Druckschrift 
Th. 1 (1716)
Entstehung
Seite
390
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Des Adelichen Land- und Feld Lebens

Kropff verschwunden seyn ; das soll auch zu andernGewachsen gut seyn.

Für den Kröpft soll man in Moments ?1vvilunilWasser aus dem Bronnen schöpften/ und Menschenoder Thier so lang davon zutrincken geben / btß er wie?

I der neu wird/und also <meWcik<.vnlmuii-en. Man

! muß aber auf einmal so viel Wassers schöpften / daß^ man beylaussig blß zur ^evoiuucui des neuen MvNdengenug zu trinckenhabe.

> Diß soll auch eine bewahrte Kunsc zu Vertreibung! der Rröpffe seyn: Nimm einen Maulwurff/ laß ihndem Menschen/der den Kropfthat/in derHand sterben/brenn ihn hernach in einem neuem wolvermachten Ha-fen zuPulver/gib ihm diß Pulver auf einmalm emerErbsen-Suppen ein/ man darfts nur einmal thun/ sovergeht der Kropff nach uZd nach/ ohngefehr »n neunWochen.

dx?. xciv.

Brust-Artzneyen.

poilinans siigt: Roßmarin-Blühein Wein ge-sotten/ und diesen frühe nüchtern und Abends getruncken /istgurfürdas Schweren der Brust.

darffman nichts mehr/ als nur ein gantz trocken leinenTuch darauff ligen lassen.

L). Vcllckius (^cnr. z. Odicrv.

Fürdi«»ff<n-Fiaum-Br»st/bi-m a»chf°hrnd«scm-W«>>-stch^ ^ Nmnn schon ausgiklanbl-n Habcrn, bknm

ab/ und S'csia cwe ^ solchen zu Aschen aufeinem glühenden Ziegel / vvndie-

Suppen,dlc migesaltzen ist/ohngefehr emc yaw. nimm e.n halbes Loth und i. O.uintel / Nir

ein halbes Loth/ weisse Sanickel-Wurtzen anderthalbQumtel / gebrannten Alaun das DritteleinesOmn,tels/ der Sanickelund Nix müssen gar klein gestvs>m /und durch ein dünnTuch gesibet werden/ alsdann mischalle diese Stuck untereinander; mit diesem Pulverbe,?Nann -Wer Krauen du Brust hart uud-Ichnndn! fireue den offenen Schaden Me Tag M-» mal, «

darauff/ lästsesverdeckrwolsieden/alsdannkan maneine Schalen voll abgiessen/ und/ jo warm mans erlei-den kan/mncken den Tag 2^ oder z. mal/wo aber gros-se Cathar: und Volle der Brust ist/ kan man des Ta-ges 2. mal ein halb üuintel Lere in dieserSuppen einnehmen/ist sehr gut.

kleinen Assel/so die Lateiner Kliiiopc^c? oder (-cntipe-clcz.und dieFrantzosen nenne«/ laßsieauff

einer warmen Feuer-Schauffel/ od(r einem heissenZie-gel dörren: Mm erstlich z. derselbiqen in weissen Weingepulvert ein/ des andern Tages fünss/ darnach sieben;folgendenTag wieder fünff/und endlich drey/so wirst du(sagt er) sehen/daß die Brust ohne Entzündung / ohneSchmertzen/ ob sie wol an 2. oder z.Orten aufgebro-chen/alle Materi heraus geben / und die Wunde» wie-der zuheilen werden/ und solcl'eö gemeiniglich insünffTagen; gehet aber nach 5 Tagen noch Eyter/oderröth-liches Wasser heraus/ so wiederholet erst - erzehlte Cur

Item wann eine Frau «ine böse Brust hat/die nichtoffen ist/und nurBeulen darin« hat/ die von einem Ortzum anvern gehen/und grvsserwerdcn/Daß zu besorgenist/es werde der Krebs daraus/die nehme neun Pfauen,Spiegel/ schneide sie gar klein / nnd nehme/ im abneh«mendm Vknden / neunTagnacheinander/ «alle Mor-gen im Wem davon ein/ es vergehet.

Wann eine Brust schmieret und hart ist/ehe sie offenwird: Mach Eybisch-Wurtzen zu Pulver/dieses ninuneinen guten Löffel voll / Semmel-Schmollen/ so großals ein Gans - Ey / geflossenen Weyrauch «ein HMQuintel / Campher ein Scrupel/Saffran etliche Blu

noch einmal; den Abend zuvor/ehe man die erste volm ! he/ machs in einer Geiß - Milch zu einem Köchel/undeingibt/ soll man em weichendes Pflaster auf die Brust s legs / wie ein Pflaster ivarm aufdie Brust/ wannstlegen/ damit die Haut desto eher aufbreche/ hernach > kaltet so leg wieder ein warmes über.

5z?. xcv.

Vom Rucken - auswachsen und Lenden-Wche.

Ur den Rucken-Wehe gibt Her: Heinrich von / streisst/bloß über den Rucken/oder aufdenLeib/wodu5 Ranhau in seinem geschriebenen Haus-Buch 1 Wehtagen hast/er wärmet und zielet aus.

folgendes MittelLtcrcus vaccinum rc-ccns cxcrctum.inunAaturlintcolo, caliclum appli-cctur loco iiKi^o, valct cliam mNi^ancjos?oclz-

Krse cloloi-es. Daß ist: Nimm einen frisch-gefallenenKüh-Koth/also warm/streich ihn aufeinTuch/und legsaufdenschmertzhafftenOrt; dißdienetauch dieWeh-thun des Podagra zu besänfftigen. Item nimm einenungegarbtcn Fuchsbalg/ und bind ihn/ so bald er abge-

l). earciiiuciu8 aus Herzn Carrichter sagt: Wel-che Weiber / proptcr meniirua RucktNSchmertzen leiden/die nehmen Bergmüntzen-Oel/undCamillen-Oel/ eines soviel als des andern / machenmit neuen Wachs eine Salbe daraus/und schmierensich damit am Rucken bey einer Warme. Ist der Ru-cken-Schmertzen von kalten Flüssen/ so zertreibe Qum-mi vpoponacum mit Lorbeer-Oel oder Rauten-Oel /

zu