ger Semmel und Küpssel / und sonst hin-und wieder inTeutschland das schöne Dünckel-Brod kosten sollten/sie wurden desPariser-B:ods wol dabey vergessen kön,NM; lccl cuitzuc ek 5ua ?alria «tudciz. Und wann Manmich fragen sollte/ wäre ich meines theils des altenHer:n Carrichters / weylandKaysers^sximiii-wiA.^ochlöblichster Gedächtnus / wolverdienten und be-rühmten Hos-^sciici .in semerTeutschenSpeis Kam-mer gegebenen Meynung/ da er sagt: Das allerbesteund fürnehmste Brod/ haben die Alten aus zarten/ rei-nen/gebeuteltem Rocken-Meel/ zu Latein/ klos liiizj.n>» genannt / bereiten lassen/ das mustemitSauertargund Saltz wol gebacken werden, /olcpbuz ()ucrcc:-tanus sagt: Lxoribaliooptimuspani» Lc salubcrrim«»»Ä, ^ui plurimumicrmcnti, plurimum^ue lalis babct,qui!jj>s>Iurllnum tilsubsÄus Kcclsborgtu» , sc inbslZv mocjcrstö csliäo iil sllatu». Darum sollen dieohne Sauertaig gemachte Kuchen undKrapffen/unge»sund seyn / und sich in einen harten Leim gleichsam ver-kehren/ und also übel verdaulich seyn. Wahr ist eS/wann das Rocken-Brod grobgemahlen/und nichtge-beutelt wird / daß es besser für starcke Bauern und ar-beitsame Leute gehöret/ als müssige/ weil es hart zu ver-dauen / und diesen das waitzene/weisse Brod besser an-ständig. Doch muß sich jedes Land nach der Frucht/die ihnen GOtt beschert hat/ richten /und wachsen we-der Waitz noch Korn an einem Ort so schön / wolge-schmack/ weiß/ undMilch-reich/ale an dem andern;wie man an denen Orten / wo man den Pumpernickelunddasschwartz-blaulichteHaiden-Brod essen muß/genugsam erfähret; soist auch in Oesterreich selbst eingrosserUnterschied/Wischen denunterund obderEnnsgelegenen Provintzen; in Unter^Oesterreich verbackensie aus lauterm Korn gemahlnes Meel/ zu ihrer täg-lichen Haus Noihdurfft; im Land ob der Enns aber/
' und
' niemand vberdrü^g (wie an andern auch guten herzli-chen Speisen offt geschiohet)essen kan/ja/um welches al-lein/den himmlischen Vatter zu bitten/ der HEn Ckri-stuS/unser Erlöser und Heyland/in seinem kurtzen/ dochhenlichen/nachdencklichen Gebet/gelehret und befohlenhat/ auch vorher derKönigliche Prophet David/ demBrod/durch desHeiligenGeistes Einflössung/in seinemschönen/nach demHebräischen Text/Hundert und vierd-ten Lob- Lied / das Zeugnus gibt / daß es des MenschenHertz stärcke.
Das Getrapd / so in leichten und trocknen Gründenwächset/ soll besser und gesünder seyn/ als was in fettenund feuchten Feldern stehet/ und/je neulicher das Korngedroschen ist / je weisser und wolgeschmacker wird dasBrod. Das Korn soll/ehe mans aufdie Mühle bringt/zuvor wol geräutert und ausgeputzt seyn. Darum sollman das Korn/das auf des Herm Tafel Brod gegebenwerdensoll / besonders / und/ wasvordasGesind undTagwercker gehört/ auch besonders legen; muß manaber altes Korn aufdie Mühl bringen/so muß mans ei-nen Tag vorher ein wenig besprengen und netzen;das al-te Meel gibt besser aus im Gebäche/als das neugemahl-ne. Das Meel/so bald es von der Mühl kommt/ mußman sieben / das gröbere kan man unter des GesindsBrodmischen. Das Brod/soaus erst neulich-gedro-schenem Korn und jüngst gemahlenem Meel gebackenwird/ ist bester/ kräfftiger und sasstiger/ als was von al-ten/abgelegenem Getrayd oder Meel herkomntt.
Welches aber das beste und gesündeste Brod sey/wollen wir jedem seine Meynung lassen. Die meistenFrantzosen und Welschen vermeynen / das Waitzen-Brod sey das beste; unddarssgar einer sagen / daßman zu Paris das beste Brod in der gantzen Welt esse/weiches wir ihme wol gönnen mögen; halte aber dafür/wann sie m Ungarn die Zipolten/ zu Wien die Mediin-