Anderes Buch/ Hauö - Vatter.
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verderben; der Magen aber müsse alles gereimt - undungereimtes / gutes und böses in sich schieben lassen /und sey noch dlß das ärgste / daß/ dieses Raub - Nestshalber/ alle Laster begangen werden / und kan wol mitjenem?oetcn genennet werden
InZIuvics , karatkrum^us klacclli.
Und weil alles/ was in der Lufft fliegt/ in den Wassernschwimmt/ in den Waldern weidet/aus der Erden undin der Erden wachst / in unsere Bäuche gleichsam be-graben wird: ()uTrc nunc, sagt Tcneca kpik. 61 - curlubiw inonsmur; moriduz vivimus. Da heis-
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givitisin msnlam8ylvD, ?eIaZiczue screntur.
Daher die Leute/ deren Bauch ihr GOtt/ die Lunge ihrTempel/ der Wanst ihr Altar/ der Koch ihr Priester /
wie lertuiiisnus sagt: zwar essen was ihnen schmäckVaber doch osst mehr leiden müssen/als sie ausstehen kön ,nen/ also darüber zu Grunde gehen. Und diese Über, jsüllunggeschiehet metstentheils in den Speisen/ wie^zincta meldet; denn obschon der Magen wol ver^dauet/werden doch die zu sehr angefülltenAdem belästi,get/ausgedehnet/z ersprengt/verstopfft/angeschoppt undbeschweret/ und die vollen Adern sind in Kranckhettensehr gefährlich/ sonderlich haben sich die Alten vorUn«Massigkeit vielerlei Speisen zu hüten/ dann/ haben sieschon das Geld im Beutel/solche zu kauffcn/ so habensie doch im Magen die Warme nicht / solche zu ver-dauen/daraus entspringen/ über die rothe Feuchrigkei«:en / Engbrüstigkeit / schwere Athem/ Unlust zum Es-sen/ und tausend andere üble Zustande mehr / dardurchdas Leben verkürtzet/ und der Tod befördert w-rd.
Was Gestalt einem jeden sein Leöens-Termin von GOtt gesetzt sey.
Nser Leben vergleicht sich einem Schiff/ der >Port ist das Ziel / das uns GOtt hat aufge-!setzt: Wer nun sein Schisswol versiehet/ rechtberathet / gebührlich regieret/der kommt mit guterVer-gnügung/ und zu bestimmter Zeit dahin ; wann wiraber entweder selbst unsere Schiff zu schwer belasten/ jweder gute Schiffleute noch Zeuge haben / können wir(sonderlich wann die Gemühs-Bewegungen/als heff- 5tige Winds-Praus und Ungewitter/ darzu kommen) !gar leicht unser Schiff stürtzen/ oder an einen Felsenzersplittern/ und also/ ehe wir ans Ufer angelangen/er-sauffen. Daß aber GOtt einen jeden sem gewissesZiel/das er nicht überschreiten kan / gesetzt hat/ bezeugtder Heil. Hiob csp. 14. vctwiti lunt clics komjnis senumcrus mcntium cjus pcnes l'c eti, terminos cjuzksluitti , czuos non prsetcrikit. Und ist keinVer-nünsstiger/der diese durch die H.Schrifftund gesundeVernunfft bestättigte Meynung laugnen oder wider-sprechen sollte. Nur dieses wollen etliche mZweiffelziehen : Ob einMensch ihm selbst sein Leben verkürtzenkönne ? Ob alle Tod -Falle der Menschen / sie lebenmässig oder nicht/ sie geben sich in Gefahr oder nicht /allzeit von GOTT also vorgesehen sind/ daß ein jederncccllarici nach GOttes Willen also hatte sterbenmüssen? Und da muß man einen Unterscheid machen
intcr voluntarem OK! 6eknisntis 6c permittcntis ,
unter GOttes Willen/ der es geheissen/ oder der eszugelassen. Diß letzte weiß man wol/ daß nichtsauf Erden geschehen kan / GOTT verHange esdann / und laß es aus seinem heimlich-verborgenen/doch atiein weisen und allzeit guten Willen also gesche-
hemLine l'uoXuminc nikil cli in Kamins »iniplolu-Mus, vivimus K movemur: Also daß man in diesemVerstand wol zugeben kan / daß dergleichen selbst-ver-ursachte und aus unordentlichen Leben herrührendeTodes-Falle ohne GOttes Verhangnus nicht habensurfallen können; diß aber probirt noch nicht / daß esdarum auch GOttes Will eigentlich gewestsey. Aller-dings wie das gemeine Sprüchwort lautet: die Heu-rathen sind beschaffen; nichtalso zu verstehen / als sol-len alle und jede/ so wol kuppelte als durch böse Stückepr -Kicirte Heurathen mit GOttes Willen vorbey ge-hm; dann/ob es wol wahr von allen srommenTugend-
liebenden Hertzen/ wann sie GOtt mit den betendenJsaac und jungen Tobia hertzlich darum anrussen / unddie gebührenden Christlichen erbaren Mittel darzu ge-brauchen/daß Gott seinen gnadigenWillen und Schi-ckung darzu sügt und also ihre Heurath von GOtt be-schaffen worden; so werden doch die muthwilliqen/ bö-sen liederlichen Heurathen zwar vonGOtt/zu derPar-teyen selbst eigener Straff/ nur verhänget/ aber nichtbeschaffen; und kandes Menschen freyer Wille/ s» wolGutes als Böses erwählen/weil ihm beedes vorgelegt/er zu einem ernstlich ermahnet/ vor dem andern abergetreulich gewarnet wird. Also hat GOtt freylich woleinem jeden Menschen seinen Lebens-Termin gesetzt /und wann er der Natur/ tanqusm opümo vuci^wiesie cicero nennet) folgen wird/ mag er solchen wol undglücklich erreichen. GOtt hat aber auch das übrigeFressen und Sauffen hart verbitten/ und will/ daß wirsollen züchtig/gerecht und massig leben/nüchtern undwachsam seyn; daher/ wann ein Mensch dieses in denWind schlägt/muthwillig mitFüllerey sein Hertz/Ma-gen und Haupt beschweret/ die natürliche l^b-ersnhund Übereinstimmung der Glieder zerrüttet; soltedann GOtt die Schuld haben/ (wann er also/bey sobeschaffenem unordentlichem Leben/ ehe sterben müsste)daß Er ihm kein weiters Lebens-Ziel gesetzt hätte. Gottlässet der Natur/tanqusmcsusse tccunclze, ihren Lauff/und gibtdem Menschen seinen freyen Willen/ darnachzu leben oder nicht; die Natur hat jeglichen Leibe sovielFeuchten und natürlicherWäzme eingepflantzet/alszu dem von GOtt vorbestimmten Ziel genugsam ist /und ist gleich einem fruchtbaren Baum / der jungesHoltz/ und Zweige ziehet/ mit guten Erdboden/ unddes Himmels Temperament zu seinen Wachsthumwol versehen ist/ künfftig ein grosser Fruchtbaum wer,den könte: Der Gärtner wolte aber mit überflüssigenBegiessen/ mehrere Früchte und Wachsthum von sol-chen erzwingen; würde nicht so bald der Baum ab,stehen/verderben / und mit Nichten zu seinem Wachs-thums-Zielgelangen können. Gleicher Gestaltverhaltsichs mit den Menschen / die öffters durch Zwang derNatur den Todt vor der Zeit auf den Hals ziehen.Also ist gewiß/daß einMensch seinLeben nicht weiter er,strecke kan/ als ihmGott durch dieNatur u. derer Eigen," ^ ^schafft"