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Des Adelichen Land- und Zeld<Lcbe»S
Vatter den Magen wol in acht zu nehmen/was ihm > Speise und Tranck eingurgeln lassen/ als er zu ver-
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gut und nüklich ist/zuzulassen/und was ihm verderblichund schädlich ist/ beyseits zu thun/die natürliche War-me zu vermchren/du-chUnmässigkeit ihm da nicht meh:
dauen krässng ist/durch die Massigkeit ihm bey stätemAppetit und Lust/ und dardurch auch seine übrige Ge>Wundheit zu erhalten und zu befördern.
cz?. I.XXXIV.
Von der Leber/Galt/Miltz und Nieren.
Je Leber ist eine Werckstatt/darinnen dasGe- ^blüt gekocht/ und in die Adern hin und wiedergetheilt/von den Lebens-Geistern/ zuErhal-tung der natürlichen Warme/geführet wnd.Sie ziehtvon dem im Magen gekochten ck>iodas edelste/ alsivislcriam L»^zuini,,an sich/macht daraus reines lau- jteres Geblüt/ mit samt semem Lucco slbc» Sr alibili;derSchaumdavon/ödcrdie CholerischeFeuchtigkeit/wird in die Gall/und die Hefen davon/als die ätcisn- ^cKoiis.mdasMiltz/das Sei-um in die Blase/das Ed-este aber acl spcrmaticas partes 8: «Ttci-iis vcnszver-wiesen.Und wie die erste Verdauung im Magen / alsogehet die andere LoncoÄion in der Leber vorbey/ so)urch die Vcns« mescisicas, oderKräß^Adern / mitHin- und Wieder-Lieferung/so wol des als desGeblüts/geschiehet; in der Leber begibt sich erst dieAb,onderung des Tauglichen von dem Untauglichen pervim 8c colorem lccuncl» concoQionis; Ändere sindder Meynung/ daß diekiakorstiv, die Verfertigungdes Geblüts/ allein in den Blut-Adern / die Rothfär-vung aber allein in der Leber verrichtet/und daselbst inderLeberrothenFleisch also verwandelt werde/weil sieeiner warmen und feuchten Eigenschafft/ und scheinetwie ein zusamm gewachsenes Blut/ daraus alle Adernihre Bronnen-Quelle haben.Darinnen liegt die Gall/in einer Blasen zusammen gefasset / in der Leber hohlenTheile/ welche alle Bitterkeit des Magens in sich sau-get; auch wann sie zu voll wird / oder sonst durch an-dere Falle/ aus grosser Arbeit/ schweren Heben/ undgrimmigen Zorn sich überschüttet und ergiesset/aller-hand Fieber/Geeisucht und Kranckheiten verursachet.DieGall nun/wann sie ihrer rechten natürlichenWir-ckung nachkommt / hat einen Gang in das Gedärme/dardurch sie ihren Überfluß ausführt / wiewol sie sichauch osst nicht allein in den Magen/sondern gar in dengantzenLeib ergiesiet/ und allerley Unrath/ Colica/Wind/Magen-Wehe / Unlust zum Essen erwecket/auch sich so fest einlogiret / daß sie mit harter Mühe ge-reiniget und ausgetrieben werden kan.
Das Miltz ist kalt und trocken / umgibt den Magennach der Zwerg auf der lincken Seiren / mit zweyenRöhren/eine in der Leber/die andere indenMagen/dar-durch sie das gröbste Geblüt an sich ziehet / und durchden Magen und seinen Ausgang wieder ausführet.Viel haben geurlheilet/ als wäre ein Mensch des Mil-tzes wol unbedürsstig / und solle solches am starckenLausshindern; aber unbedachtsam / Vcus cmm K ns.tllsa nitüi faciunt fsvürs; da hingegen andere / dieschwartz-galliche Feuchtigkeiten/ die aus dem Miltz inden Magen quellen / des Hungers und des AppetitsZunderundAnreitzungzu seyn/glauben. Wann dasMiltz verstopsst ist/gebiert es die scZ wache Gelbsucht/und viel andere Kranckheiten. Sein Amt ist/ daß esden dicken und irrdischenTheil des durch den^runcumderKräß-Aederlein dringenden cli^li. wann solcherschon anfangen will sich im Geblüt zu ändern/ehe ernoch gar zur Leber kommt/ durch eine eigne Ader ansich ziehet/ damit die Leber das allerreineste Theil em-pfangen möge.Und wann diese Wirckung durch Ver-stopfung verhindert wird/so erfolgen Fieber/Wasser-sucht/Gelbsucht/sonst abe: hilfftes derLeber i«Lsn^ui.
kcstione,
Die Nieren sind warmund stocken/bmch welch,das Lerum aus dem Magen per vcna« emulKcnlcs indie Blasen geführt wird/ theilen an den Urin von demvcnolo Sc srt-siolo Ssnxuinc, welches sie ZU il)MNahrung behalten; das Unnütze aber zum Ausganzbefördern / durch die Urctei-cs, welche von beedenNieren in die Blasen gehen. Von allen andern Thei-len des menschlichenLeibes allhin zu handeln/ ist nichtunser Vorhaben/und kan einChristlicherHaus-Vat-ter/der Weile und Lust darzu hat / aus den ä nstomi-cis ^nclrcÄ Vclslio, Lrczorio Korttio, LslywoneAlberto,^c>bi5 KnobIockio,QcorH>o(!rsseccio , undandern erlernn?. Von denen Artzneyen aber zu einemoder andern Glied/ soll im folgenden dritten Buch ge-handelt werden.
s.
r.xxxv.
Von Erhaltung der Gesundheit.
Er seine Eigenschasst und vispoSlion der Na-1 das Miltz/die Lungen/das Hirn und ^uiisSpm'tur selbst erkennet/ der kan desto leichter zu die-1 Zu der Dürre/ die Nerven der Bewegung / die Arte-
^ . . rien/die Flachsen/das Gebein und die Kruspel. So
lange nun diese in ihrer eingepflantzteQualitat verblei-ben/und ihr von Natur aufgetragenes Amt treulichverrichten/so stehet der gantze Leib m guterZusammen-stlmmung/und wird daher die Gesundheit erhalten;so bald aber ein Glied/das warm seyn soll / erkaltet/was kalt seyu solle/sich erhitzet/was trocken seyn soll/zufeucht/oder wa s feucht seyn soll/ zu trocken wird/ so
semZweck gelangen / damitdiegutenis und evcrslis der Gliedmassen in ihrem Wolstanderhalten werden. Zur Wärme sind geneigt die Nie-ren/die Leber das Fleisch/die Lungen und das Hertz.Zur Kälte das Hirn/ das Marck des Ruckgrades/ dieempfindlichen Nerven/ die Adern/die Arterien/Gebei-ne und Kruspeln. ZurFeuchtigkeit neigen sich die Ner,ven der Sinnlichkeit/ das Hertz/ die Nieren/ die Leber/