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Th. 1 (1716)
Entstehung
Seite
259
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Anderes Buch

ckcn können. Das beste ist/daß ein Haus-Varrer/woerö nicht selbst thun kan / jemand Wachsamen undTreuen habe / der allzeit der letzte zu Bette gehe / undvorher alle Feuer- ^ rätt besehe.

Fürö An dere/ soll er auf den Böden/ unter denDa-chern /nahe bey den Rauch Fängen/Fässer/ Schauerund Bsdmgen mit Wasser angefüllt haben / damitman / gleich im ersten Anfang und Auebruch desFeuers/ solchen begegnen / und seinen Grimm / ebc eszu Krafften kommen kan/ dämpffen möge; zu demEn-de kan nicht schaden / daß er einem oder mehr Nacht-Wachter halte / die einander ablösen / und da sie imHaus oder anderwärts in der NaheZeuer vermercken/sollen es gleich anzeigen und Lai inen machen.

Zum Dritten/soll er Heuer Hacken/ Leitern/Was-scr -EiMer / Hacken / Krampe!/ Hauen / an der Srellehaben/ damit die bewohnenden Zimmerleute/Mau-rer / Schmid und Unterthanen alsobald zuHülff undR.'ttung zueilen und löschen helffen »lögen; daher sehrgut/ wo kein Wasser Graben vorbanden/ oder Fluß/oder See/ daß man im Hof einen Röhr-Brunn mit ei-nem grossen Wasser-Kasien habe/ daraus man/ iuEr-fcrderungderNochdurfft / behend und schnell Losch-Wasser baben könne.

Zum V»erd:en / die grossen Wasser-Sprühen sindin dergleichen Fallen sehr nützlich/sonderlich wann sieaufdenFormjmd / wlesie 1658. zu Nürnbergeiil künitlicher Meister und Ctrckel-S mued ersiindenund gemacht h u/ deren Her: Georg Andreas Böcklecgedencket. D e grosse Wasser Stützen ist inwendigvon Kupffer, Messing und Evsen gemaebt / und aufSchl iffen gerichtet / das! m.m in der Noch bald an-spannen / und sie gegen derBrunst setzen kan/hält in sichsiebentzig Bronneii-Eomer / bar zween Kasten/ dareinmajs das Wa>>er schürfen muß / und . ufjederSeneneine lange^?tange/ daran zchen/ ztvvlff/biß in vier undz^vantzig Personen zieben können/ und je mehr Leutesind / je stärcker sie ziehen / je höber auch die Sprützengehet: oben auf den Küsten muß eineManns-Personstehen/ und die Sprühen regieren/ und hin und wiederleiren/sonderlich an denOrr wo eS am nöthigsten/ unddas Feuer am starckest,.'Nist / sowirdesmitGOttesHülffe bald gedämpffcwerden: Er stellet auch daselbstvor eine kleme S'.u-ützen/ gantz von Kupffer / MessingundEysen/diekan ein Mann mein Haus hintragen/und von dar in das Haust/ so brennet / auf die sunsstzigSchuhe-hoch und weiter sprützen/ doch müssen andereLälte immer Wasser zutragen und hinein füllen.

Fünsskens/ die Wachten/ die nian u> Nachts hält/sollen fleissig hin und wieder geben/und da sie zuNacht-Zeit/ zu ungewöhnlichen Stunden/ srembde und ver-dächtige Personen um das Haus / bey den Scheuren/Stallen / Kasten / Stroh Tnssten/oderwo essey/finden und antreffen würden / solche alsobald in Ver-hafft zu nehmen / sie besuchen / befragen / und eS gleichder Herschafft erinnern / und deren Bescheid er-warten.

Zum Sechsten ist auchsehr »>ol gethan / wo dieSchlösser und AdelichenHausser an Städten/Mäi ek-len und Dörffern angehangen / daß man alle Jahr/wenigstens einmal / die Feuer-Städt / Camin undRauchfang/ durch verständig? darzu verordnete Leute/besichtige/und / wo Mangel befunden wird / solchen

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abzustellen und auszubessern / bey unausbleiblicherStraffe befehle.

