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Th. 1 (1716)
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248
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Des Adeltchen Land - und Feld - Lebens.

!

Sc tcznatcorpus, 5: ^iulicam sanarccorpus pcr ani»mam , ticul A/lcAcina curatanimsm mccliantc cor-pc>rc,^iulica turorem.llve A^anism curst.quR porosrclcrar, arcctsulizincs, Obliru6tianes expcclir. cor

rccreat. Und wie allezeit Gleiches seines gleichen liebet/also weil/nach des weisen ^lkszors Meynung/un-j<r Gemüthe aus gewisser »armonia bestehet/ also

rivozq; revissnt, osst unter den grünen wolriechendmKrautern / die des Menschen Geister vermehren underquicken/ umgehen/ zu Nachts das Gestirne/bey Ta-ges schöne Gemählde/ Edelgesiein und dergleichen be-schauen ; und wo man garkem kxcrcitiuin mehr ver-mag zu thun/ kan die Mäßigkeit ihre Stelle verwetten.Man hat auch sonst mehr Übungen des.Leibes/ als das

wird es auch durch ivol einstimmende I^, monien er- Fahren / sich meiner Senssten oder Sesiel tragen las-nähret/ erfrischet und unterhalten. Aber gmug von die- sen/ das Baden und Schwimmen in kalten Wassern,ser Gemüths-Ubung und Beliebung. UndlVistiiius das Fischeil/ und vornemlich das Jagen/ vonwcl-t icinus lid^. cap.i2.cle Lsnilate sagt: i»cnes kyemc chenzwey letztern aber zu Ende dieses Buchs gehandelt

velutoves apric« pclant, sekate vclul svcs amosns wird.

<2 x xcv.

Meremstimmungder vornehinsten Glieder des Menfchens.

Ann in einem Fürstenthum oder KcpuKiicZ,lfDK > eine schöne Ordnung/ richtige Enngkeit/ undgeschictliche Übereinstimmung ist / daß die/ Obern den Geringern recht und gereimt befehlen/unddiese jenen willig und hurtig folgen/so kan es nicht an-ders/als/nächst GöttlichemBeystand/ recht und wolzugehen: Also tmmenschlichen Leibe wann das Gemü-the/oder die Göttliche Seele/so meistentheiis imHauptihren Pallast aufschlagt / vergnügt und zu frieden lebt /denen Bewegungen ihren Muthwillen nicht lasset/ son-dern mit den Zaum der Tugenden bemeistert undan-

fessclt/so theilet sie/pc> ZIZillimam illam conjunÄio.

NLM 8>!ä^mpZtKiam,dem Leib auch/nach rechterMaß/ihre Lebens Geister mit/ dardurchselbiger gereinigt/ausgeheitert und in seinem Wolergehen erhalten wird.Das Hirn wircket per spinalem mcouüam, durch dieNerven und andere Gänge/ die jenige Feuchtigkeit/ diesie^arlicilZalionc^nimivorheran sich gezogen; dieHitz mit der Warme/und die Trockene mit der Feuch-ten also gemassiget/daß keine der andern vorschlagt /und durch dises l cmpcramcnt wird das gantze nrensch-liche Wesen gestarcket und ernähret/das Hertz und dieLeber solien warm seyn / weil daselbst die Spiritus vita->--» und das Geblüt erzeugt wird/ die dem Magen seineDäuunghelssenerleichtern/mitihren zu Nachts auf-lreibenen kxbalstiorien die Kälte des Hirns erwär-men/da sonderlich der Magen/ als ein weiser Kuchen-meister/ die gantze Osconom iam seines Leibes/und allederselben Abtheilungen/ mit gehöriger Ehrung ver-stehet/ das Gute von dem Bösen absondert/ und dieseszu rechter Zeit austreibet. Die gantze Haut des Men-schen istvollerSchweiß-Löchlein/durch welche immer<dar/ aus empfindliche oder unempfindliche Weise der^ran spiration.die dünstige und geistigeLeibes-Samm-lungen herausgetrieben/ oder entweder durch den

Schweiß/ oder durch Ausdauung durch die Haut her-aus rauchen/ und/ aus Güte der Natur / ohne daßwirs mercken/ in die Luffr verstöbert werden, l^Mazu-ras hat die gantze Gesundheit-Lehr in gewisse 1 cmpc-ram-nten eingervttet/ davon das erste die Gemüths-Bewegungen/das andere die Nahrung/ das letzte denHimmel/und die uns umfassende Lufft begreiffet. Und!^stlli us?acinu5 bringt seine drey parcas hersür/ derendie erste die Massigkeit der Nahrung / die andere dieMilderung der Sorgen/ die dritte die Verhütung istfürungesnndem Wetter. Diefe Übereinstimmung und('oncorclantz der Glieder/wird mit guterviXt mehr er-halten/ als durch viel Purgiren und Aderlässen/ mansollmehrbewahrtek'rTle'vativ, Kopff-Sterckungen /und was die ^KlcZmara subtil! angreiffet/ dünn machetund ausführet/ als andere Artzneyen(ausser demNoth-fall) gebrauchen/ und jedem Principal-Theil feinesWefens/ wo man den geringsten Fehler mercket/ beyZeiten mit kräfftigen propK^iaSicis begegne. Ein guterHoch / ist offt der beste und angenehmste Artzt/ den dieNatur gern annimmst/ sonderlich wo ein srölichesGe-müthe ist/das sich nicht von jedemWinde biegen lässet/mri'

sondern in seiner Zufriedenheit / durch GOttes Beystand / nnbetrübt verharret; denn sich im Creutz nichtzu häfftig betrüben/ist eine Überwindung des Unglücks/dardurch man ihm feine Krafft und Waffen aus denHänden nimmet. So soll man auch in den Eitelkeitender Welt sich nicht allzuhoch und kindisch erfreuen/weilsie mehr in der Einbildung verheisstn/ als in der Thatleisten. Ein jedes Gute hat etwas Böses/und ein jedesBöses etwas Gutes ; halte den gegenwärtigen Tagfür glückseelig/ und verderbe ihn nicht mit dem ängstli-chen Verlangen eines noch glückseeligern/ oder mit derFurcht eines noch unglückhasstern. Also wird See!und Leib wol vereinigt und gesund verbleiben.

XLVj.

Von der Massigkeit in Speis - und Tranck.

Je Massigkeit ist die vornehmste undangeneh-meste Hofmeisterin der menschlichen Gesund-heit/ sie durchdringet alleJngeweid sunSurenund Glieder gantz sanfft und gelinde/ lahretauswas

Lebevs-Geister/ ohne daß sie die Feuchtigkeiten aufrührig oder rege macht / verhütet auf das allersicherste vorallen Kranckheiten/weil sie das Geblüt reiniget/und dieGeister stärcket/ die Begierden mässiget/ die Einigkeit

überflüssig/macht dün wasschleimnicht ist/eröffnet alle erhält/ gesund srölich und glückselig machet/auch zumjVerstopffungen/erweitert und erhaitert die Gange der ^ Reich werden/ darnach die meisten Menschen streben/

eine