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Th. 1 (1716)
Entstehung
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250
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Veö Adelichen Lands und Feld-Leben6

vbttruQiones undMrstopffungen in^elsnlcri« zeu-get/die^vki-ssism und ^empcramcntdes gantzenLör-pers zcnüttet / und die Adern mit faulen Feuchtigkei-ten überschüttet,daraus grosse Kranckheiten entstehen;diß alles hindert und verhütet die edle Mäßigkeit/wel-che die dicken/zähen Feuchtigkeiten verdünnet/ flüssigund flüchtig inacht/alle Verstopffungen sanfft auf-schliesset/die Strasse / wvrdurchdieLebens-Geistermüssen/ausreiniat/ und das alles ohne Schmertzen/ohne Hitz/ohne Schaden/ohne Kranckheit/ohneVer-lust der Zeit/ohne Verfaumung seines Berusss Sielässet auch dic^osbos contsAiolciz nicht so bald anfal-len/ indem sie in einem saubern reinen Leibe keinen 5o-mil-m finden/oder doch gar bald können wieder remc-

cllrt werden; alle Wunden/Bein-Brüche/ contusw-

nes heilen leichter bey einer gutenvi-t.alle unheilsameKranckheiten werden so viel dardurch erleuchten undbegütet/ daß sie leichter ;u ettragen sind^ die Massig,keit verringert alle Schwermut!) / macht den Leib ^hurtig.und>nsch/erhalt emM Gehör/ scharffetdas.

Gesicht/ und alle Sinnen / erhält bey stetem Appetit/stärcket die Gedächtnus und den Verstand / mach!tauglichund geschickt zum Gebetund allenChristlichenTugenden/benimmt den Zunder zu vielen schandbarenLastern/ widerstehet ihnen desto tapfferer und glückseliger/und lescht das Leben ohne Schmertzen imTod end-lich wie ein Lichtlein aus.

Noch eines hab ich wollen beyfügen/ denjenigen zugefallen/welche/mit grosser ihrer Leibes-Beschwerung/sehr corpulent und fett sind / wie sie ihrer übrigen Fet.tigkeit möchten abkommm/welcheö 1 i.us>lon.Lcnturis 2 .^lcmc >rsb. lOc» beschreibet: Nimm dreyodn vier Zehen Knvbloch/ ißes mit Butter und Brod/Abends und Morgens/ Vierzehen Tagenacheinander/iß oder trinck allzeit drey oder vierStunden lang nichtsdaraus/ trinck hernach täglich drey Trünck gesottenFenchel-Wasser/und cnntmuirs auch also/wie mirdem Knobloch/ vierzehen Täge; und sagt bcmeldter^utkor er kenne einen / der durch dieses Mittel/ dieübrige Feisten als» vertrieben hat.

xcvii.

Ein Exempel/wie das Leben durch Massigkeit hochzubringen.

Jewol die gute Beschaffenheit eines tsmpe-

rillenLandes/unddergesundenLufft einen gros-senVorschub zum langenLeben geben/als manosftgantze Provintzen und Lander findet/da die Leu-te meistentheus lang leben/Wie Vinccu?o l^nars, inseiner O^conomisciel (.ilt->clinv in Vills, V0N derBo-lognesischen Lusst/ schreibet/ daß so wol vor Alters/alsauch zu seiner Ztit/ Leute auf'92/ 9z/122/104. Jahrge-lebet l ^aben/undlc:ltc ö >icv5.!- IN t-tiiioiiä nalursli kx»perim .7s> .hat in Engelland die Gräfin von Des-mond auf 14c». Jahr gelebet/ und zwey oder dreymahlwieder srischeZähne bekommen/ die ihr / nachdem diealten ausgefallen/wieder gewachsen/und wie auch mJudien von den k'lulic.'lus, kcridus, krack-

