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Dcö Adclichcn Land- und Feld Lebens
nicht grün oder faul / sondern gantz dürr/ in gleicherZahl/so, viel man zum Heitzen einmal vonnöthen / voni bannen/suchten und gespaltenen Holtz/und nicht von! Brügeln genommen werden/ damit man einmahl soviel brauche / als das anderemahl. Wann nun dasFeuer angebronnen/ soll mans auseinander thun/ da-mit die Hitz auch in den Umkrayß des Ringes komme/und sich gleichmässig austheile; alsdann die Laib ge-macht und gar wol ausgewirckt / und in den Ofen-Schüsseln/so von ^rrol) oder Holtz gemacht sind/auch etwas aufgehen lassen; hernach ziehet man dasFeuer heraus/kehrt denOfen mitnnem nassen Stroh-Wisch/ und streuet eine Hand-voll Kleyen hinein; soes gäh auffladert/ ist es zu heiß/verbrennts zu langsam/ist es zu kalt/ wanns mittelmäßig ist / so kommts recht.Dann muß man gefchwindiaacheinander einschiessen/!erstlich m dem Ring/ daß es gleich voll sey; man mußaber sonderlich zufchen/daßdie Laib nicht einander an-rühren/ und also anschüssig werden.
Man sagt/ wann man im Einschiessen mit einemMesser/oder nur mir demFinger ein Löchlein in die Laibmacht/so fahren sie nicht auf;imEmschiessen bestreichtman die Laib mit einem Büchsel Stroh-Aehren / mitWasser/so werden sie schön glatt.'Andere nehmen ei-nen grossen Pensel/ duncken ihn in ein Schüssel warmWasser/darinn ein wenig zerlassen Schmaltz/und ü-berstreichen das Brod/ so wirds noch gläntziger/ undbekommt eine liebliche Farbe.Etliche Oefen muß manMit dem Thürlein zumachen / und die Dampff-Löcheeaufthun; etliche aber muß man vssen / und eine Gluthvor das Ofen-Loch liegen lassen/ die Lufft-Löcher aberöuthun. .
Wann das Brod eine Stund-langimOfen gele-gen/ und solcher nach Gebühr ausgeheitzet worden/ soists genug/doch wann ga: grosseLaibe sind/muß es nochlänger darinn bleiben. Theils legen ihrBrod/wann siees aus den Ofen nehmen/ auf die obere Rinden / undglauben/es soll nicht rindheffttg wezden/ode: auffah-en.So bald das Brod aus dem Ofen genommen wird/soll man wieder so viel Scheiter/ als man zum künffri-gen Gebächte vonnöthen hat / in den warmen Ofenhinein legen/damit sie wol ausdonen mögen/uM) manszurkünfftigen Nothdurfft nur gleich anzünden könne;von jedemTrogscheren soll man wieder eine Laib Taigzum Urheb ausheben/und es in der Kühl halten/damit! es vor der Zeit nicht fauer werde.
Alles Mehl muß vorher/ehe mans bacht/wol gelebt! und gefäubert seyn: Man kan erstlich ein enger'^ieb^ nehmen zudem Tafel-Brod/und alfo kan man von je-' der Becke das dritte Theil aussieben/das übrige bleibt! für das Gesinde. Die Pfisterey muß in einer Stubenj seyn/ darinn man zur Noth einheitzen könne; dasKnet-^ ten/der Sauertalg/Wasser undSalh/sind nicht an ei-' nem Ort in Gebrauch/wie an dem andern/daher man! sich nach der Erfahrenheit des Orts zu rcguiiren hat.Theils faltzen ihrBrod gar zu viel/theils abergar nicht;so sind auch an etlichen Orten bessere Wasser/ die zumGebächte dienlicher sind/ als an den andern.
