Druckschrift 
Th. 1 (1716)
Entstehung
Seite
258
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2 58 DeöAdeltchen Land-und Feld-Lebens

benimt dem Geficht die bleiche Abfärbe / bekräffti-get des Leibes vornehmste Glieder / verzehret die bösenFeuchtigkeiten/ erhält die Lebens - Geister/ und ist einsonderbareeonlcrvstiv jumHcrtzen dardurch(wievielaus gewisser Erfahrung beobachtet haben) das Lebenerlängert/ uvd die Krafft erhaltm wird / soll sonderlichden unreinen und Aussatzigen gesund seyn/wiekli?ai-clus^sckarias ^ ?utco, karicellu^, ()uerc«tanus ,undandere/bezeugen.

20. Die .^i,AlZrum,wiefiev0N ^srsilio

5'icmo Ich. 2. cic Vilü Producent genennet wird/ sollauch sonderlich den alten Leuten dienatürlichenLebens-Geister stärcken un bekräfftigen/weil aber deren im fol-genden dritten Buch / unter dem Titul/ Pillulen / ge>dacht wird/mag es der günstige Leser dort suchen.

21. EinHaupt-Ursach guter Gesundheit ist/ wanneinemMenschen seine Natur bekannt ist/ daß er weiß/waS lhm gesund oder ungesund sey/baß er das Wider-wärtige undSchädlichemeide/dasGesunde und Woj,anständige suche und gebrauche/und das nicht allein imEssen und Trincken/sondern in allen Ubunaen undBe-wegungen/sowol des Leibesaledes Gemüthes. Sichdas gantze Jahr gesund zu erhalten /sagt ksliopius imersten Buch seiner Geheimnussen/soll man nehmen z.StämmleinRautenundz.von weissenBetonica/ sieflössen / den Safft heraus pressen / mit gutem WemMorgens nüchtern trincken/ und das soll man imMo-nat May oder Anfangs Junii trincken/oder man kansdörren/pulvern/ mit Zucker mischen/und an statt einesTrisenet brauchen.

Ftiier - Ordnung.

Er Fleiß / etwas zu erwerben / liegt an demGlücks - Fall/und kan durch unverdrosseneAr-beit/ kühne Tapfferkcit / Verstand undKlug-heit wol zu wegen gebracht werden; eine schon erwor-bene Sache aber bey gutem Wolstand und anhäbigerNachfolge zu erhalten / liegt zwar wol zum Theil anmenschlicher Hmsichrigkeit / am allermeisten aber ander Göttlichen Gnade/die allein durch desHck.GeistesBeystand zu erlangen / wann sie zeitlich und ewig wolerspriessen soll Ick will nicht allein/ daß meinHaus-Vatterftin Weib / Kinder undGesind zu regier-n/sem Haus / Garten und Gründe zu rechterZeit wol zubestellen / seiner Gesundheit recht abzuwarten/eigent-lich und wol wisse; er muß auch fürsichtig seyn; denSeegcn GOttes zu erhalten / durch Unvorsichtigkeit /Nachlässigkeit und Übersehen nicht zu verlieren / undweil das Feuer zwar zu vielerlei) menschlichen Gebrau-chen dienstlich und tauglich/ hingegenaber/ übelver-sehen und liederlich damit umgegangen/ ein erschreck-licher Feind ist / der in wenig Stunden / was wir/ un-sereElternundVor-Eltern erworben / allen unsernSchweiß und Fleiß verbrennet / auffressen / und zuNicht undAschen machen kan/sonderlich wo gantze^le-cken/ Marckt und Dörster aneinander gebauet sind/oder wo man in Städten wohnet. Da dann emchewollen / daß ein Haus-Vatter/ bey dem/etwann durchttnfleiß und Verwahrlosung seines Gesindes / eineBrunst entstanden / er solchen Schaden bezahlen soll/so ist dc^ch das Sächsische sun» m Uccit^ni-

kus ?.ieÄorsiilzus i^cc is. 7<D. dieser Meynung: Es seyChristlicher/billicher/üblicher/ und den Rechten gleich,sörmiger / weil niemand seines Haus - Gesindes Miß-handlung zu tragen / oder eines andern Schuld undVerbrechen aufsich zu nehmen / gedrungen werdenkönne / daß kein Haus-Vatter / bloß um deßwillen/daß in seinem Hausteine Feuers - Brunst entstanden/dabey ihn ohne diß dergröste Schaden berührt/ zuEr-stattung des Schadens angehalten/ sondern nur die je-nige Person/ durch derenSchuld/ Unfleiß/ Verwahr-losung und Unachtsamkeit desFeuers auskommen/an-! qestmMt/und/nach Befindung/ den abgebranntenLeuten ihren erlittenen Schaden wieder zu ersetzen/ be-zwungen/ oder/in Mangel dessen/ willkührlich bestrafft

werden könne; es wäredcmn das Fener / durch desHaus-Wirths eigne Schuld entstanden/oder er wäreseines Gesindes haiber/vonNachbarn oder andern/ge-warnet/und hättedoch solches nicht abgeschafft; aufdiesen Fall er zu antworten / und / nach Befund / denSchaden zu ersetzen schuldig ist. Daher hat ein Haus-Her: grosse und wichtige Ursachen/seinGesind undBe-,dienten auf das schärffeste und genaueste dahin anzu-halten / damit / des Feuers halber/gute immcrwähren-deund unablässige Obsicht geschehe.

Also soll er erstlich seine Rauch - Fänge und Feuer-Stätte sauber halten / und sonderlich des Winters/wann wegen grosser Kälte starcke Feuer in den Oeftngemacht sind/ den Rauchfang - Kehrer osst und fleissigauskehren / und von allem Ruß und pichichter fetteranhangender Materi / davon das Feuer sich bald ai?--flammenkan/emsig und sauber fegen und reinigen/vorallen Oefen eyserne Thürlein/ wie auch oben imRauch-Fang Fall-Thurlein mit einem Drat zurichten lassen/dieman/ bey entzündeten Rauch-Fang/geschwind mö-ge zuziehen / und also dem Feuer den Ausgang zumDach verwehren. Sonsten wann es im Rauch-Fangbrennet / gibt Her: äc 8impaiKiA. folgendet!/auch mit langerErfahrung übereinstimmenden Rath/man soll nur hinaufschtessen/so falle der Brand/vonderErfchütterung des stärcken Pulver-Dampffs loßgemacht / herunter; wäre aber kein Heuer - Rohr nachPistolen vorhanden/streue man nur/ in der Eile/Caltzaufdas unten brennende Feuer/ dann indemdasEaltzkalt und Kx sey?/ schlage es das Feuer nieder / pr-cipi-nre es/verhindere seine Wirckung / und dämpffe undüberwindealso des Feuers ^tcomos, die sonst unauf-hörlich hinauf steigen/ und sich mitdemoden imRauch-Fang brennenden vergesellschafften ; in Msnglungaber dessen/ müssen die obern verlöschen. Andere setzennur ein Schaff oder Schüssel mit Waffer unter dembrennenden Rauch Fang/und werffett Saltz hinein/fo fällt alles herab : Etliche sind auch der Meynung/wann man über denHeerd/in demRauch Fang/Feder-weiß/ Blumen?iumc»5um aufhange/ sosoll derRauch-Fang nicht brennend werden ; kan seyn / daß er durchseine Kälte des Feuers-Hitz niedersch läge / und die feu-rigen kxkaislionen erkühte / daß sie sich nicht anhen-

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