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voll kimi Alininl IN das erst-gemeldte Wasser legen/ 6.Tage dämmen liegenlassen/ und sich damit gurgeln/oder auch wol gar hmab lassen/für allem aber muß sichein solch er Patient vorsehen/daß er sich vor demZim-met-Wasserhüte/ dann solches ftp in der Bräune sehrschädlich/auch für dem Gersren-Wasser / denn es ver-schleimet Hals und Magen; Kutten-Wasser aber/dasist z. Kutten inz. Maß Wasser gesotten/ mag er fürsei-nenTranck brauchen/ oder hat man keine Kutten/mager Kartendistel-Wurtzel/ allzeit 2. für eine Kimen neh-men ; Item es ist Maulbecr-Safft oder Nuß. Safftmit Rosen-Hönig vermischt / sehr gut. Oder nimmSauerklee/sied ihn mit der mittlern Rinden vonWein-schcr'.ing/ thue ein wenig Alaun darein / und laß ihnofft damit gurgeln. Den armen Leuten gibt man einenSchuß Pulver ein/ oder legt Braun-Zettel ins Was-ser/und lasst davon trincken. Oder man gibt ihnenvon Bräun Zettel / eines Ducaten schwer / in einemBüchlein oder Gersten-Schleim ein. Oder nimmfrischen Speck/ schneide eine Platten davon/zwey Fin-qerbreit und Messerrücken dick/ legs dem Krancken indcnMund/ daß es die Zungen recht bedecke/ ist eineköstliche Artzney wider die Bräune/wie O. RaymundMinderer in Ü4eciicina militari bezeuget.
Dis ist auch ein gut Gurgel Wasser für die Bräu-ne : k-cc. weissen Wein 1. Maß/ etliche Blätlein Sal-vcy/Hönig 6. Löffel voll/ einen Löffel voll gebrannten'Alaun/röche Myrrhen einer Haselnuß groß / verdecktgesotten/ und sich warm damit gegurgelt.
Für die Schwäche der Zungen / nimm Saliter einLvth/von Rosen-Sauerampffer- und Nachtschatten-Wasser/jeden ein Seidel/weissen Zucker 4. Loth/durch»eiliandergemischt/die Zungen offt geschahen / und sichdamit gegurgelt.
Für die Hertz-Bräune/die kommt einem Menschenan mit KopffWehe/und ein wenig Sauer/ mit dar-auf folgender grosser Hitz/und Brennen ums Hertz/ mitgrossen Durst/Dürre der Zungen/ und Schwäche desHertzens/ weil sich die meiste Hitz daselbst herum befin-det; damusimanvon Hertzen treibende und kühlendeArtzneycn eingeben/und wol acht auf den Hals undZungen geben / man soll durchaus keinen Wein trin-cken / oder hitzige Speisen essen. Ein gutes Kühl-Tranck dafür: kcc. weissen Rub-Saamen einen Löf-fel voll/Weinkraut Wasser 5. oder 6. Löffel voll /12.Blätlein von einer Hauswurtz/ alles durcheinander ge-stossen und vermischt/ durch ein Tuch gedruckt / dannCampher/einer Erbsen groß/ hinein gethan / und emBlatel geschlagen Gold / und aufeinmahl eingegeben.Lasset vie Hitze nicht nach / soll mans den andern Tagwieder eingeben. Item soll man geben für die Hertz-Bräune im Anfang/einen Löffel voll Brandwein / voneinem neuen Ey das Weisst/und einen kleinen Messer-spitz Saffran darunter gerührt/und auf einmal einge-geben ; Item Bräun-Zeltel in Rosen-Honig gemischt/und offt davon fleckt.
ds und Fe !d -Lebem5
DasEyer-Trancklein fürdie Bräun/und andere hi-tzige Kranckheiten: Nimm dasWeisse von einem neuenEy/einen Löffel voll Brandwein/2. Löffel Braunellen-Wasser/und geriebmen Saffran ein Messerspitz voll/auch so viel Gasser und rothe Myrrhen / auch einenMesserspitz voll klein geflossenen weissen Rubfaamen/schlag alles wol ab/ und gibs dem Krancken aufeüunalein/ und solches thue dreymal/zv Nacht / zu Morgensund wieder zu Nacht/ ist gewiß und bewahrt.
Ein köstlicher Tranck für die Braune/und allehikigeKranckheiten: K-c Himbeer-Essig/Rosen-Essig Hol-der-Essig/ Hauswurtzen-Safft / von rothen Krebsmden Safft/ Roß-Zirch/ jedes z. Löffel voll / seyhe es ae-niach durch ein Tüchlein/thuz.Löffel vollZucker darcin/qieß es wol ab/gibs einem krancken Mann gantz/einemWeib halb/und dieses dreymal/allzeit Nachts / undMorgen/ist bewährt. Dieses ist auch ein bewährtesBraun-Pulver: kcc. io. Loth Saliter/1. Loth Zim-met/i.Lvth Jnywer / alles klein gefHet und vermischt/dessen eine halbe Nuß-Schalen voll im frischen Was-ser eingegeben/auch Nachts und Morgens drey oderviermal contmmrt.
Wann dieZungenwund ist/jagt ^palimsris, sollman Müntzen sieden im Wein/und ihn warm imMun-de halten. Item Fünssfingerkraut gemischt mit Ho-nig im Mund gehalten.
Vom Zapffel schreibt l^Zstinvs ^ul:,riclus in seinenEuren also: Daß er die gesä wollenen Mandeln undabgefallenen Zapffel also mit c^ri-sba cus>rthabe; erhabe der schönsten weissen Lsrsba eine vrackmü kleingepulvert / auf em Glütlein gelegt/ den Rauch davondurch einen Triechter lassen in den Mund gehen/ frühe/Mittags und Abends/ mit grossen Nutzen; hernach haber auch altes Urheb oder Sauertaig / wie ein Pflasterauf ein Tuch gestrichen/ mit weissen O^bs-Puiver be-säet/auf die Scheitel gelegt/ undden Tag über liegenlassen / die folgende Nacht aber / hab er ein frischesPflaster aufgelegt / und damit vielen gehvlffen.
Herr Heinrich von Rantzau in seinem l^snuscrlptosaget: Wann das Zapffel wund ist/kcc Ein Nössel ro-then Wein/eine Hand voll Rosen/eine Handvoll Ey-chen-Aepffel/ zerstoß ein wenig / und sied es in einemKessel Wasser aufs Drittel ein/ thue dann drey Löffelvoll Hönig/und ein halb Quintel Alaun darcin / undlaß es im Wein wieder aufsieden / seyhe es durch einTuch/gurgel dich warm vor und nach dem Essen/ je öff--ter je besser. Item nimm Metram-Kraut/stoß es saff-tig/ wie ein Pflaster / thue Saltz und Brandwein dat-zu/ leg es warm ausden Wirbel. Oder die Wurtzenvon Kohl oder Capus-Kraut/( gilt gleich/ was Art essey)ausgerissen / und nicht wieder auf die Erden ge-lassen/(wie clc csmpi will)sondern an den Hals ge-hangen/ soll gut und bewährt seyn für alle Zufalle desZäpffleins,