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Des Avelichen Landend Feld-Gebens
tilgt und erkaltet/das Alterthum vor der Zeit/und auchden Tod selbst an sich ziehet / weil es des Geblüts guteEigenschafft vel-derber/dasHertzpressel/dieGeister ver-nebelt/und zu allem undienlich macher/der Schlaf wirdgenommen/wegen derEinbildungen ^Zilstion/dieVer-dauung wirdherhindert/ weil die Lebens - Geister an-derwärtssich befinden. Also auch die Furcht besorgetnicht allein das Gegenwärtige / sondern auch das Zu-künfftige/ vermuthet wohl manchesmal em Unglück/ sonie begegnen wird/ und wird mehr von der Einbildungdes Bösen/ als dem Bösen selbst geplagt/ alle Sinnewerden dadurch zerstöret und geblendet/dicGeister unddas Geblüt erkaltet / wie auch nicht weniger die allzu-grosse/unvermcynte / zu jähe verkündete und gescheheneFreude/ einem Menschen das Leben rauben kan; danndas Hertz wird dadurch gleichsam überschüttet und er-sticker / daß es durch allzuhefftige Oii^nonalle Geisterund dieLebens-Wärm ausdünstet: Also auch ist derübermässige und der Christen mchtgeziemendeHaß undNeid billig zu fliehen. Viram tibi ciccjtl amvl p^rcnlum
(sagt Ricinus in ?r«^tlone l.z.cl- vilü)csm v>.citlim äemit ociium scqzclolor.Nicht weniger ist die UN-gebührlicheLiebe e»nem tapffern Gemüthe vornemlich zufi»ehen/weil sie alle Liebe zurTugend berauber/alle Zuchtund Erbarkeit mitFüffen tritt/dieVernunffc blind/unddie Billigkeit sterben machet/ die Leibs-Slarcke schwä-chet/ das Gemüthe gleichsam csltriret/ malleSchand
sich stürtzet / den ehrlichen guten Namen verachtet undbeklecket/Mamgkeiten/ Ohnmachten/ Schlag-Flüsse,Lahmungen/und alle cruäitäten anzündet/ die häßlicheWollust gebieret/und dadurch denMenschen,n zeitlich-und ewiges Verderben stürtzet. Alle nun diese schad-llchel^allivnen verwirren dieOi.conomism des mensch-lichen Gehirirs/sonderlich/die ?l>anl?5ia. Daher sich/um wellliche/zetUiche Verlust und unglückliche Begeb-nusnicht allzuviel zu betrüben oder zu erschrecken/wannman denckt/daß nichts ohne den Göttlichen/ allerbestenWillen geschehen / und der Hertz - rreue GOTT allesandern und zu guten Ende wenoen und lencken kan.Dabey das vornehmste Mittel auch das Geber ist/ daßcm Christ GOTT hertzlich anrusfet/ er wolle ihm denHeiligen Geist/den Geist der Freuden und desTroftes/der Weisheil und der Stärcke veueyhen / sichremWillengedulrigzu unterwerffen/gedencken/ oaßalleszenlich ist/ daß die himmlische Freude überschwenglich/alles von GOTT zugeordnete und gedultig - ertragneLeyden dieser Welt/dort vergelten werde/daß dieTrau-rigkeit/ Haß und Neid/ von dem bösen Feind entsprin-ge/ von dem man nichts nachahmen / sondern vielmehrdem gedultigen Lammlein Christo nachfolgen / und semCreutzthme willig nachtragen solle/ damit man auchdort mit ihmaus Gnaden/ und durch sem Ver-dienst möge gekrönet werden.
1.XXXVII.
Eine vornehme Stützen und Erhaltung der Gesundheit / ist ein srd-
lich/Gott-trauendeö und daö Beste hoffendes Gemüthe.
f^l^Ane allzeit das Beste hoffende und Gott ver-trauende Seele/ und ein frölich und vergnüg,
^^Mcer Geist/sind zwo geistliche/ aber kräffnge undgewaltige Saulen/dieGesundheit zu unterstü-tzen; dann/ weil diese in der Kammer des Hertzens sichaushalten/erleuchten und erquicken sie alle sinnliche undleibliche Kräfften/ wegen der Übereinstimmung des Ge-müths mit dem Cörper/und machen/daß des MenschenHirn/ des Amts seiner gewöhnlichen v-Zeralion destobesser abwarten könne; dann/wer sich des besten zu sei-nem GOTT versihet/der vertrauet allein aus ihm/ undlässet sich äusserlich«: Forcht und Zweiffels-Fälle nichtabwendig machen;und daraus entspringet die Ruhe desGemüths/ also/ daß keine strenge/ jäh-hereinbrechendeBewegung dieHaiterkeit seiner Befriedigung betrübenoder bemahligen kan. Der Göttliche ?>sco nennet eslloncorcliamanimicum corpore,und/Wie zuFriedens,
Zeiten in einem Land das Feld wol gebauet/alle Städ-te und Dörffer häuffig bewohnet/ die Strassen sicher/die Kauffmannschaffcen und Handlungen geschässtig/
Himmel und Erden gleichsam erfreuet/ und miteinan-der vereiniget/eine erwünschte Fruchtbarkeit verheissen:
Also/ wann der Leib wohl bestellt/ das Gemüthe wohlbefriedigt/ alle Haupt - Glieder ihren Würckungenwohl vorstehen / so scheinet die Sonne der Freude undFreudigkeit/ohne Wolclen derBetrübnus/lauterundschon berfür. DieseVergnügung aber hat in mensch-licher Gebrechlichkeit sein ?tialcs und Wechsel/und ligtallein daran/ daß von denen Strahlen der Göttlichen
Allmachts-Sonne ihr wachsender Schein/ per imer.positioncm Liodi tcrrci, oder vielmehr irzdischer/ nich-tiger Sorgen / nicht in eine traurige Finsternus derGöttlichen Gnade verkehret werde; dadurch alle csu-
lze5ceuncjse, utut vizcantL! Incrementum bsbcsnt,
gehemmet und aufgehoben werden. Diesen Friedennun zu erhalten/ liegt es forderst an der Göttlichen Er-barmung/ diemitGottesforcht/ hertzlichen Glaubenund Gehorsam (weil GOTT ein liebreicher/ selbst-an-reitzender und williger Vatter / alle verlohrne / bußfer-tige Kinder allergnadigst annimmt) zu ersuchen und zuerbitten. Das andere (aber allein aus GöttlicherGnade) ist die tapffere Resolution/sich nicht so bald undleichtlich aus der Festung und starcken Schantz derZu-friedenheit verjagen zu lassen / alle Anstrengungen derSorgen/ Kümmernus und Traurigkeit / mit tröstli-cher Hoffnung abzuschlagen/ sein Anliegen auf denHERRN zu werffen/ und in seine verheiffene Versor-gung kein Mißtrauen zu setzen, öonus Lcnius clt tani.tgtls tiliuzzund ist wodlgelhan/wie jener Jtalianer sagt:
VivcteailcAro.lc non perZ>tro,aImenopertsr<jiis>iz.ccrc, ä cki ba piacer clel cklpiaccr vokro. Das ist:
Lebt in Freuden; habt ihr kein andereUrsach/ auf daßwenigst darum / demjenigen einen Verdruß zu ma-chen/ der eine Freude hat ob euren Verdruß. Unddiese zu erhalten / ist die Selbst-Vergnügung/ welchevon denen Griechen ^'«7--^-- genennet wird/ sehr no-thig/daß man mit dem/ was GOTT gegeben hat/ ver-lieb nimmt; sihet man reiche/grössere/ gl ückseeligere/so
muß