mannis .auch von theils Le >ircntriona >ischenVölckemvom v>s-. lUäZno,ulsd andern gefthriebcn wird/so istdoch die Mässig-und Nüchterkeit die vornehmste Ur-sach eines langwürigen und gesunden Alters; Wirwollen ?>tKaAl>rze,Laieni ,u >pj)vclslis, oder der altenH. Einsiedler und Vatter/als 8. äntom,?spknuni,ttilgrioms,^gcsrii,^rscnii,kecj- , odergar veraltenPatriarchen m: alten Testament Exempel hier nichterzehlen/sondernnur dis einige/von einem vornehmenVcnetianischen ?alriiio, kuclovico Lvrnaro, anfüh-ren/was erin seinem 1>sÄato,(!eIa Lobricta.von ihm

selbst glaubwürdig meldet/daß/ehe er sich zu diese: O'-tbegeben/er in seiner Jugend sich offt übel auf befun-den/einen kalrenui^d feuchten Magen/Seiten-Wehe/Podagra/Fieber/und eine hitzige Leber gehabt / unddaran habe er ron dem 25. bis in das 40. Jahr seinesAlters gelitten/ allerley Mittel vergeblich gesucht/ bisihmdie sonst an seinemAufkommen verzweifflendeiUc-«jicidie MDigkeitund eine gewissespahrsame Lebens-Ordnung gerathen/ weil ihm dann so wol die ausge-

Zustande verlohren un ganh gesund worden/ dahe: haberdie üarcken Mein/das kaüe Trincken/Melon/Obst/SaladMche/ Schweinfleisch/Zugemüse/ Pasteten/und d>?kgle!ch< Schlecker-Speisen geflvhen/eimn zar-ten rohrichten Wein/und nur wenig getruncken/ allzeitmit einem Appetit von der Mahlzeit ausgestanden/ da-mit habe nie/ (wie jahrlich vvryin) die Kranct Heikenleiden dörffen/sey gesund un Hurtig blieben/doch hob ersich vor Übermaß der ausserlichenHitz oder Kältegehü-let/aUeUnmässigkeit im menschlichenLeben gehassct/vozböser Luffl/Ä5mden/und der Sonnen Strahlen /ciUchvor allen Gemüths-Bewegungen verwahret/ so vieldas menschliche Vermögen hat thun können/ wiewvlauch alle diese Dinge/ ob er schon bisweilen danm be-troffen wurde/ durch die Oiset leicht wieder sind ausge-bessert wo:den/da sie doch sonst einen unmässiger.Men-schen sehr viel Schaden zufügen; fo sey er auch/im 70.Jahr feines Alters/ m einer Carosse umgeworssen/ge,schleifst/ nicht allein am Haupt und gantzen Leibe ver-wundet worden / fondern habe gar einen Arm undSchenckel ausgefallen/daß ihm die ^cclici kaum dreyTage seines Lebens gegeben/ da er doch weder Aderläs-sen/noch einige Purgationgebraucht/allein sein vi-nfortgesetzt/ und die ausgefallenen Glieder einrichten/und dengantzenLeib mit gewissenHeil-Oeien einsalbenund reiben lassen/und sey also / mit höchster Verwun-derung der Uccücolum , wieder gesund worden. Erhabe aber auch dabey versucht/ daß sich eine lang-ge-wöhnte Lebens Ordnung/ohne Schad nicht verän-dern lasse/ dann/ als er im 78. Jahr seines Alters / vonseiner Anverwandten und der Ki^icoi-umRath ver-leitet/etwas mehr/als gewöhnlich/gegessen und getrun-cken ; indem sie vorschützten/es sey unmöglich/daß seinhohes Alter/durch so geringe Nahrung könte erhalten

standenen Schmertzen/ als auch die Liebe des Lebens! werden/weil der Leib sowenig zu zehren/könne er auchöiesemRath nachzuleben perlusclirt/und ob er wol ein-^ den übrigenGliedern sehrwenig ^ümcnt ertheilen/da-maiausgesetzt/ez doch endlich sich entschlossen/dieMäs- her dann auch/ ihnen zu Gefallen / als ervorhin nichtsigkeit als o zu conlmu ir eu/dardurch er d annalle vorige mehr denn 12. Untzen<Speife/von Brod/ Eyer-Dotter/

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