Drittes Buch? Hauö-Mutter.
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Mien-Sassrgemischt mit Rosen-Oel/ und warm indie Ohren gelassen/ benimmt alles Wehthun> ItemHanss-Oe» warm in die Ohren gelassen/benimmt auchdasEyter/ auch 8c«bwls.Safft und Veyel-Oel.
Für die Ohren-Geschwat/ dazu man nicht kommenkan/ schüttehinein Lauch-Sassc mttHönigundmoniac vermischet / so brichts auf/ und geneset der Pa-tient. Item Teschetkraur- Sassr warm in dicOhrcngelassen / vertreibt das Schwären und Eytern; dasthut auch der Hopffen-Safft und Nachtschatten-Sasst. Wann die Ohren schwüren / hilfst Frauen-Milch mit Ziegen-Milch vermiftyt;wann ein Geschwärim Ohr ist/ so^vasch ein Butter neunmal aus/zerlaß esbey gelindem Feuer/thue davvn ins Ohr / und ver-schopps mit Werck oder Baumwollen; wer Würm inden Ohren hat/der brate einen süssen Apffel/sthneid ihnvon einander/und leg ihn aufdie Ohren/so kommen dieWürm heraus auf den Apffel.
Wer das Gehör/etliche Tag lang/nicht gehabt/dernehme weissen glatten Balsam / mit den weißen krau-sen Stengeln/ item Wermuthund Ochsen- Gall/ ei-nes so viel als des andern/ den Balsam und Wetmuthmuß man stossen / und den Safft heraus drucken / undunter die Galt mischen/ und in das Ohr/ daran mannicht höret / davon täglich zwey oder dreymal gelas-sen. Wermuth - Safft in die Ohren gethan / tödtetdie Würm/ und macht sie heraus fallen: Diß thut glei-cher massen bitte:esMandel-Oel/Ringelblumen-Sajftund Psersich - Blätter-Sassr. Wer Beulen hinterdenOhren hat/ der nehme Bohnen-Mehl gemischt mitMehlvon kcenum (Z^scum. undausdasGeschwargelegt/ zeitigt und heilet. Diß vermag auch spitzigerWegericht/geflossen/ und wie ein Pflaster aufgelegt.Ein Gran oder zwey Bisem in eine Baumwolle gewi-ckelt / stets im Ohr getragen/ soll gar bewährt seyn wi,der die Taubheit.
Für das Sausen der Ohren/thue Mäusöhrl-Saffthinein / es vertreibts ; das thut auch bitters Mandel-Oel und weisser Weyrauch mit süssem Wein gemischt/und in die Ohren gethan.
Wann die Ohren faustn : Nimm erstlich von denausgebrannten Rosen einen Zelten / leg ihn zwey oderdrey Tage auf den Kopss/ sied nachmals Camillen undrvthe Erbsen im Waster / und zwag dich wol damit/esvertreibt die Flüsse derOhremOdernimmWidertodt/Wimttgrün und süsses Holtz / mach eine Laug daraus/diese Stücke vertreiben die flüssigen Köpffe. Ohren-Sausen zu vertreiben : Laß ein Tröpfflein warmesEpicken-Oel insOhr;Jtem nim Rocken-Taiq machein Laiblein daraus/thue in dessenMitte eine gute^Hand-voll Kranawechbeer/ daß sie an einem Ort beysammenbleiben/laß sie mit und in dem Brod wol bachen/schnei-de darnach das Ort/ wo die Kranawechbeer sind/ her-aus/ stürtz ein Trüchtcr darüber/und laß den Dunst indieOhren gehen/ftopffdasOhr bald mit einer Baum-
woll zu/ über eme Weil laß drey Tropffen SanctJv-Hanms-Oel und Canullen-Oel warm hinein / es HNfttgewiß>
Wann einem ein Wurm in das Ohr kreucht/ sonimm ^auertaig / kleb es an das Ohr/ so kriecht detWurm darnach/dem hilff M einem Pfriem/spitzigenNadel oder kleinen Beiß-Zanglein heraus/oder nimmZiegen-Gall/ Frauen-Mich / und ein wenig Myn-hen / temperirs untereinander / und thue es in dasOhr. . ,
Item wann ein Wurm ms Ohr gekrochen/ so nimm.Honig und halb so vielSauertaig / knette es durchem-ander/steck es insOhr, und lege dlchdaraus/d-rWurmkreucht in den Taig/ dem muß man mit einem Ohnsfelgemach heraus helffen. Wann ein Grill in ein Ohtgekrochen/ so thue etliche Tropffen Baum-Oel hinein/so muß er sterben/wir in iVlisceüancis Luriotor.8c s. Oblcrv. so, mit einem Exempel bezeuget Wird .
Wer übel höret/nehme ungesalzenen RemchSaWund thue ein paarTröpffel davvn insOhr/ undronti--nuire alle Stund also : 0. Larclilucius cx " srrick-lero gibt dieses Lx pcrimcr -.t. und bewährt/es sey da-mit vielen gantz Tauben wieder zurecht gehölffen wor-den -.Nimm 4. Gallen/ als von einem Aalen/ Fökelles/Hasen und Raben/ thue sie in einem gläsernen Kolben /gieß ötlicheFinger hochBrandwein darüuff/und setz denKolben mit seinem Helm und Vorlag auf warmenSand ; oder in Mangel der Glaser thue es in einverglasirtes Töpflein/ lutire einen Hafen-Deckel dar-auf/ und laß es in der Kühle trocknen/ alsdann setz eszum Feuer/ und laß es so lang zu sieden stehen/ als mandaß Vatter Unser 4. mal beten mochte/ dann heb es ab/laß es vrrlutirt erkalten. Wann nun jemand übel hö-ret/ so lege ihnaufdas gesunde Ohr/ und tropffin dasübelhörende Ohr miteiner Federn oder z. Tropffen;hilfst es zum erstenmal nicht, so wiederhohle das Ein»trauffen. ^
Wer das Gehör verlohren/ der nehme von einemfrisch gefangenen Hasen die Blattemveil er noch warmist/ halte sie also vors Ohr / so bald sie aus dem Hafenkommt / so lang bis sie kalt wird; hernach nehme etScorpion-OelundHauswUttzen-Safft / gleichesTheils/vermischt undBaumwoll darein genetzt/und fürdas Oht gesteckt/daß keine Lufft hinein gehe; man mußdrey Tage nacheinander/alle Tage z. Ttopffen von die-sem Oel ins Ohr lassen; hört man aber an beeden Oh-ren nicht/ muß man s. Hasen haben/ und die beedenBlattern davon brauchen; ist bewährt.
Hm Ditzbv gibt für die Taubigkeit diesen Rath :Nimm wilde Äkuntz / welche aufden Wiesen gesundenwird/ davon reibe z. oder 4. Blatter in die Hand / undthue sie in das Ohr/ wechsele alle zwo Stunden ab/Undthue frische hinein/ denn es ziehet sehr an.
Das Gehör wieder zu bringen : Nimm Rauten-Sasst mit Kinds-Harn vermischt/ laß es in die Ohren;^tem Epheu- Sasst mit Hasen - Gall vermische oderWachholder-Oel/ oder Meertettich-Safft mit Saltzvermischt / oder Gundeireben-Safft in die Ohren ge-lassen / macbr wieder hören; Item das Ferte von einets Gallen in die Ohren geträusst.
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