384
De6 Adelichen Land- und Feld-Lebenö
^o5cu,5u.5 iu eX <5u,i
y (I .
,1^5
sey/dcnn iicht zu glauben ist/ daß ein einiger Mensch soviel Wurtzen/ gar aus Palmin, habe überbringen kön-nen/ daß er auf so viel Jahr genug hat/ so vielStadte inTeutschland damit zu versehe«/ wie er bishero gethanhat. Und ^».Johann Hellwig in seinen oblerv^l.pkyüco-Meöici« schreibt (meines Erachtens) eben tvon diesem also^ Anno ohngefehr 1658. ist'ein Mann/der vor diesem ein Soldat gewesen/mitNahmen Jacob'
Weidenfeld/vonCöln gebürtig/allhier aufRegenspurgkommen/der allda eine Slrtzney/das Haupt zu reinigen/ziemlich theuer/ in gestalteines weiß?grMichten Pul-vers/verkaufst hat/ in ungleicher voli, nach Unterscheiddes Geschlechtes/ Alters und Krassten; von diesem/vor-her etwas angeseuchten Pulver / hat er am äusserstenOrt der Nasen-Löcher gestrichen/ doch mit dieser Vor-sorge/damit desHirnsBesibaffenheitunbe.'eidiget blie-be/ daß der Patient mit aufgethanen Mund / und ab-wärts geneigten Leib und Kopss/ also sitzen müssen/ bißes angefangen zu fliessen/ daß er bißweilen unterdessen ,die Nasen - Löcher gelinde zudrücken / aber weder den ' von der Färb aber meldet er nichts/und diese so» ,»««1Athem starck an sich ziehen / noch sichschneutzm dörs-! das leisten / ist fast wie ein Stern formirt/ vl na/sÄw daraus h.„ bald S,- Z-uch,>gk-tt des Haup.s und !»"-«, Blattcm / d>e sich «mj. wi- uÄNGehirns ( nicht ohne Gelachter und Verwunderung ren/ und oben allgemach spitzigern Blättern s di-. ^der Zusehenden ) fast eine Viertel Stund lang an- derZwerch drey Strichlein haben) ausbreitenfangen zurmnen aus Nasen und Mund / ja auch aus Nabel der Blumen ist rund/ mit einem kleinen nw.»den Augen/ und wann diese zähe und leinnchte Flüsse dlgim c-ntro gelegenen acht-blattrichten Röe .von sich selbst auffgehort / war es ein Zeichen / daß die und ist solcher in fünffStrichen / 5 (.'cmro -,6kvacuanon vollendet sey / nnd hat sich der Patient tcrenk.cim, gleich eingetheilet/ und aussen mitwieder emporheben und auftstehen dörssen/ dem er denBlatlein/ davon diegrossen weithin«befohlen/ sich um die Schlüsse / das Vorderhaupt gen/umfangen. Das Pulver von dieser Blumen ^und den Werffel / mit ausgereckten Handen / zu odercle^progenennet/fül^'t d,..?
reiben/und rückwärts zu streichen; es ist nicht auszu- hen Schleim und Feuchtigkeit aus der Naien/sagen / wie frölich und leicht sich die Patienten auss sanfftniessen/ dienet den niederkommenden ^raummdiese Cur befunden ; wann mehr Flüsse im vordem Beschleunigung der Geburt/ man nimmt in Ae N?s >?Haupt sich ereignet / hat es starcker aus der Nasen emes Grans schwer/erleuchten das Hauvt/5k,^Mosten/ wo aber solches im Hmtertheil des Haupts/ dasGesicht und Gehör/ ist gut wieder ^nSchwÄistesstärckerausdemMaul geronnen; wannesläng- treibt aus die schwartz-gallichten »umor« benmmsamer geflossen/ hat mans mit einemBißlein gebähetem dem Magen das Utidauen / und reinigt da'e^irBrod/ das man an die Naslöcher gehalten / befördern den Latharren. Für diegahliche starcke Catkar d m.?könmn; die ?robs dieses Experiments ist zu Regen- auch folgendes Pulver: s-.raö.älari cvpnrotuli^,spurg/mit gutem LffeS. an hohen und niedernStands- cariopkxNat-r . lrcos klor. 3Nö zi. Lummittst - IVIail,'Perfonen/ geistlich - und weltlichen/ versucht worden / ! ran. Ittclilsie, kor. marini 5or. I.svcncju,X ans ok Xman Manns-und Weibs-Personen: Dieses hat er auch molcst 8uccini sibi, ^tsNicis ei. öcnüoi. StoracizAnno 1661. zu Schweinfurt / und Anno 1664. zu 3i- kiikc «at pui. lubal, cl. 8caiuiöm Das KrmttBreßlau pr-Mrt; dis ist Zweissels ohne O. Wedels ^N-Zaiiis oder Huhnerdarm / gequetscht zwischen denKunst gewesen. Jedoch gedenckt l). Simon ^1075,u« Fingern/ darnach in beede Nasen-Löcher gesteckt/mach
?"u<j'sc1us cie i^on7e (Zslek , ein kieäicus zu Prag inBöbmen/ini^iscei.curios. des neundten und zehenden
^ahrs/ einer Blumen/ die in derJnsulCypern ge-sammletwird deren Abries hierbey/
die Fluß bald heraus triessen.
Die Lcbois 8-ineritsna lehret fein / wie man dieCathan curirensoll/ als 1. mit Mäßigkeit im EssmundTrincken/s.mit wenigSchlaffen/z. mit warmenSpci-sen / 4. mit Arbeiten / 5. soll man warme Lussc an sichziehen/ 6. soll man gar wenig trincken / undziemlichgrossen Durst leiden / 7. soll man den Athem starck ansich halten.
Lx?. Xc.
Von den Ohren und ihren Zuständen.
H^Urdas Ohren-Wehe ist gut / breiter Weg- schenZwiebel-SaN/mitFrauen-Milch/vderderSafftricht-und Sauerampffer-Sasst vermischt hin- von denen in Aschen gebractenen Zwiebeln in die Ohren >^ ein geträusst/ oder Rosen-Oel mit ein wenig getrauN/ hilfst für die Ohren-Schmertzen/Klingen /Wein-Estig ; Item distillirtes H önig-Waster oder sri- Übels Gehör/ oder Geschwulst/ die in wendig ist. Be-
. . toni-^