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Th. 1 (1716)
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386
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Deö Adeltchen Land-und Feld Gebens

XL!«

Wund-und Zühn-Achneyen.

M die zerschrundeneLeffzm/ isidasWaä)s-^ Ocl gut und heilet sie bald. DieSchrnndenuud Blattern der Leffzen heilet der Safftvondem si'.uren Kleedarauf gestrichen. Die Geschwär imMund heilen Lamillen in Wasser gesotten/ und damitgewaschen / oder Eiseickraut im Wein gesotten / oderbreiter Wegricht - Safftin den Mund gehalten.

Für die Mund -Fäule und Schwäre des Zahnflei-sches ist gut/ ^pintu8<>cliical-iT ein halb O.uintel/undMaulbeer-Safft 2. Loth/ zusammen vermischt/und miteinem kleinenHaar-Pensel an dasZahnfleisch gedupffr/und nlchtstarck gerieben.

Für das Zahn-Geschwär und geschwolleneBacken:RimmKäß -Pappeln/und etliche von einander getheilteFeigen/ laß in Geiß - Milch sieden/nimm die Milch /so warm du es erleiden kanst/ in denMund/ das thueosst / leg ein Stück von einer darinn gesottenen Feigeninwendig aufdie Geschwulst/es zertheilt und lindert;man kan auch wolblätlichtgeschnittene Eybisch-Wur^tzen darunter sieden lassen.

Eine bewährte Kunst für die Krott unter den Zun-gen : Laß im Frühling/ wann die Krotten aus ihren Lö-chern Zehen/ eine spießen / und wann sie dür: worden/so zwick ihr sorne die rechte Pratzen ab; wann nun je-mand die Krott unter der Zungen hat/so nimm die Pra-tzen und krailedie Krott unter der Zungen drey mal da-mit / so erliegt und vergehet sie.

Wann der Mund etwann von unreinerSpeise/odergesaltzenen schärften Feuchtigkeiten verletzt ist / sagt O.OI -»US xvormius in seinem kwi-en to> 67. soll man die! Malteftr -Zünglein in Bronnen-Wasser legen/ so wer-! de das Wasser gleich Blasen auswerffen ; wann sichaber solche wieder setzen/soll man sich damit gurgeln /und den Mund zwey oder dreymal damit auswaschen /ft wird die Hitz nachlassen/ die Blattern vergehen/ undinnerhalb 24 Stunden besser werden.

Für dieMund-Fäul und Löcher im Hals: kec. rothMüntzen - Wasser/ Alaun darein gelegt/daß es sauerwird/ den Mund und Hals offt damit ausgeschwänckt/

und gegurgelt.

Wann das Zahnfleisch weichet/ so nimm Mastix/Granaten-Schelffen/Veyel-Wurtzen/Muscat-Nuß/jedes einer Haselnuß groß/ klein )erstossen/M2. LöffelvollHönig gerührt/ein wenig davonin den Mund ge-nommen/ eine Weile darinnen behalten/wieder ausge-spürtzet/ und wieder ein anders genommen / und alsorontinuirt.Oder nimm ein halbes Seidel Eychenlaub-Wasser/ einen halben Löffel voll Käyser-Saamen/undso viel Mastix / einen Sud thun lassen/ und alle Mor-gens und Abends in dem Mund behalten.

Das Zahnfleisch zu stärcken soll man den Mund offtmitdisiillirtenSalve-Wasser schwencken/ es heilet alleVersehrungen / und ist ein sonderliches Lxperimcnr,das Zahnfleisch zu stärcken. Darzu dienet auch dieLat-wergenvonden Weinscherlingen.

Orntc8 corruptos intcZros cximcre cica>

«ia, allste intcr seZct?8 cantanclc» sc olzlcÄzns, con-tuia impvnatur. bloc scleo ccrtum j,ro6iäit ^lke»

linTus, utmultampro srcsnospccumam^ OK,'rv?Ziziibi persolutam proteisus i!t. O. Velsckius Lcnt. ?.