Zum Siebenden/die Dörz-Stuben; Item / tvoHanffund Flachs getroctner wird / sollen nicht n.hebey andern Gebauen stehen / sondern so weit entfernetseyn/damit/da em Unglück entstünde / solebes denenAnbenachbarten so grossen Schaden und allgemeinenVerderb nicht verursachen könnte.

Lum Mten/fleissig ist vorzusehen / daß man wederHeu noch Streu/ weder Bürdel Holtz noch Scheid/und dergleichen/ nahe an die Feuer-Statt / und an dieOrr/wo man offt mit Liechrern hingehet / le^e / oderHeisse Aschen/ weder in>tzerne Geschirz einfasse / nochaus höltzerne getäfelte Böden schütte/ die Glut aus demHeerd wol verwahre / mit Spännen nicl tviel an ge-fährlichen Orten leuchten lasse / unddesÄMers dieLicchter in Laternen verwahre

Neundlens/dieses soll ein warhaffte Kunst für dieFeuerv-Vrunst seyn / fo ich von einem guten Freundbekommen : Nimm Jungfrau - Wachs / einehalbeHand voll/ (czuZcjcli^nöiur^er) Hirsch Brunst wel-ches die Hirschen in ihrer Brunstfallen iassen /^l iiiccil^ncm) Sterne Reuspen cicliKn.u)und einer

Nuß gzoß von einemSchwalben-N.st/(lc> r >r clenv-lc»l^ rhue diese Stuck alle in das Wachs / daß emeKu-gen daraus wird ; wann nun ein Feuer auskommt/wirffs hinein/ so bald es im Feuer schmeltzet/ / so gehetdas Feuer allgemach aus / und fnst weiter nicht mehrum sich; IletN/ wo es unter einer Thür Schwelle ver-graben wird/soll alle Zauberey im selben Hat-sse ihreKraffl verkehren. Em andere Brunst Leschung von'-HauhasarSchntn ren.Nilnm «in Laib rockens Brod/verbrenne ihn/bißergantzschwartz wird/ und stoß ihnzu Pulver/nimm hernach em wenig Stuben Kehricht/und aus einer Messer-Scheiden den Stsub / daraufgeklopffc / in em Bündlein gebunden / und ins Feuergeworffen/so verlifchetes: Oder/nimmein schwartzesHun/Morgens oder Abends aus dem Nest / schneidihm denHalsab / wirffsaufdieErden / schneidihmden Magengantz aus dem Leibe / thue nichts dmc.us/daß alles beyfammen bleibe / darnach siehe / daß du einStuck bekommest ln^ltt Virzi. is^vicnttlua

cx locv maximcin ^U'nato, eines Tellers breit/gibwol acht/ daß du auch em Ey bekommest / das an demGrünen Donerstag geleger worden ; diese drey Stuckmache zu>ammen nut Wachs / darnach thu es in einacht Maß Hase lem/deck es zu/und vergrabs unter dei-ner Haus-Schwellen/ so lang ein Stecken ant Hausewähret / wann es schon hinten und vorne darnebenbrennere/so kandirdoch / nntGOttesHülffe / keinSchade geschehen. Wann unversehens em Feuer auf-gehet/viclc ur babcss Inclulium k virzin^Ii mcnlirucziritcüum , aut locliccm tl parturientc maculatsin,

wirffs alfo zusammen gewickelt insFeuer/s-cl plcraquc

bTc lupcrÜirionis lusjzicioncm n»n cffuAiunt Das

Feuer im Rauch- Fang zu leschen / nimm nn Löffel vollSchieß-Pulver/befeuchte es mit Speichel / d<ch es zueinem Teig wird/ zünd es hernach just unter dem bren-nenden feurigen Rauch Fangan / sogibts einen star-cken Dunst / widerhol es zwey-oder dreymal / so wirstdu mit Verwunderung sehen/daß sich das obere Feuervon diesemDampff leschet/und werden dieFeuer-Pechhauffig herab fallen.

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