. äpoiiinzrisjagt:Wer grosses Stechen im Leib hat / daß er sich vor denTod besorget/der nehmeVehedistel-Kraut/und Salveein wenig weniger/stosse die/und mische darunter Veh-
distel-