Obscrv 8e.

Die Zähne zu erhalten/gibt vz vicj cle ?ian>zOmp;toi. 48s. dieses kxpcrimcnt: Nimm gelben Schwefel/^lume koccaund^I Zcmms , jedes2.Pfund /Borax 2 .Unzen/gutes Rosen-Wasser eine halbe Unzen/Biesem 4 .Grampulversiers in einem Mörsel/thue es inein gläsern Cornet/und/nach dem du denk-cipicntendaran gefügt / setz es in einem Ofen mit heissen Aschen /gib ihn die Hitze Grad-weise / und aufdie Letzte garstarck/ biß das Wasser alles herüber gehe /weislich tundtrüb/das wird filtrirt/und in einemGlas verwahr /Ver-ein wird alsdann der im Rosen-Wasser solvirte Bie-sem gelegt/so wird es hell und wolriechend/ist gut für al-le Anligen der Zähne/macht sie weiß/ist auch gut für al-le Gefchwär des Mundes/ des Zahnfleisches/ derBrü-ste/ und der heimlichen Oerter/und für andere gefahrli-che unheilsame Schaden / man wäscht Geschwür undWunden mit diesemWasser/und legt ein darein genetz-tes Tüchlein über. Für die Mund-Geschwär nimmtman ein wenig in den Mund / gurgelt sich/und reibt dieZähne damit. ^ War es gar zu scharff/ mag mans mitein wenig Rosen-Wasser tcmpcnrLn.

Fast aufdiescWeisegibti^oiiAl'ciok'lorsvami die-ses Wasser : das macht das Zähnfleisch wachsen/ dieZähne weiß/und sey über andere/sey auch von ihm nachTeutschland / Polen/ Constantinopel und andere Ortabgeholt/und gleichsam für etwas Göttliches gehaltenworden/ das Recept lii?« 4. clc8ecrctirationslic. 10.ist dieses : Nimm 8al ZcmmX, Hlume lll k.vccn ,Schwefel/ jedes 2> Pfund/ Borax IO. Unzen / Perlenund Corallen gepulvert/ jedes 2. Unzen/distillirten Essig4. Unzen / alle diese Stücke legt man in einem Brenn-zeug/und gibt ihm anfangs ein gelindes Feuer/das zrz.cislim vermehret wird / bis alle Sudl^ntz herübergan-gen/ ist anfangs weiß wie die Milch / erleutert sich aberund soll das beste Lcclct zu den Zähnen seyn.

?umex iZnitus, vinoHueslbo lzis cxtinAus.A tcr-tiH vice iZnilus reUÄus, äoncc rcsriocrctur, sbiczuealiä extinÄionc, lritus 8c sblutus slbitlimos sscilclcntes, nec co mazis celclzrccxpcrimcntum invcm-tur.imc» liäentes cc», czusm vi8 non combuliv, tccltrito friccntur , allzilsimi evsäunt.^. ^.uä. Lamsr.8^11. ^emorsbilium dcnt. 8> n. 9Z.

öorellu8 Lsnt. 2. Oblcrv. 65. sagt: Das beste unddurch öfftere Erfahrenheit wolbefundeneMittel/ dasZahnfleisch zu befestigen/und die Zähne zu stärcken undweiß zu machen/ sey/ daß man ein wenig Alaun in einerUnzenSchwefel-Oellege/ und 6. Unzen consclv^kw-ßivllse , sut Kolsrum daruntermische / und die Zahneöffters damit reibe / so wird sich innerhalb 14. Tagender gute KffcH schon weisen: Es wird die Zahne befcstigen/den 7 srtgrum abledigen/ und das Zahnfleisch wie-der wachsen machen. Und diß hab ich selbstprobirt undgut befunden.

Diß folgendes ist auch eine treffliche Zahn-Latwer-gen: kcc. Oentifricü LsnZ. Orscvn.Zj.ZznclsIj

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