Drittes Buch / Hauö-Muttcr.
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,uMuet/zurechterZeit in und von derBleich gebracht' werde.
Zweytens/soll sie sich/nachGelegenhttt undVermö-gen ihres Einkommens/in die überflüssige unnothwen-dige Fahrnuß nicht verlieben/ was man nicht braucht/als zuEhren/wol einschließen und verwahren/was manaber täglich braucht/ ihrer Beschliesserin/nach einemRegiste: einantworten/damit nicht s verwüstet/und al-les sauber gehalten werde Die Beschliesserin soll auch/was von Lein-Gewand verschleussen will/ehe es in dieWasche kommt / sauber flicken und ausbessern lassen/wasgantzunbrauchsam/ der Frauen bey Zeiten für-bringen / damit man neues an deren Statt machenkönne. Das Gewand in die Wäsche zählen/ausschrei-ben/ und wieder nach der Verzeichnuß einnehmen»
Zum Dritten/soll eine sorgfältige Haus Frau dieschöne und selten/ohne zuEhren undFestinen gebrauch-- teFahrnus selbst/nach einer geschriebenen l.ik2jdiejL-^ dem Kasten oder Truhen beyliegen solle/in ihre sichere> Verwahrung nehmen/jährlich/ bey schönem Wetter/was man nicht/ oder selten / braucht / andieLussthängen/ und zwey oder drey Tage wohl ausdauen las-sen/wieder nach der Verzeichnuß sauber zusammen le-gen/und in diegehörige Kisten/wie sie vorgelegen/ ein-l räumen.
! Zum Vierdten/die Zimmer alle sauber und rein zu! halten/alle die darinnen sich befindende Fährnissen/ alslBett-Gespanten/Bett-Gewand/Bolster/Küssen/Ley-' lacher/Teppicht/Pottier/Fürhänge für die Better UndFenster/item Seflel/ Stühle/ Tisch und Bäncke auss-schreiben lassen/damit sie in guter Ordnung gehalten/da man eines oder des andern bedürffttg / leichtlich geiunden/und nach demGebrauch wieder an ihren gehö^rigen Platz gestellet werden; also kan man desto leich-
ter sehen/ wann an einem oder dem andern ein Matt-gel fursällt.
Zum Fünfften/kan auch eine Haus-Frau eine guteWirchschafft begehen/weil man auf dem Land ohnedis keine Kleider-Pracht treiben soll / daß sie ihre eigneWeber hält/die ihr/Neben derLeinwath/Zwilch/Bettund Tisch-ZeUge/auch zu alltäglichen Kleidern für sichund die Ihrigen aus dem besten Garn und Wolle/undfür das Gesinde aus demgröbernMe-?aiane,Burat/gantz wollene Zeuge/und Loden im Hause machen/daßsie täglich möge zusehen/ damit die Weber nichts ver»untreuen mögen. Auch solle sie aus den Ochsen- undKuh-Häuten/die imHaus geschlacht worden/SchuheLeder und Sohlen / item Kummet Und Wagen-Ge,schirr/ ttem Kobl-Wagen Und Lalessen daraus zu macheu und auszubessern; aus den Bock-Kälber-Schas-unGeiß-Häuten aber bey demWeißgerber/zUlnVer-kauss/oder aber ihrem Gesinde zurBekieiduNg/tnachettlassen/ die Häute aber / ehe sie in die Arbeit kommen/müssen bezeichnet werden/ damit man sie nicht mögeauswechsle«. Kan auch jährlich einen Schuster lM
fertige/weil viel damit erspähtet wird. Die Kleidtt/fozu Ehren gebraucht/und nur bisweilen und selten ge-tragen werden/thut man besser/Man lasse sich vonSei^den/ als von theuren Tüchern (welche bald Schaben-frässig merden) machen. Zu den Kleidern sind auchbesser hohe weite Kästen/ d'arinN man sie völlig aus-hängen kan/als wann sie zusamm gelegt/auf einanderkommen/nicht allein/weil sie vielBüge und Falten krie-get,/daher auch eher schleussig werden/ sondern auch/wsilPlurs undSammet also zusammen geprestMie-lendwerden/ und den guten gleichmässig-MlendenGlantz gutes theils Verliehren. Das Vornehmste ist/
I Theil.