Dis ist zu mercken:Wann dasBrod aus demOfenkommt/ muß mans ein paar Stund vorher abkühlen/hernach in ein t^mpcrirtOrt also verwahre lassen/daßes von Hunden/ Ratzen und Mausen nicht beschädigt/oder von dem Staub verunreinigt sey. Das warm«
ausgenommene Brod zieht gerne böse Feuchtigkeiten,sonderlich in Sterbens-Läufften/an sich/daher muß dieBehaltnus rein und lüfftig seyn. Das Brod-Gewo>bsoll weder zu trocken noch zu feuchtseyn/fo bleibt es seinlind und neu-backen / sonderlich / wo man wöchentlichzweymal zu backen pflegt; für die arbeitenden Leuteaber ist das alt-gebackeneBrod viel ergebiger/und sät-tigt bälder. Herr Carrichter gibt diese Prob/ ein guresBrod zu erkennen/wann mans m ein kalt Wasser legt/und es bald zu Boden fallet/ so ist kein Sauertalg dar-unter ; bleibt es aber oben auf dem Wasser schwim-men/ so hat es zu viel Saucrtaig; bleibts aber in derMitte des Wassers schweben / so ist es recht gesäuretund ausgebacken. Brod ist in der Artzney zu so vielenSachen zu gebrauchen/daß es billich als einHertz-stär-ckendeGottes-Gab mag genennet werden; so erzehltauch Herr Carrichter/daß man vom Rocken-Brod eintrefflich Pflaster wider den schwachen und blödenMa-gen/der immer aufstösst/ unkeine Speise behalten kan/dergestalt machen kan: Man nimmt eine Krusten Ro-cken-Brod/ auf den Kohlen braun gebraten / aufdreyoder vierLoth schwer/weichet solches gar wol inWein-Essig/nimmt ein wenig Sauerteig darzu/ mischet dar-unter Pulver von Mastix/Weyrauch und vongedön-tenBalsam-Kraut/jedes ohngefehrein Quintel/darzu> mag man nehmen Gersten-Mehl/nach Gefallen/dasgibt auf ein lcincnTuch/oder einenBarchet/ein nützlichs mildes Pflaster/ aufgestrichen/und aufdenMagenundHech-Grübelgelegt; wer will / kan es auch mit gutenkräfftigenGewürhen undSpecerehen stärcken/so ist esnoch bewährter.So wird auch aus demRocken-Broddergestalt ein gutes Oel bereitet: Man nimmt gut ge-säuert Haus-gebackenRocken-Brod/ zerreibt es klein/daß es werde wie Mehl/es muß wol hart trocken seyn/reibts aufememReib-Eysen/je kleiner je besser/hernachnimmt man zu jedem Pfund Brod ein halbes Pfundweissen Zucker-Candi/lasst ihn über ein Kohl-Feuer ineinem glasirten Topffoder Scherben zergehen / giesstzwey LothRosen-Wasser darunter/rührt das getriebnne Brod alles darein / daß es wird wie ein Taig/ ausdiesen macht man kleineStücklein/thuts in ein beschla-gen Glaß/und distillirts/so bekommt man ein bleich--graues Oel/ welches recht wie neu-gebackenBrod rie-chet ; dis ist dem Krancken eine treffliche Stärckungdes Magens und Hertzens/wann er sonst nichts essenkan. Ein Brod/ so wider den Schwindel / und wideralleVcntoluitczLercbrj wol dienet/mach also:Nimmweissen Ingwer und Nagelein/aufs allerkleineste zer-stossen/jedes ein Untzen/und Rocken-Brod fein kleingerieben/achtUntzen/aufs beste untereinander gemengt/mit guten v i t« eingefeuchtet / geknetten und ge-bachen/ davon sollt du alle Morgen ein Stücklein es-sen/ wird wol bekommen.
Für dieOhnmachten einhochmützliche Cur: NimmgeröstetBrod/stoß es in Essig/und reib dem kranckenMund/Leffzen und Nasen-Löcher damit/ und legs aufdiePuls-Adern / so kriegt er die fühlendeKrasst baldwieder. Eine gute Wund-Salben: Nimm Brostmvon Rocken-Brod/ darzu thu Zucker und Rofen-Oel/auch Loiig rmcni,stoß alles wol untereinander/machsaber nicht zu hart.si cum squa pi u vig (sagt 1 scicius
in snimali 8c miner^li sol.
tur panis mcciulla, intra breve tcmpus. u bi in vitro' —— - iimul
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